© Beate Stuke / ERF
Ohne sie läuft nichts – wortwörtlich. Die Abteilung Infrastruktur sorgt dafür, dass der Arbeitsalltag im ERF reibungslos funktioniert. Ob IT, Gebäudetechnik, Logistik, TV-Planung und sogar die Kaffeemaschine: Das 17-köpfige Team sind die unsichtbaren Möglichmacher im Hintergrund.
Doch was genau passiert in dieser Abteilung, welche Herausforderungen gibt es und welche Projekte stehen in 2025 auf der Agenda? Wir haben mit Hendrik Stahl, dem Unit Lead der ERF Infrastruktur, gesprochen und einen Blick hinter die Kulissen geworfen.
ERF: Hendrik, im ERF leitest du den Bereich Infrastruktur. Bist du privat ein ordnungsliebender Mensch?
Hendrik Stahl: Auf den ersten Blick bin ich ein ordentlicher Mensch. Meine Wohnung ist aufgeräumt – aber die Schubladen?! Briefe werden erst mal geöffnet und gestapelt. Es kann durchaus etwas dauern, bis sie ordentlich abgeheftet sind.
ERF: Im Begriff Infrastruktur steckt das Wort Struktur. Bist du der „Ordnungshüter“ im ERF?
Hendrik Stahl begann 2009 in der ERF IT als gelernter Anwendungsentwickler. Heute leitet er als Unit Lead die ERF Infrastruktur und verantwortet mit 17 Mitarbeitenden einen großen Aufgabenbereich.
Hendrik Stahl: So habe ich mich bisher nicht gesehen, aber für eine gewisse Ordnung sorgen wir schon. Alles, was man im ERF anfassen kann, fällt in unseren Bereich: Gebäude- und Studiotechnik, TV-Planung, IT, Fuhrpark, Außenanlagen, Catering, Logistik … Die Liste ist lang! Wir sorgen täglich für frischen Kaffee, eine Auswahl an Frühstück und Mittagessen, kühle Büroflächen im Sommer und warme im Winter. Ebenfalls wichtig: Toilettenpapier sollte immer in ausreichender Menge vorhanden sein.
Mein Team und ich verstehen uns als hausinterne Dienstleister, damit die Kolleginnen und Kollegen ihren Job bestmöglich erledigen können – weil alles funktioniert. Wenn niemand merkt, dass wir da sind, haben wir alles richtig gemacht.
ERF: Was erwartet dich und dein Team, wenn ihr morgens zur Arbeit kommt?
Hendrik Stahl: Wir sind ein Team von 17 Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Für jeden läuft der Arbeitstag ein bisschen anders ab. Was uns alle eint, ist der Servicegedanke: Wir wollen dafür sorgen, dass alles funktioniert.
Zwei Beispiele: Wenn ein Kollege Probleme mit seinem PC hat, reparieren wir ihn oder tauschen ihn aus. Das ist direkte Hilfe. Gleichzeitig arbeiten wir im Hintergrund an Dingen, die kaum jemand bemerkt, wie etwa der Cybersicherheit: Wir schützen unsere Systeme vor Angriffen aus dem Internet. Auch die Aufnahmeleitung der TV-Produktionen von ERF Mensch Gott und ERF Jess Talkwerk liegt in unseren Händen. Die dazu notwendige Technik warten wir regelmäßig – auch das geschieht im Hintergrund.
Mein Team und ich verstehen uns als hausinterne Dienstleister, damit die Kolleginnen und Kollegen ihren Job bestmöglich erledigen können.
ERF: Provokant gefragt: Was würde passieren, wenn dein Team plötzlich nicht mehr da wäre?
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Hendrik Stahl: Wenn wir für kurze Zeit ausfallen, würde das nicht großartig bemerkt werden. Aber nach ein, zwei Wochen könnte es problematisch werden. Es ist wie beim Blumengießen: Ein Tag ohne Wasser richtet in der Regel keinen großen Schaden an. Gießt man aber länger nicht, ist „der Tod im Topf“. Oder wie bei benutztem Geschirr: Überlässt man das zu lange sich selbst, wird es im wahrsten Sinne des Wortes „haarig“.
ERF: Welche „haarigen“ Momente gab es schon in deiner Arbeit und wie habt ihr sie gelöst?
Hendrik Stahl: Gott sei Dank passieren selten größere Katastrophen. Aber ein paar unangenehme Situationen hatten wir schon: Ein Rohrbruch in unserer Straße führte dazu, dass wir eine Zeit lang kein fließendes Wasser im Haus hatten. Die Heizung streikt hin und wieder oder es „ruckelt“ in der IT, zum Beispiel bei Sendeausfällen.
Für solche Notfälle haben wir einen Bereitschaftsdienst und gut ausgebildete Fachkräfte im Team, die schnell und kompetent weiterhelfen.
Das ist unser besonderes Kennzeichen: Wir arbeiten flexibel und finden kreative Lösungen.
ERF: Erfolge feiern gehört auch dazu! Was war der schönste Moment für dich und dein Team?
Hendrik Stahl: Der Start unseres Caterers, das wurde gefeiert! Die Herausforderung war, einen Partner zu finden, der sich auf täglich schwankende Mitarbeiterzahlen und ein limitiertes Budget einlässt. Nach langer Suche haben wir die Lebenshilfe als Anbieter gefunden. Wir sind sehr zufrieden mit dem Miteinander und der Qualität. Besonders schön: Die Mitarbeitenden mit Einschränkungen sind durch Ihren Einsatz bei uns auf dem ersten Arbeitsmarkt.
ERF: Ein großes Thema heutzutage ist Nachhaltigkeit. Das ist auch ein Unternehmenswert des ERF. Wie setzt ihr das in der Infrastruktur um?
Hendrik Stahl: Das neue ERF Medienhaus ist energetisch auf dem neuesten Stand und hat eine Photovoltaikanlage. Sie produziert an sonnigen Tagen mehr Strom, als wir verbrauchen. Wir arbeiten nahezu papierlos im Haus und unser Tee ist Fairtrade-zertifiziert. Nachhaltigkeit ist uns wichtig, auch wenn wir dabei immer die Kosten im Blick behalten müssen.
ERF: Was steht für 2025 auf eurer Agenda?
Hendrik Stahl: Wir haben einiges vor: Die flächendeckende Installation von Windows 11 und die Aktualisierung unserer Redaktionsplanungs- und Speichersysteme. Das sind große Projekte,
die viel Zeit, Ressourcen und Mittel erfordern.
ERF: Vielen Dank für euren Einsatz!
Isabel Neblung
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Quelle: Die stillen Helden hinter den Kulissen