Ein Gott, der mit Frauen redet

26.09.2026 00:00:00

Asal aus dem Nahen Osten ist gerade einmal 14 Jahr alt, als sie heiratet. In dem Umfeld, in dem sie aufwächst, vermittelt man ihr immer wieder, dass es Frauen nicht zusteht, gewisse Freiheiten zu genießen. Asal erlebt, dass es nicht nur für kleine Mädchen normal ist, erst ihre Väter und Brüder um Erlaubnis zu fragen, bevor sie zum Friseur gehen. Nein, in ihrem Umfeld ist es vielmehr ganz natürlich, dass auch ältere Frauen Entscheidungen nicht alleine treffen und vor allem nicht allein reisen.

Wie Asal geht es vielen Zuhörerinnen der TWR Programme im Nahen Osten. Eine andere Zuhörerin fasst in einem Brief sehr treffend zusammen, wie viele Frauen ihre Situation empfinden:

Ich bin eine Frau von 20 Jahren und ich weiß genau, wäre ich als Mann geboren, hätte das mein Leben viel einfacher gemacht. Meine Ängste halten mich ständig davon ab, meinen Träumen zu folge…

von youthweb

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Kein Punkt. Fragezeichen?

23.09.2026 00:00:00

Es gibt eine Vorstellung vom ewigen Leben, die ich ganz schaurig finde: Bis in alle Ewigkeit sitzen wir irgendwo auf einer Wolke und gucken einen Thron an. Fertig.

Ich glaube, ich würde das vielleicht ein paar Minuten lang mitmachen. Dann aber würde das Füßewippen und Fingerknibbeln losgehen – vorausgesetzt, dass ich in der Ewigkeit überhaupt noch Füße und Finger hätte. Das ist ja nicht so ganz klar. Klar ist mir aber jetzt schon: Auf Wölkchen hin- und herschiffen und Herrlichkeit anschauen klingt in meinen Ohren furchtbar langweilig. So will ich meine Ewigkeit nicht verbringen.

Aber so wird es wohl ohnehin nicht sein. Langeweile gibt es nur im Rahmen der Zeit, die in der Ewigkeit per Definition nicht mehr funktioniert. Da ich aber nur in zeitlichen Dimensionen denken kann, kann ich mir die Ewigkeit nicht vorstellen. Das möchte ich aber gerne können! Und da läuft me…

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Gib mir alles, nimm mir alles?

17.09.2026 00:00:00

Sonntag, 9:40: Die Lobpreisband tritt auf die Bühne. „Du bist größer als mein Groß und das mag ich an dir“, geht es los. Ich schlucke und denke an das Toilettentraining mit meinen Töchtern. Weiter geht es mit „Lege deine Sorgen nieder in meine Hand.“ 400 Anwesende singen – ja, wem eigentlich – zu, dass die Sorgen „bei mir“ sicher aufgehoben sind. Es folgt „Alles, was mir wertvoll war, bedeutet mir nichts mehr…“, „Egal was du mir nimmst…“ und „Du stillst all meine Sehnsucht…“.

Leider habe ich zunehmend Schwierigkeiten, in der Gemeinde aus vollem Herzen mitzusingen. Auf der einen Seite geht es in einem auffälligen Teil des populären Gemeindeliedguts um mich und meine Bedürfnisse. Meine Ängste, Sorgen und Sehnsüchte stehen im Vordergrund, und Gott ist da, um sie zu stillen. Gott, die Seelenstreichler-Wunschmaschine.

Ich kann das nicht singen

Auf der anderen Seite st…

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Ich mag keinen Lobpreis

14.09.2026 00:00:00

Ich mag keinen Lobpreis.

So, jetzt ist es raus. Es fühlt sich an wie ein Geständnis: ungehörig, aber auch erleichternd. Denn Christsein und Lobpreismusik, das gehört doch zusammen wie Topf und Deckel – oder? Dann bin ich wohl leider der Topf, auf den kein Deckel richtig passt.

Schon als Kind habe ich nie gerne mitgesungen oder gar geklatscht. Nach der Grundschule wird man normalerweise auch nicht mehr dazu genötigt, es sei denn, man wird Christ. Denn es gibt kaum eine christliche Zusammenkunft, bei der nicht gleich zu Beginn die Gitarre ausgepackt und gesungen wird. Da muss man erst mal durch.

Viele Menschen lieben Lobpreis und ihnen geht dabei das Herz auf – das verstehe ich völlig. Nur leider neigen manche von ihnen dazu, ihr Empfinden zu verallgemeinern, ganz nach dem Prinzip: Was mich in …

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Darf ich auf Gott wütend sein?

09.09.2026 00:00:00

Buchcover "Nicht heil. Und doch ganz"
Buchcover „Nicht heil. Und doch ganz“ (Copyright: Neukirchener Verlagsgesellschaft)

Vor Gott echt sein, ihm ehrlich meine Wut zeigen, auch meine Wut auf ihn? Geht das? Darf ich das? Und wie setze ich hier an. Zu diesen und anderen Lebens- und Glaubensfragen hat sich Judith Beständig in ihrem Buch „Nicht heil. Und doch ganz: 52 ehrliche Texte über Brüche, Zweifel und neue Stärke“ Gedanken gemacht. Ganz authentisch, ganz echt und alltagsnah.

Aus ihrer eigenen Erfahrung gibt sie unter anderem Tipps, wie sie mit ihrer Wut zu Gott kommt. Wir veröffentlichen mit freundlicher Genehmigung der Neukirchener Verlage einen Auszug aus ihrem Buch.

Warst du schon mal wütend auf Gott? Ja? Nein? Darf man das eigentlich?

Wut hat meiner Meinung nach einen ziemlich schlechten Ruf. Spontane Bilder, die ich im Kopf habe, sind z.B. ein ca. 3-jähriges Kind, das im Supermarkt schreiend…

von youthweb

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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