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Der größte Schatz

erstellt am 18.08.2025 00:00:00

Vor einigen Wochen wurde dem einflussreichen Milliardär Sunjay Kapur eine kleine Honigbiene zum Verhängnis. Der 53-jährige Amerikaner mit indischen Wurzeln verschluckte das Insekt während eines Polospiels und erlitt einen tödlichen Kreislaufkollaps. Die Ärzte waren machtlos.

Wie tragisch. Und zugleich: wie bezeichnend. Da hat man alles Geld der Welt, kann sich Bodyguards und eine gute Gesundheitsvorsorge leisten – und dann kommt ausgerechnet eine Biene dahergeflogen und das Leben ist plötzlich vorbei. Hat Kapur in diesem Moment damit gerechnet? Sicherlich nicht.

Volles Konto, aber arm bei Gott?

Als ich diese Meldung las, musste ich sofort an eine ähnliche Geschichte aus der Bibel denken. Im Lukasevangelium erzählt Jesus von einem reichen Kornbauern, der eine besonders gute Ernte eingefahren hat. All seine Gedanken kreisen darum, wie er sich mit diesem Reichtum ein schönes Leben machen kann.

Der Plan scheint gut durchdacht. Aber Gott sagt zu ihm: „Du Narr, noch in dieser Nacht werde ich dein Leben von dir zurückfordern! Wem gehört dann dein Besitz?“ Jesus schließt mit den Worten: „So steht es mit allen, die für sich selber Besitz aufhäufen, aber bei Gott nichts besitzen“ (Lukas 12,20-21 GNB).

Ich weiß nicht, wie wichtig für Sunjay Kapur sein Reichtum war. Trotzdem frage ich mich, wie viel er letztendlich bei Gott besessen hat. Was mich zu der entscheidenden Frage führt: Was genau ist für Gott eigentlich wertvoll?

Der kostbarste Schatz 

Spontan hätte ich gesagt: Ist doch logisch – innere Werte und gute Taten. Freundlich zu anderen zu sein, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen und großzügig zu sein. Das ist auch nicht verkehrt – werden wir doch in der Bibel immer wieder genau dazu aufgefordert. 

Doch bei weiteren Nachforschungen habe ich erstaunt festgestellt: Der größte Schatz, den wir sammeln können, ist etwas anderes. Und zwar das ewige Leben, das Gott uns anbietet.

Jesus erzählt: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Kaufmann auf der Suche nach kostbaren Perlen. Als er eine außergewöhnlich schöne Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.“ (Matthäus 13,45–46 GNB). Und der Apostel Paulus drückt es so aus: „Ich halte alles für wertlos im Vergleich mit dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen.“ (Philipper 3,8 GNB)

Aber was genau ist dieses „ewige Leben“ eigentlich? Kurz gesagt: Es ist die Zusage, jetzt schon ein erfülltes Leben mit Gott zu beginnen – und dass diese Verbindung auch über den Tod hinaus nie abreißt. 

Es ist kein Lottogewinn oder zufälliger Fund, sondern ein Geschenk von Gott. Er schenkt es jedem, der sein Leben in Gottes Hand legt und auf Jesus vertraut. In der Bibel heißt es: „Und das ewige Leben bedeutet, dich zu erkennen, den einzigen wahren Gott, und den zu kennen, den du gesandt hast: Jesus Christus“ (Johannes 17,3 GNB).

Dieses neue und ewige Leben ist der größte Schatz, den wir haben können. 

Unseren Schatz vermehren

Nun komme ich zu meinem ersten Gedanken zurück. Denn tatsächlich können wir unseren Schatz schon heute vermehren. Konkret wird dies unter anderem in einer Ermahnung an die Reichen beschrieben: „Sie sollen Gutes tun, freigebig sein und ihren Reichtum mit anderen teilen. Auf diese Weise sammeln sie sich einen sicheren Schatz für die Zukunft an und gewinnen das wahre Leben“ (1. Timotheus 6,18-19 GNB).

Jesus meint mit dem Gleichnis vom reichen Kornbauern wohl genau das: dass wir das sammeln sollen, was vor Gott Bestand hat, nicht das, was uns wertvoll erscheint. Das heißt nicht, dass irdischer Reichtum falsch ist. Die Bibel lehnt Besitz nicht ab – manchmal schenkt Gott ihn sogar, wie bei König Salomo. 

Aber wir werden ermutigt, unsere Prioritäten richtig zu setzen: Geld und Erfolg dürfen nicht das Wichtigste im Leben sein. 

Wirklich reich ist, wer das sammelt, was bei Gott wertvoll ist. Es ist ein Schatz, der mit keinem Geld der Welt erkauft werden kann und den auch ein plötzlicher Tod nicht zerstören kann.

Ich wünsche es Sunjay Kapur, dass er diesen Reichtum besessen hat. 

Theresa Folger


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Quelle: Der größte Schatz

von youthweb

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