Wenn Werte krank machen

11.12.2025 00:00:00

Ich liebe Karamell – in allen Varianten. Als Kaubonbon, als knackige Kruste auf dem Crème brulée, als Füllung in der Tafel Schokolade. 

Neulich habe ich mir in einem Schnellrestaurant ein Vanilleeis mit Karamellsoße bestellt. Allerdings wurde mir schon beim ersten Löffel klar: „Puh, das ist zu viel des Guten!“ Pappsüßes Softeis und dann noch klebrige Karamellsoße, das ist eher ein Zuckerschock statt Hochgenuss.

Wie ein Wert zum Problem wird

„Zu viel des Guten“ – eine Redewendung, die ich treffend wie bemerkenswert finde. Übertreibt man es mit dem Guten, wird das Gute ungenießbar.

Das gilt nicht nur beim Essen: Ich erinnere mich an eine Feier bei einer Frau, die gastfreundlich sein wollte und uns regelrecht überschüttete mit ihrer Fürsorglichkeit. Ständig drängte sie dazu, sich doch mehr zu nehmen, karrte immer neue Getränke an, riss das Fenster zum Lü…

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Ein anderer Advent

09.12.2025 00:00:00

Deutschland, 1846. Das Deutsche Kaiserreich befindet sich mitten in einer wirtschaftlichen und sozialen Krise. Wetterbedingte Getreidemissernten und die Kartoffelfäule bedrohen die Existenz vieler Landwirte. Die Ressourcenknappheit lässt die Preise für Grundnahrungsmittel in die Höhe schießen. Viele Arbeiter können sich ein Leben im Deutschen Reich nicht mehr leisten. 

In dieser Zeit spielt die historische Weihnachtsgeschichte „Hoffnungssterne am Adventsbaum“ von Brigitte Liebelt. 

Ein Leben ohne Perspektive

Für die 17-jährige Anna Wagner gibt es keine berufliche Zukunft. Sie hilft ihrer Mutter im Haushalt und bei Näharbeiten, während ihr Vater als Tagelöhner auf dem Feld arbeitet. Das Geld der Familie wird immer knapper. 

Mit ihrem Freund Paul schmiedet Anna einen Plan: Sie wollen gemeinsam nach Amerika auswandern. Dort soll das Leben besser sein. Doch Karl Wagner l…

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Innere Landkarten

06.12.2025 00:00:00

Manchmal vermisse ich die Zeit, bevor es Navis gab. Was hatten wir damals für abenteuerliche Fahrten quer durch Deutschland, bei denen ich mit dem dicken Straßenatlas auf dem Schoß als Beifahrerin navigiert habe! Aufmerksam haben wir damals jedes Schild studiert und Straßennamen mit der Karte im Atlas abgeglichen. Am Ziel anzukommen war damals jedenfalls aufregender. Und Lametta gabs früher auch mehr.

Wohlgemerkt, wahrscheinlich sind diese Old-School-Fahrten in meiner Erinnerung schöner, als sie in der Realität waren. Das Navigieren mit der Karte war damals deutlich stressiger als das Fahren mit dem Navi heute. 

Trotzdem studiere ich immer noch gern Landkarten, denn auf ihnen lässt sich entdecken, was sich links und rechts von meinem Weg befindet: Hier eine schöne Aussicht, da eine historische Ruine! Eben all jenes, an dem mich mein Navi kommentarlo…

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Weihnachtswunder im Alltag entdecken

04.12.2025 00:00:00

Es ist Anfang Dezember und damit startet der Spagat zwischen vorweihnachtlichem Stress und der Sehnsucht nach Ruhe. Jedes Jahr aufs Neue grüble ich nicht nur über Adventskalender und Geschenkideen, sondern frage mich: Wie möchte ich den Advent verbringen?

Damals war es in meiner Familie Tradition, dass wir uns an den Adventssonntagen mit Plätzchen und Kakao auf das Sofa gekuschelt haben. Mein Vater hat dann eine Geschichte aus einem Weihnachtsbuch mit vielen kleinen Geschichten vorgelesen. Ich habe es geliebt ihm zuzuhören und oft waren das für mich die schönsten Stunden in der ganzen Weihnachtszeit. 

An diese gemütlichen Momente meiner Kindheit habe ich mich zurückerinnert, als ich in dem Buch „Wundervolle Weihnachtszeit. Wahre Geschichten mitten aus dem Leben“ von Delia Holtus geblättert habe. 

Weihnachten muss nicht perfekt sein 

Dieses…

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Meine Bedürfnisse, deine Bedürfnisse

02.12.2025 00:00:00

  • Die Gewaltfreie Kommunikation fußt auf Empathie, Klarheit und Wertschätzung.
  • In der GFK vermeiden wir Anklagen und Vorwürfe und äußern stattdessen Wünsche, Bitten und Bedürfnisse in Ich-Botschaften.
  • 4 Schritte helfen, die Gewaltfreie Kommunikation umzusetzen: 1. Situation beobachten und Beobachtungen schildern, 2. meine eigenen Gefühle und Gedanken schildern, 3. meine Bedürfnisse in der Situation klären und äußern, 4. eine Bitte an den anderen formulieren, frei von Anklage und Druck.
  • Die Gewaltfreie Kommunikation muss man einüben, am besten klappt es, wenn beide Parteien mitmachen.
     

Vielleicht kennst du das? Schon wieder ist ein Konflikt eskaliert. Ich bin generell ein friedensliebender Mensch, aber wenn andere meine Bedürfnisse wie Bulldozer überrollen, sehe ich schon mal rot. Dann werde ich zur Drama Queen, wie mein Mann es mal scherzhaft, mal …

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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