Mir ist das zu viel!

22.01.2026 00:00:00

Monatelang quälte mich das schlechte Gewissen: Ich hatte zugesagt, ein kleines Anspiel für einen guten Zweck zu schreiben. Eine Organisation, die sich für Gewaltprävention einsetzt, wünschte sich Theaterszenen, um das Thema für Kinder nachvollziehbarer zu machen. Super Sache! Ich habe mich richtig geehrt gefühlt, dass man mich als unerfahrene Autorin darum bittet. 

Aber ich steckte mitten in den Uni-Prüfungen, hatte privat viel um die Ohren und faktisch keine Kapazitäten für das umfangreiche ehrenamtliche Projekt. Nun schämte ich mich in Grund und Boden, weil ich nach Monaten kein einziges Wort getippt hatte. Es war mir einfach zu viel. Warum hatte ich überhaupt zugesagt? Nun, da war natürlich der gute Zweck, den ich gerne unterstützen wollte. Aber war das wirklich der Hauptgrund?

In der Werkstatt-Folge aus dem Podcast „Homemade Stress“ erklärt Burn…

von youthweb

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Wenn Gott „Jetzt!“ sagt

19.01.2026 00:00:00

Wer in diesen Tagen das Fitnessstudio betritt, sollte Wartezeit an den Geräten einplanen. In den ersten Monaten des Jahres erfolgen in den Muckibuden dieses Landes etwa 50 Prozent mehr Neuanmeldungen als in den übrigen 11 Monaten. Und auch in den Einkaufswägen lässt sich ein Trend erkennen. Die Nachfrage nach Gemüse und eiweißhaltigen Lebensmitteln steigt, während die Nachfrage nach Alkohol deutlich abnimmt.

Doch dann schreitet das Jahr voran und die Zahlen gleichen sich dem Niveau der letzten Monate des Vorjahres an – und das schneller als gedacht. Bereits Mitte Januar erklären 80 Prozent der Deutschen ihre Neujahrsvorsätze als gescheitert. Das ist mehr als schade: Denn ein Neustart ist nicht nur oft wünschenswert, sondern manchmal unumgänglich.

(Zu) ambitionierte Ziele?

Aber wieso scheitern diese Neuanfänge so häufig? Ich denke, weil wir dazu neigen, un…

von youthweb

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Traumasensibel vom Glauben reden

17.01.2026 00:00:00

Ein Gedankenspiel am Anfang. Eine liebe und herzensgute Dame aus der Gemeinde liebt es, am Samstag Traktate in der Fußgängerzone zu verteilen. Diese benennen die Wahrheit – so sagt sie – „klar und deutlich“: „Kehre um zum Herrn Jesus, der dich liebt und alles für dich getan hat. Du bist sonst ewig getrennt von Gott, wenn du dieses Angebot nicht annimmst, wirst du auf ewig Qualen erleiden.“

Wie wirken solche Sätze auf einen Menschen, der in seinem Leben Schweres, ja Traumatisierendes erlebt hat? Der emotionale, körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren hat? Als Christen haben wir die beste Botschaft der Welt. Davon bin ich überzeugt. Doch wie können wir so davon reden und auch Gottesdienst feiern, dass die frohe Botschaft auch für traumatisierte Menschen wirklich froh machend ist?

Als Christen haben wir die beste Botschaft der Welt. Doch wie können wir so d…

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140 Kilometer Vertrauen

14.01.2026 00:00:00

Eigentlich bin ich ein beständiger Typ. Ich mag es, wenn mein Leben in gewohnten Bahnen verläuft. Abenteuer abseits der Wegstrecke – ja, aber bitte mit überschaubarem Risiko. Doch einmal war ich wagemutig, nahezu verwegen, und habe einen völlig neuen Pfad gewählt.

Mein Mann und ich standen nach unseren ersten zwei Ehejahren an einer entscheidenden Weggabelung in unserem Berufsleben. Ich war fertig mit dem Studium und auf der Suche nach einer Stelle. Mein Mann hatte seine erste befristete Stelle beendet und wünschte sich eine Veränderung im Job. Wir bewarben uns und bekamen je eine Zusage: Er für eine Weiterbildung in Köln, ich für ein redaktionelles Volontariat im ERF in Wetzlar. Der einzige Haken an der Sache: Zwischen Köln und Wetzlar liegen rund 140 Kilometer.

Ein weiter, langer Weg 

Was nun? Der Weg würde nicht nur weit, sondern auch lang werden. …

von youthweb

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Noch mal ein halbes Leben „on top“

09.01.2026 00:00:00

„Gratulation oder Beileid?“ Diese Frage ereilt mich in den letzten Monaten öfter. Dankenswerterweise meist mit einem Augenzwinkern. Denn im August 2025 bin ich systembedingt in die „Regelaltersrente“ gerutscht, ganz automatisch. 

Die meisten, die ich treffe, assoziieren damit immerhin noch den Begriff „Ruhestand“. Das klingt freundlicher und souveräner. Das Wort „Rentner“ müffelt für mich immer ein bisschen. Für andere ist das anders: Ich erinnere mich noch gut an eine pfiffige Ex-Kollegin, die mir schon vor Jahren wie ein Verkündigungsengel zurief: „Andreas, werde Rentner! Ich genieße das richtig.“ 

In diesem Moment wollte ich genau das, was sie hatte – endlich raus aus dem Hamsterrad. Denn neben Spaß und sinnstiftender Erfüllung war im Beruf natürlich auch ganz viel Zwang und Druck dabei.

Ehrliche Debatte über das Alter gefragt

Das hört derzeit m…

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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