„Keiner will freiwillig Krieg!“

06.03.2026 00:00:00

Seit Ende Februar hält die Welt den Atem an. Der neu ausgebrochene Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran beherrscht die Nachrichten. Einige Menschen erhoffen sich durch den Angriff auf das Mullah-Regime eine politische Veränderung im Iran. Andere müssen in Bunker fliehen, so etwa die Menschen in Israel.

Benjamin Funk, Copyright ERF
Benjamin Funk, Korrespondent für Fokus Israel (Copyright ERF).

Zu ihnen zählt Benjamin Funk mit seiner Familie. Er lebt im Norden Israels in der Nähe vom See Genezareth und ist unter anderem Korrespondent für Fokus Jerusalem. Er berichtet von der Lage vor Ort und davon, was ihm persönlich Zuversicht gibt.

ERF: Was bedeutet der Angriff auf den Iran für die Menschen in Israel? 

Benjamin Funk: Konkret bedeutet das wirklich ein Leben im Ausnahmezustand und das über Wochen. Die Raketen, die aus dem Iran auf Israel abgeschossen werden, zielen nicht n…

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„Ich war das Kind und doch die Erwachsene“

04.03.2026 00:00:00

Es ist ein ganz normaler Mittwoch. Ich bin zehn Jahre alt und komme gerade aus der Schule nach Hause. Ich stecke den Schlüssel in die Haustür und ohrenbetäubende Stille schlägt mir entgegen. Mein Herz schlägt schneller. Heute ist also wieder ein schlechter Tag, denke ich.   

Ich koche etwas, räume das Haus auf und wasche die Wäsche. Ein paar Stunden später kommt er hoch. Er schaut mich mit seinem traurigen Blick an. Nach einigen stillen Sekunden dreht er sich um und geht die Stufen der Treppe wieder hinunter, als gäbe es mich und die Verantwortung, die er hier eigentlich trägt, nicht.  

Mein Vater hat sich nicht um mich gekümmert, sondern ich mich um ihn. In meinem Leben gab es schon früh diesen Rollenwechsel. Ich konnte nicht einfach Kind sein, sondern trug viel Verantwortung. …

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Unerwartet den Halt verloren?

02.03.2026 00:00:00

2022 fuhr ich für einige Tage allein zum Wandern in den fränkischen Teil der Rhön. Am ersten Tag meines Aufenthalts schnürte ich die Wanderschuhe, verteilte die Sonnencreme großzügig und packte Wasser in meinen Rucksack. Online hatte ich mir schon eine Route ausgesucht – knappe 20 Kilometer mit etwa 300 Höhenmetern. Ich freute mich darauf, etwas von der Landschaft zu sehen und mit Musik im Ohr durch die Gegend zu streifen. Doch es kam anders.

Schon bei der Anfahrt auf den angegebenen Parkplatz stellte ich fest, dass sich hier etwas verändert haben musste. Auf dem ersten Teil meines Wanderpfades stand eine große Hotelanlage. Ich machte also erstmal einen Bogen drumherum, doch danach wurde meine Wanderlaune gleich noch einmal gedämpft: Meine Route führte mich direkt vor einen Zaun. Ich beschloss, am Zaun entlangzugehen, um womöglich einen Eingang zu finden. 

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Verzeihen Sie bitte!

28.02.2026 00:00:00

Wenn das mit dem Versöhnen doch nur einfacher wäre. Ist es aber nicht! Denn: Wer versöhnt sein möchte, muss normalerweise erst einmal vergeben. Und gerade das fällt vielen zurzeit unglaublich schwer.

Studien zumindest zeigen, dass unser Miteinander immer unversöhnlicher und gnadenloser wird. Und dass wir unschönes Verhalten anderer immer schneller als persönliche Kränkung erleben. Statt über manche Unvollkommenheiten, Ausrutscher und Fehltritte liebevoll hinwegzusehen, kreiden wir sie einander an. Das geht so weit, dass wir Menschen pauschal verurteilen; manchmal bewusst, manchmal eher unbewusst. 

Tatsächlich war die ,Angst vor zunehmendem Hass und Feindseligkeit in der Gesellschaft‘ gerade auf Platz 1 des Sorgenbarometers der Deutschen.

Mehr noch: Es fällt uns auch zusehends schwerer, uns selbst zu vergeben. Woher k…

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Wenn die Gefühle Achterbahn fahren

25.02.2026 00:00:00

Manchmal sind meine Gefühle wie eine Achterbahn: Sie pressen mich mal in diese, mal in jene Kurve – und auf einmal geht es steil bergab. Wenn ich zeitgleich widersprüchliche Gefühle habe, bin ich ihnen oft hilflos ausgeliefert. Es ergeht mir dann wie dem Bonbonmann auf unseren Gemeindefesten.

Der lief früher mit Bonbons beklebt über unsere Gemeindewiese und alle Kinder ihm nach. Bald zerrten rechts, links, vorne und hinten Kinder an ihm, bis er zu Boden fiel und seine süße Last preisgab.

Genauso ist es bei meinen Gefühlen. Da zerrt rechts die Wut an mir, links die Liebe zum anderen und von hinten springt mich die Angst an. Oft gehe ich dabei zu Boden – wie der Bonbonmann beim Gemeindefest. Woher weiß ich, wie ich mich verhalten soll? Welchem meiner Gefühle kann ich trauen? Und warum fühle ich überhaupt so?

Diese Fragen stelle ich mir in solchen…

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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