Befreite Dankbarkeit (1)

17.07.2022 00:00:00

 

Sie wird in der Bibel großgeschrieben: die Dankbarkeit. Besonders Gott gegenüber. Doch eine Aussage zum Danken sorgt immer wieder für Missverständnisse. Und dadurch auch für unnötigen Schmerz und Kummer: „Dankt Gott für alles!“ Bedeutet das, dass ich auch für Schweres danken soll? Oder gar für erlittenes Unrecht? Nein, meint der Theologe und Autor Steffen Brack. Er geht den biblischen Aussagen zum Danken nach. Und kommt zu einer gut begründeten Sicht, die eine befreite Dankbarkeit möglich macht.
 

Immer wieder gerne vergessen – Danke sagen

Eine kluge Bauersfrau stellt ihrem Mann und den drei Söhnen zum Mittagessen eine Ladung Heu auf den Tisch. Entgeistert starren die vier breitschultrigen Kerle auf das Heu. Und dann schauen sie die Frau des Hauses verständnislos an. Doch die weiß ganz genau, was sie tut:

„Ach. Ich dachte ihr würdet gar nicht merke…

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Loslassen als Schritt der Befreiung

16.07.2022 00:00:00


„Ich muss loslassen. Ich will nicht und habe das Gefühl, ich kann es auch nicht. Es muss jetzt aber sein!“ – wahrscheinlich kennt jeder diese oder ähnliche Gedanken. Denn Loslassen gehört im Leben unweigerlich zu den Dingen, die ich bewusst lernen muss.

Es fängt mit kleinen Dingen an: wenn ich nicht die Beförderung bekomme, die ich mir gewünscht habe, wenn ein liebgewonnenes Erinnerungsstück kaputt geht oder die Urlaubspläne platzen.

Doch richtig schmerzvoll wird es bei den großen Verlusten in meinem Leben: Loslassen muss ich, wenn ich erwachsen werde und mich vom Elternhaus trenne oder wenn sich ein lang ersehnter Traum nicht erfüllt. Loslassen muss ich auch, wenn ein geliebter Mensch von mir geht oder eine Krankheit meine Gestaltungsmöglichkeiten einschränkt.

Dieses Loslassen ist mit Schmerzen verbunden. Ich muss mich an ein Ereignis oder eine Situatio…

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Kinder brauchen Freiräume

15.07.2022 00:00:00


Das kleine blaue Fahrrad wackelte und schlingerte. Mein Sohn klammerte sich am Lenker fest, trat eifrig in die Pedale und blickte konzentriert geradeaus. Er fühlte sich sicher, denn Papa rannte ja hinter ihm her und hielt den Gepäckträger fest, damit das Rad nicht umfiel. Dachte er. Tatsächlich hatte Papa losgelassen. Als der Kleine begriff, dass er ganz alleine Rad fuhr und es konnte, breitete sich ein Strahlen auf seinem Gesicht aus. Wir freuten uns mit ihm und genossen seinen Stolz. Aber das war nur möglich, weil wir ihn losgelassen haben.

Natürlich hätte er das Gleichgewicht verlieren und hinfallen können. Er hätte sich verletzen können und wir wären mit ihm darüber traurig gewesen. Radfahren lernen Kinder aber nur, wenn man sie loslässt. Wenn man in Kauf nimmt, dass sie fallen. Sie müssen es allein schaffen.
 

Wer klettert heute noch auf Bäume?

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Früherer Synagoge droht Abriss

15.07.2022 00:00:00

 

Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal, Freispruch in Sachen Kirchenasyl für Ordensschwester, Schutz für frühere Synagoge, Furcht vor Zunahme religiöser Intoleranz in den USA und positive Halbzeitbilanz der Passionsspiele in Oberammergau. Damit herzlich willkommen zum Freitagstalk der ERF Aktuell Redaktion, am Mikrofon Andreas Odrich. Die Themen zusammengestellt hat Katja Völkl.


ERF: Gestern vor einem Jahr kam es in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu einer schweren Flutkatastrophe. Dabei starben mehr als 180 Menschen. Vertreter aus Politik, Kirchen und Hilfsorganisationen haben gestern gemeinsam mit Betroffenen der Opfer gedacht, unter anderem zusammen mit dem Bundespräsidenten.

Katja Völkl: Frank-Walter Steinmeier würdigte vor allem das Engagement und Durchhaltevermögen der Menschen in den Flutgebieten. Außerdem rief…

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Einsatz für andere ist gelebter Glaube

14.07.2022 00:00:00


„Weil sie wegen der Menge keinen Zugang fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hinunter mit dem Bett mitten unter sie vor Jesus. Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben.“ (Lukas 5,19-20)
 

Im 5. Kapitel des Lukasevangeliums wird in wenigen Versen eine sehr interessante Begebenheit berichtet. Da erdreisten sich ein paar Männer, mitten in eine Veranstaltung zu platzen, um einen Kranken vor Jesus zu bringen. Sie scheuen offenbar keine Mühe, das zu tun, denn schließlich müssen sie dafür einen Gelähmten auf ein Dach bugsieren um ihn dann – möglichst ohne ihn noch schwerer zu verletzen – von dort aus vor die Füße Jesu schweben zu lassen. Ganz schön kreativ, was sie sich da einfallen lassen.
 

Die Geschichte auf den ersten Blick

Es geht darum, dass Jesus dem Kranken hilft, klar…

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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