Gedemütigt, geschlagen, würdelos

25.03.2024 00:00:00

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, in dem mir zum ersten Mal bewusst geworden ist, wie es sein muss, wenn einem Menschen jegliche Würde genommen wird. Ich las gerade den inzwischen vergriffenen historischen Roman „Geschrieben im Wind“ von Judith Pella. Darin wird der russische Arzt und Christ Aleksei entweder von den Nazis oder dem russischen Geheimdienst während des Zweiten Weltkrieges gefangen genommen. Die Details sind mir entfallen.

Aber ich erinnere mich an das Entsetzen, das ich verspürte, als die Autorin beschrieb, wie dieser willensstarke Mann durch Folter und Drogen innerlich gebrochen wurde. Ich habe mich gefragt: Was bleibt von einem Menschen, wenn er derart von anderen behandelt wird? 

Die Würde eines Menschen wird so leicht zerstört 

Im Deutschen Grundgesetz heißt es, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Ich bin dankbar, da…

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Ester: Topmodel für Gott

24.03.2024 00:00:00

Das Buch Ester spielt zur Zeit des persischen Königs Xerxes, der das persische Weltreich von 486-465 v.Chr. regierte. Damals lebte ein großer Teil des jüdischen Volkes nicht mehr im Gelobten Land, sondern in der Diaspora in Persien.

Das hebräische Ester-Buch gleicht heutigen Roman-Bestsellern: Es ist voller Intrigen, Liebe und Gewalt. Es ist aus einer Zeit schwerer Unterdrückung zu verstehen.

Mit der Verstoßung der persischen Königin Waschti wird der Weg frei für die Jüdin Ester. Die Waise Ester wächst bei ihrem Onkel Mordechai auf. Wegen ihrer auffallenden Schönheit wird sie zusammen mit anderen hübschen Jungfrauen aus allen Provinzen des Reiches an den Königshof gesandt, um eine zwölfmonatige „Schönheitskur“ zu absolvieren und anschließend dem König zwecks Wahl einer neuen Königen „vorgeführt“ zu werden.

Und tatsächlich kann das jüdische Mädchen den Kön…

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Wenn Freundschaft schwerfällt

23.03.2024 00:00:00

Immer wieder gibt es sie – die Momente, in denen Freundschaften einfach schwierig sind. Vielleicht meldet sich eine Freundin genau dann, wenn ich gerade massiven Stress habe, und ich kann nicht so für sie da sein, wie es angemessen wäre. Oder wir reden aneinander vorbei und das führt zu Streit. Oder ich fühle mich von den Erwartungen meines Gegenübers in die Enge gedrängt.

Wenn Freundschaftspflege einfach wäre, wäre kaum jemand unzufrieden in seinen Freundschaften. Allen Beziehungen ist gemein, dass auch mal etwas schiefgeht – im Großen oder Kleinen. Wie gehen wir damit um? Wann sollte ich Grenzen setzen und wann lohnt es sich, an Freundschaften dranzubleiben? Diesen Fragen widmet sich der vierte und letzte Teil unserer Fr…

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Bin ich schuld an Depression?

22.03.2024 00:00:00

Rund ein Fünftel aller Deutschen erkrankt irgendwann an einer Depression, so die Statistiken. Das sind immerhin stattliche 16 Millionen Menschen. Dennoch ist die Unwissenheit groß und die Scham sitzt oftmals tief bei Betroffenen und Angehörigen.

Um hier aufzuklären, hat Andreas Odrich mit Prof. Dr. Markus Steffens gesprochen. Er ist Chefarzt an der Klinik Hohe Mark des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes (DGD), ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Suchtmedizin in Oberursel und Frankfurt am Main.
 

Prof. Dr. Markus Steffens, DGD-Klinik Hohe Mark, Oberursel und Frankfurt a.M. (Foto: ERF)
Prof. Dr. Markus Steffens, Klinik Hohe Mark, Oberursel und Frankfurt a.M. (Foto: ERF)

ERF: Traurigkeit oder Bedrücktheit kennt jeder. Was aber sind Kennzeichen einer echten Depression?

Prof. Dr. Markus Steffens: Wenn ein Mensch mal gute oder schlechte Tage hat, ist das normal. Das kennt jeder, aber das hat in de…

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Ein Helfer in der Krise

21.03.2024 00:00:00

Er ist ein Mann, der gerne hilft: Mit 15 Jahren kommt Dieter Pietsch zum Glauben an Jesus durch einen ehemaligen Hippie, der in die Jesus People-Szene fand. Nach dem Abitur studiert Pietsch Sozialpädagogik und steigt in die Suchtberatung ein. Der Zusammenhang zur Sucht in seiner eigenen Familie wird ihm erst später klar, als sein Bruder an den Folgen von dreckigen Drogen stirbt.

Sein Glaube hilft ihm, den Tod seines Bruders zu verarbeiten und er sehnt sich danach, dass der Glaube auch in seiner Arbeit eine größere Rolle spielt. Als Angestellter in der Suchtberatung merkt er: „Das reicht mir nicht. Ich will den Menschen auch die befreienden Inhalte des Evangeliums beibringen.“ So findet er zu IGNIS, der Deutschen Gesellschaft für christliche Psychologie, und lässt sich dort zum christlichen Therapeuten ausbilden. Mit einer Kollegin wagt er den Schritt i…

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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