Ich denke, also dank ich

15.02.2023 00:00:00


Ist Ihnen aufgefallen, dass sich die Wörter denken und danken in nur einem Buchstaben unterscheiden? Im Englischen ist es genauso: think und thank. Das ist natürlich kein Zufall. Was aber hat diese Verknüpfung zu bedeuten, wenn der Begriff denken meist mit dem Kopf in Verbindung gebracht wird, danken aber sprichwörtlich „von Herzen“ kommt?

Die Verben danken und denken haben dieselbe Wurzel: teng bzw. tongere. Teng geht mit den Begriffen „empfinden“ und „denken“ einher, tongere weist in Richtung „kennen“ und „wissen“. Das daraus hervorgegangene danken bezeichnete in seiner ursprünglichen Bedeutung „das mit dem [Ge]denken verbundene Gefühl und die Äußerung dankbarer Gesinnung“*

Es ist also ein ganzes Begriffskontinuum, das in dem Verb danken zusammengeschmolzen ist:

  • Denken: Jedes Danken setzt das Denken voraus.
  • Wissen: Dankbarkeit setzt das Wissen vorau…

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Gott, die Spaßbremse

14.02.2023 00:00:00


Es war im letzten Sommer in der Basilica di Santa Maria Assunta, dem Dom von San Gimignano, Toskana. Ich hatte mich dazu durchgerungen, für das Gotteshaus Eintritt zu bezahlen und betrat erwartungsvoll das Seitenschiff. Sofort wurde mein Blick von den aus dem 14. Jh. stammenden Fresken gefesselt, die die Seitenwände der Kirche komplett ausfüllen. Mehrere Maler aus Siena haben sich hier ausgelassen und in prächtigen Bildern 50 Geschichten der Bibel hinterlassen. Faszinierend, der Eintritt hatte sich gelohnt!

Das wollte ich festhalten. Also schnell meine Kamera ausgepackt und draufgehalten. Meine Faszination verflog jedoch im Nu, als mich eine kleine, sichtlich genervte Frau des Wachpersonals aus knapp zehn Metern Entfernung in gebrochenen Englisch und für die ganz Kirche hörbar darauf aufmerksam machte, dass Fotografieren hier nicht erlaubt sei. Nein, auc…

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Schatzsuche

13.02.2023 00:00:00


Ein kleines Abenteuer

Waren Sie schon einmal auf Schatzsuche? Wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich als Kind einmal mit einer Freundin zusammen versucht, einen „Schatz zu heben“ – auf dem Gelände, wo vor einigen Jahrhunderten eine Burg stand, haben wir dort, wo mittlerweile längst Gras gewachsen war, ein paar Steine aufgehoben und uns vorgestellt, wie es wäre, wenn wir einen Schatz entdecken würden.

Was uns dazu bewogen hat, weiß ich heute nicht mehr. Vielleicht hatten wir einen Abenteuerfilm gesehen oder uns an Kapitän Langstrumpf und seine Piraten erinnert. Wie dem auch sei. Der Traum von einem sagenumwobenen Schatz ist vermutlich tief im Menschen verwurzelt.

In der kindlichen Vorstellung sehe ich eine uralte Holzkiste mit schweren Eisenbeschlägen aus längst vergangenen Zeiten vor mir – und natürlich mit einem schier unfassbaren Inhalt: funkelnde Edelst…

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Gott, das Chamäleon

12.02.2023 00:00:00


Was ist nur mit Gott los? Mal ist er in Jesus von menschlichem Leid geradezu überwältigt und schafft liebevoll Abhilfe (Matthäus 14,14), ein anderes Mal scheint er sich völlig von Menschen abzuwenden (Psalm 69,18). Mal lässt er 42 Kinder von Bären zerreißen (2. Könige 2,24), mal macht er den einzigen Sohn einer Witwe wieder lebendig (Lukas 7,11-17). Mal spricht er sich für völlige Gewaltlosigkeit aus (Matthäus 5,38), mal metzelt der Engel des Herrn 185.000 Soldaten der assyrischen Armee in nur einer Nacht nieder (2. Könige 19,35).

Es erzähle mir keiner, damit hätten Menschen, die mit Gott leben, kein Problem. Einige meiner Bekannten und ich selbst stehen immer wieder bedrückt vor diesen grausamen Berichten und diesem so wechselhaften Gott. Wir fragen uns: An was für einen Gott glauben wir da? Auch biblische Autoren verzweifeln immer wieder an Gott und b…

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Gott, mein Kumpel

11.02.2023 00:00:00


„Gott ist ein Kumpel!“ titelte eine Tageszeitung am 14. Oktober 2010, als die 33 chilenischen Minenarbeiter aus ihrer verschütteten Kupfer- und Goldmine in der Atacama-Wüste befreit waren. In über 600 Metern Tiefe hatten sie 69 Tage in völliger Dunkelheit ausgeharrt, nachdem ein Schacht eingestürzt war. Die Rettungsarbeiten zogen sich über Wochen hin. Und die Welt fieberte mit.

Herrlich, die Überschrift beweist journalistische Klasse und drückt auf hervorragende Weise das Gefühl aus, das sich vielen bei der Rettung beteiligten Menschen aufdrängte: Gott hatte bei dieser Rettung seine Finger im Spiel. Er hat sich mit diesen Bergmännern, den Kumpeln, solidarisiert und für ihre Rettung gesorgt. Unmöglich war die Rettung zwar nicht. Trotzdem grenzt es an ein Wunder, dass alle Verschütteten aus der Unglücksmine gerettet werden konnten.
 

Christen sind Freunde G…

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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