Aller Anfang ist schwer?

23.02.2026 00:00:00

Wenn ich auf meinen Lebensweg bis heute zurückschaue, dann hatte ich so einige Neuanfänge. Ich bin etwas mehr als zehnmal umgezogen, habe dadurch vier verschiedene Schulen besucht und mindestens vier verschiedene Arbeitgeber gehabt. 

Bei all diesen Neuanfängen hatte ich das Gefühl, dass sie mir nicht so leicht von der Hand gingen. Ebenso war ich kaum in „Juhu, endlich was Neues“-Stimmung, obwohl ich mich auf so manchen Wechsel gefreut habe. Gerade in jungen Jahren war vielmehr jeder neue Anfang mit einer gewissen Furcht verbunden. Die Sorge, ob es diesmal funktioniert. Wie die Menschen sind, die ich neu kennenlerne? Ob die neue Lebensstation den Wechsel wert war?

Neuanfänge können Freude machen

Im Laufe der Zeit wurde es dennoch einfacher. Ich habe Mechanismen erlernt, die mir helfen, mich auf das Neue einzustellen.

Aus der Last, immer wieder neue Le…

von youthweb

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Alles neu! Muss das sein?

21.02.2026 00:00:00

Da steht er nun – mein neuer Router. Und da steht er schon lange. Über ein halbes Jahr, um genau zu sein. Im Sommer habe ich ihn gekauft, um die Datengeschwindigkeit meines neuen Telefontarifs voll auszunutzen. Erst fehlte die Zeit, ihn einzurichten, und dann beschlich mich die Angst: Was, wenn die Einrichtung nicht klappt? Wenn meine unzähligen digitalen Geräte keine Verbindung zu ihm aufbauen? 

Durch meine Teil-Selbstständigkeit bin ich auf stabiles Internet angewiesen. Also blieb erstmal alles beim Alten und der neue Router verstaubt in der Ecke.

Vielleicht verstaubt bei dir kein Router in der Ecke, aber vielleicht erlebst auch du, dass Neues dir eher Angst macht als dich begeistert. Eventuell schiebst du diese eine große Entscheidung seit Wochen vor dir her, weil du Angst davor hast, wie sehr dein Leben sich dadurch verändern könnte. Oder eine…

von youthweb

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Wie wir lernen, gnädiger zu sein!

18.02.2026 00:00:00

Viele Konflikte sind längst vorbei – und wirken trotzdem nach. Was gesagt oder getan wurde, verschwindet nicht einfach. Verletzungen werden mitgenommen, im Privaten ebenso wie in öffentlichen Debatten. Fronten verhärten sich, Positionen werden schärfer. Statt aus Fehlern zu lernen und einander zu vergeben, verengen sich Gespräche immer häufiger auf die Suche nach Schuldigen.  

Fabian Vogt ist Theologe, Schriftsteller und Künstler. Er schaut gerne genau hin, wenn es zwischen Menschen kompliziert wird. Und er beobachtet: Unsere Gesellschaft wird spürbar gnadenloser. In seinem Buch „Verzeihen Sie bitte!“ erklärt er, warum uns Vergebung so schwerfällt – und wie wir sie dennoch erlernen können. 
 

ERF: Hast du selbst einmal erlebt, wie sehr Vergebung – oder fehlende Vergebung – ein Leben prägen kann? 

Fabian Vogt: Mir hat zum Beispiel mal eine Frau erzählt, d…

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Warum Neues zuerst skeptisch macht

16.02.2026 00:00:00

Mein Navi schlägt mir eine neue Route vor. „Schneller als die bisherige“, sagt es. Doch ich kenne den alten Weg. Ich weiß, wo ich abbiegen muss. Ich weiß, was mich erwartet. Der neue Weg mag besser sein, aber ich müsste mich auf fremde Wege einlassen – ohne zu wissen, wie es weitergeht. Vielleicht mag ich Neues doch weniger, als ich dachte.

Ich sehne mich nach Neuem, bis es mir begegnet

Ähnlich ist es in unserer Gesellschaft. Einerseits wird Neues gehyped, ob es um ein Auto oder den neusten Kinofilm geht. Andererseits fordert uns Neues heraus. Unsere von der Aufklärung geprägte Denkweise will erklären, verstehen, kontrollieren. 

Aber wenn etwas wirklich neu ist, kann ich es erstmal nicht erklären. Mein Verstand kann es nicht einordnen – und wird skeptisch.

Und da merke ich einen Widerspruch in mir selbst: Ich will Neues, aber bitte so, dass es sich …

von youthweb

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In Ruhe lieben

14.02.2026 00:00:00

Zum Valentinstag denken viele an große Gefühle und besondere Gesten. Doch Liebe lebt nicht vom Dauerfeuer der Erwartungen, sondern von Atempausen. Der folgende Text ist ein Auszug aus „Träume sind wie Segel, Erinnerungen wie Ruder“ von Tomas Sjödin – ein leiser Gedanke darüber, warum Nähe wächst, wenn man einander nicht festhält, sondern ruhen lässt.

Im Laufe der Jahre ist in mir die Überzeugung immer stärker geworden, dass die Kunst, jemanden zu lieben – und das nicht nur heute, sondern auch morgen und übermorgen –, die Kunst ist, sich nicht zu sehr aneinander zu klammern. Es ist etwas Vertracktes mit der Liebe; sobald man versucht, sie zu erzwingen, wirkt man ihrem Wesen entgegen und versperrt ihr damit den Weg. 

Im freien Fall der Liebe

Im Englischen gibt es den Ausdruck falling in love. 

Sich verlieben ist etwas ungemein Schönes, aber das Wort fall (»f…

von youthweb

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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