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Wer wagt, gewinnt!

erstellt am 26.01.2026 00:00:00

Auf dem Fußboden meines Wohnzimmers liegen Blätter. Dunkelgrüne und grün-weiß-gestreifte. Normalerweise verlieren mein Benjamini und mein Bonsaibäumchen immer mal wieder Blätter. Dieses Mal ist es aber irgendwie anders, denn bei beiden geschieht das zur gleichen Zeit.

Die beiden haben eine schwere Zeit hinter sich. Im letzten Jahr hatten sich Blattläuse über sie hergemacht und der Kampf gegen dieses Ungeziefer war kaum in den Griff zu bekommen. Ob Schädlingsbekämpfungsmittel oder Schmierseife, nichts brachte den gewünschten Erfolg. Letztendlich halfen nur noch Pflanzenstäbchen für die Erde. Das Gift, das die Läuse bekämpfte, schien meinen Beiden zwar nichts auszumachen, aber es war in ihrer Erde. 

Und nun – ein Jahr später – machte sich das Ganze doch bemerkbar. So fuhr ich in den Baumarkt und ließ mich beraten, welches die beste Erde für meine beiden Schützlinge wäre. Zusätzlich kaufte ich für den Benjamini einen größeren Topf, da sein Wurzelwerk nicht mehr genug Platz im Bisherigen fand.

Ich bereitete im Garten alles vor. Zuerst bekamen die beiden eine Dusche. Ich konnte richtig spüren, wie befreit sie sich fühlten. Die Sonne schien warm auf ihre Blätter. Herrlich! Nachdem ich die Wurzeln von der alten Erde befreit hatte, füllte ich die beiden Töpfe mit frischer Erde und setzte meine Schützlinge hinein. Gut getränkt mit Wasser umhüllte nun die frische Erde ihre angeschlagenen Wurzeln. Würden sie die neue Erde akzeptieren? Ich wusste es nicht, hoffte es aber.

 Kaum eine Woche später erblickten kleine zarte grüne Blättchen das Licht der Welt. Mein Herz hüpfte vor Freude! Und dann ging es Schlag auf Schlag. Ein neues Blatt nach dem anderen füllte die kahl gewordenen Stellen. So erwachten meine beiden Sorgenkinder zu neuem Leben und wurden am Ende wunderschöne und gesunde Pflanzen. 

Alles wird neu

Ich musste bei diesem Erlebnis an den Bibelvers aus 2. Korinther 5, 17 denken. Dort heißt es: „Wenn also ein Mensch zu Christus gehört, ist er schon ‚neue Schöpfung‘. Was er früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen.“

Paulus, der Autor des Korintherbriefes, verdeutlicht hier, dass durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi eine völlig neue Identität für alle entsteht, die sich Jesus anvertrauen und ihm nachfolgen. Denn Gott ist so heilig, dass wir Menschen aufgrund unserer Schuld von ihm getrennt sind. Deshalb hat er seinen Sohn auf die Welt geschickt. Stellvertretend für unsere Verfehlungen nimmt Jesus den Tod auf sich, sodass für jeden Menschen der Weg zu Gott frei wird.   

Vergleichen kann man das mit meinen beiden Pflanzen: Sie waren in zwei Töpfen untergebracht, deren vergiftete Erde ihnen schadete. Eine Weile ging das gut, doch dann bekamen sie nicht mehr die Nähstoffe, die sie zum gesunden Wachstum benötigten und verloren Blätter. Erst, als die Umgebung neu und frisch war, bekamen sie wieder das, was sie brauchten, um gesund zu gedeihen. 

Aus toxischem Lebensraum in neue Erde

Vielleicht lebst du auch in einem Umfeld, das dir schadet und in dem du dich nicht gesund entwickeln und entfalten kannst. Oder du hattest eine Kindheit, in der man dich tief verletzt hat, und spürst diese Auswirkungen bis heute.

Auch ich kenne das. Obwohl ich schon lange an Jesus glaube und mit ihm lebe, hatte ich trotzdem über weite Strecken das Gefühl, dass mich meine verletzende Vergangenheit bis in die Gegenwart negativ beeinflusste.

Als Christin wusste ich, dass ich durch meinen Glauben an Jesus frei sein kann von allen Verletzungen meiner Vergangenheit. Doch ich habe es nicht erlebt. Denn mein Herz hat es nicht geglaubt!

Bis ich eines Tages zu mir selbst gesagt habe: Wenn das wirklich stimmt, was in 2. Korinther 5, 17 steht, werde ich das jetzt wortwörtlich für mich in Anspruch nehmen. Und so habe ich diesen Bibelvers konkret über mir proklamiert: „Ich gehöre zu Christus und bin eine neue Schöpfung. Was früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen.“

Frieden mit der Vergangenheit schließen

Am Anfang merkte ich keine Veränderung, doch nach kurzer Zeit und stetiger Wiederholung hatte ich auf einmal das Gefühl, dass ich die Verletzungen der Vergangenheit nicht mehr spüre. Sie waren wie weggeblasen. Daran hat sich nichts mehr geändert. Im Laufe der Zeit wurde ich sogar dazu fähig, Liebe für den Menschen zu empfinden, der mir damals Schaden zugefügt hatte, und konnte dieser Person vergeben.

 Ich habe eine solche Freiheit erlebt, die ich niemals mehr missen möchte. 

Wie gut, dass Jesus mich aus der alten Situation herausgeholt und in etwas ganz Neues und Heilsames hineinversetzt hat. Genauso wie meine beiden Pflanzen, die heute in neuer und gesunder Erde wachsen und gedeihen. Was ich erlebt habe, kannst auch du erleben. Dazu möchte ich dich ermutigen, denn: Wer wagt, gewinnt!
 

Ruth Schneider


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Quelle: Wer wagt, gewinnt!

von youthweb

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