Schluss mit Rastlosigkeit

04.11.2022 00:00:00


„Ganz gut, es ist gerade nur viel los“ – diese Antwort kennt wohl jeder. Auch ich benutze diesen Satz oft. Eigentlich finde ich ihn auch gar nicht so schlimm, denn ich bin gerne „ausgebucht“.  Ich bin gesellig und spontan. Mit Menschen zusammen zu sein macht mir Spaß. Ich mag es, wenn ich etwas zu tun habe und das Leben mit all seinen Facetten und Möglichkeiten auskosten kann.

Zu viele Termine

Dabei bringe ich mich aber auch oft in die Situation, dass ich zu viele Termine an einem Tag erledigen will. Und wenn ich ehrlich bin, erwische ich mich von Zeit zu Zeit dabei, dass mir bei diesem Lebensstil schleichend die Kraft ausgeht – mal körperlich und mal emotional. Grund dafür ist nicht, dass ich gerne aktiv bin. Sondern, dass ich aus den Augen verliere, mein bewusstes „Ja“ und „Nein“ zu Terminen und Möglichkeiten zu geben. Ich handle über meine Kapazitäten…

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Brasilien – ein gespaltenes Land?

04.11.2022 00:00:00

 

Gaskrise, Inflation und Teuerung: reichen die von Bund und Ländern in dieser Woche beschlossenen Entlastungen aus? Der Wahlkampf in Brasilien war hitzig – wie findet das Land wieder zusammen? Am Sonntag beginnt die EKD-Synode in Magdeburg, auf der Tagesordnung stehen Themen wie Klimaschutz und sexualisierte Gewalt. Über das und mehr sprechen im Freitagstalk der ERF Aktuell-Redaktion David Sander und Regina König.
 

Sozial ungerecht

ERF: Regina, am Mittwoch haben sich Bund und Länder auf weitere Entlastungen für Privathaushalte und Unternehmen geeinigt. Die Diakonie Deutschland ist aber nicht damit zufrieden.

Regina König: Nein, Diakonie-Präsident Ulrich Lilie findet die geplanten Entlastungen „sozial ungerecht“. Insbesondere kritisiert er, dass der Staat im Dezember für alle Bürgerinnen und Bürger die Gasrechnung bezahlt. Somit auch für Millionäre. D…

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Taktisches Lob

03.11.2022 00:00:00


Als Schülerin machte ich einen Vorbereitungslehrgang für mein Austauschjahr in den USA. Dabei gab es eine komplette Unterrichtseinheit zum Thema „Loben und Komplimente“. Das fand ich merkwürdig. Für den Amerikaner, der das Thema hielt, war das jedoch essenziell. Loben und Komplimente gehören unbedingt zum amerikanischen Alltag dazu, erklärte er.

Was dann kam, war für uns Jugendliche ausgesprochen peinlich. Wir wurden durch den Raum geschickt und mussten uns gegenseitig Komplimente machen. Es gab eine Menge Herumdrucksen („Äh … du hast ein … äh … schönes Hemd an.“). Wir waren darin einfach nicht geübt. In der deutschen Kultur werden Komplimente und Lob nicht mit der Gießkanne verteilt, sondern eher mühevoll aus der Tube gedrückt.

Das muss man nicht bewerten. Ich schätze zwar die sprichwörtlich schwäbische Variante („Ned gschimpfd isch gnug globd“) nicht, …

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Eine Pause entfernt

02.11.2022 00:00:00


Ich schätze die Ruhe am Morgen. Ich mag das Durchatmen am Abend. Und doch erlebe ich die Ruhe in meinem Leben vor allem als: umkämpft. Ich lege viel zu selten mein Handy zur Seite. News interessieren mich schon aus beruflichen Gründen. Effektivität und der Gedanke, etwas leisten zu können, stehen bei mir hoch im Kurs. Ruhe? Mehr Sehnsucht als Erfahrung. Warum also sollte ich etwas über die Ruhe schreiben?

Doch vielleicht bin genau ich der Richtige für diesen Beitrag. Weil ich es wie andere auch so oft nicht hinbekomme. Weil mich die Fragen umtreiben, zu denen ich Antworten suche. Weil ich mit meiner Suche nach Entspannung in bester Gesellschaft bin.
 

Eine Welt, die nicht ausruht

Das zumindest zeigen die gesellschaftlichen Trends. Die Stressstudie „Entspann dich, Deutschland!“ der Techniker Krankenkasse zeigte schon im Dezember 2021, dass sic…

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Zwischen Überforderung und Hoffnung

31.10.2022 00:00:00


„Wie bekomme ich einen gerechten Gott?“, das war die große Frage, die Martin Luther umgetrieben hat. Schaut man sich den damals blühenden Ablasshandel an, dann war das auch die Frage, die seine Zeitgenossen bewegt hat. Die Fragestellung heutiger Menschen, egal ob Christen oder nicht, ist oft eine andere. „Wie bekommen wir eine gerechte Welt?“ – das ist das Anliegen, das viele heute umtreibt. Kein Wunder, angesichts von Klimawandel, Kriegen und der ungleichmäßigen Verteilung von Ressourcen und Rohstoffen.

Martin Luther ist damals innerlich fast an seiner Frage nach einem gerechten Gott zerbrochen. Selbst als Mönch mit seinem geregelten und von Gebeten und Gottesdiensten geprägtem Tagesablauf spürte er, dass sein Leben nicht gut genug ist, um in Gottes Augen gut und richtig zu sein. Ich habe den Eindruck, dass dieser Zustand des „sich ungenügend Fühlen…

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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