Liebst du schon deinen Feind?

09.03.2026 00:00:00

„Ich hasse dich!“ Wenn die hübsche Heldin diesen Satz wütend dem unnahbaren Mr. Right zuwirft, schlägt mein Herz höher. Sobald es um Liebesgeschichten geht, fahre ich voll auf „Enemies to Lovers“ ab. So nennt man es im Fachjargon, wenn zwei Menschen, die sich zu Beginn spinnefeind sind, am Ende verliebt in den Sonnenuntergang reiten.

Können aus Feinden Liebende werden?

Ob Klassiker wie „Der Widerspenstigen Zähmung“ und „Stolz und Vorurteil“ oder moderne Adaptionen wie „10 Dinge, die ich an dir hasse“ oder „Bridget Jones“, der Reiz liegt in der Idee, dass aus Feinden Liebende werden. Eine schöne und irgendwie sogar biblische Idee, die im realen Leben jedoch oft keinerlei Substanz hat.

Schon in „Stolz und Vorurteil“ braucht die taffe Miss Bennet lange, um Mr. Darcys abfällige Worte über sich und ihre Familie zu verzeihen. Viele Monate nährt sie diese Kränku…

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Wenn Filme nachwirken

07.03.2026 00:00:00

In meiner Kindheit haben meine Eltern bei manchen Filmen gespult. Nicht oft, aber bei bestimmten Szenen. Als Kind fand ich das nervig. Ich wollte ja wissen, was da passiert. Damals fühlte es sich nach Einschränkung an. Heute weiß ich: Meine Eltern wollten nicht meine Neugier bremsen, sondern mein Inneres schützen. 

Später habe ich vieles selbst geschaut: Filme, Serien, Geschichten aller Art. Erst mit etwas Abstand habe ich gemerkt: Manche Bilder gehen nicht einfach vorbei, wenn der Film endet. Sie bleiben – manchmal länger, als mir lieb ist. 

Wenn Bilder bleiben 

Eine Szene aus einem Film hat sich mir besonders eingeprägt – eine Szene, in der eine Gestalt erst beherrscht wirkt und dann in eindringlichen Bildern ihre ganze Dunkelheit entfaltet. Nachdem ich sie gesehen hatte, ist erst einmal nichts passiert. Doch irgendwann kam sie nachts wieder – nicht…

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„Keiner will freiwillig Krieg!“

06.03.2026 00:00:00

Seit Ende Februar hält die Welt den Atem an. Der neu ausgebrochene Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran beherrscht die Nachrichten. Einige Menschen erhoffen sich durch den Angriff auf das Mullah-Regime eine politische Veränderung im Iran. Andere müssen in Bunker fliehen, so etwa die Menschen in Israel.

Benjamin Funk, Copyright ERF
Benjamin Funk, Korrespondent für Fokus Israel (Copyright ERF).

Zu ihnen zählt Benjamin Funk mit seiner Familie. Er lebt im Norden Israels in der Nähe vom See Genezareth und ist unter anderem Korrespondent für Fokus Jerusalem. Er berichtet von der Lage vor Ort und davon, was ihm persönlich Zuversicht gibt.

ERF: Was bedeutet der Angriff auf den Iran für die Menschen in Israel? 

Benjamin Funk: Konkret bedeutet das wirklich ein Leben im Ausnahmezustand und das über Wochen. Die Raketen, die aus dem Iran auf Israel abgeschossen werden, zielen nicht n…

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„Ich war das Kind und doch die Erwachsene“

04.03.2026 00:00:00

Es ist ein ganz normaler Mittwoch. Ich bin zehn Jahre alt und komme gerade aus der Schule nach Hause. Ich stecke den Schlüssel in die Haustür und ohrenbetäubende Stille schlägt mir entgegen. Mein Herz schlägt schneller. Heute ist also wieder ein schlechter Tag, denke ich.   

Ich koche etwas, räume das Haus auf und wasche die Wäsche. Ein paar Stunden später kommt er hoch. Er schaut mich mit seinem traurigen Blick an. Nach einigen stillen Sekunden dreht er sich um und geht die Stufen der Treppe wieder hinunter, als gäbe es mich und die Verantwortung, die er hier eigentlich trägt, nicht.  

Mein Vater hat sich nicht um mich gekümmert, sondern ich mich um ihn. In meinem Leben gab es schon früh diesen Rollenwechsel. Ich konnte nicht einfach Kind sein, sondern trug viel Verantwortung. …

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Unerwartet den Halt verloren?

02.03.2026 00:00:00

2022 fuhr ich für einige Tage allein zum Wandern in den fränkischen Teil der Rhön. Am ersten Tag meines Aufenthalts schnürte ich die Wanderschuhe, verteilte die Sonnencreme großzügig und packte Wasser in meinen Rucksack. Online hatte ich mir schon eine Route ausgesucht – knappe 20 Kilometer mit etwa 300 Höhenmetern. Ich freute mich darauf, etwas von der Landschaft zu sehen und mit Musik im Ohr durch die Gegend zu streifen. Doch es kam anders.

Schon bei der Anfahrt auf den angegebenen Parkplatz stellte ich fest, dass sich hier etwas verändert haben musste. Auf dem ersten Teil meines Wanderpfades stand eine große Hotelanlage. Ich machte also erstmal einen Bogen drumherum, doch danach wurde meine Wanderlaune gleich noch einmal gedämpft: Meine Route führte mich direkt vor einen Zaun. Ich beschloss, am Zaun entlangzugehen, um womöglich einen Eingang zu finden. 

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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