Das unlösbare Dilemma der EKD

21.02.2023 00:00:00

 

Am 24. Februar jährt sich der Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine. Begleitet wird dieser Tag von der Sorge um eine weitere Militäroffensive aus Russland, von Diskussionen um Waffenlieferungen an die Ukraine und von Friedensgebetsaktionen – auch von der Evangelischen Kirche.

Gerade dort herrscht große Uneinigkeit über ihre Haltung zu Waffenlieferungen an die Ukraine. Katja Völkl hat sich genauer mit den Positionen beschäftigt.
 

Margot Käßmann unterzeichnet Manifest für Frieden

ERF: Katja, welche Positionen vertritt die Evangelische Kirche denn?

Katja Völkl: Die eine Position gibt es nicht. Ich versuche es mal anhand einzelner Personen ein wenig aufzudröseln: Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat das „Manifest für Frieden“ von Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht unterzeichnet.

Damit spricht sie sich gegen weitere Waffenlief…

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Zumutung oder Horizonterweiterung?

20.02.2023 00:00:00


Nur sinnbildlich gemeint

Mein Vater war Religionslehrer. Das hat mich natürlich geprägt. So habe ich zum Beispiel – soweit ich mich zurückentsinne – immer geglaubt, dass es so etwas wie Gott gibt. In irgendeiner Form. Und sei es in der unkonkreten Gestalt eines höheren Wesens. Das mag dem ein oder anderen schon viel zu einseitig sein. Da ist sicherlich etwas dran. Doch wer kann an die Frage nach Gott schon unvoreingenommen herangehen?

Entweder jemand glaubt, dass es absolut kein göttliches Wesen gibt. Oder aber, dass es durchaus eine Art höherer Intelligenz geben könnte. Vielleicht hält jemand sogar beides für möglich. Aber selbst das ist keine wirklich neutrale Grundposition. Mir liegt hier vor allem daran, dass Sie wissen, was mein Ausgangspunkt war. Mein persönliches Vorverständnis, mit dem ich mich dem Thema Gott genähert habe.

So vage meine …

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In Schubladen gesteckt: Vorurteile über Gott

19.02.2023 00:00:00


Jeder hat sie. Obwohl keiner sie haben will: Vorurteile. Und selbst Gott ist nicht davor gefeit. Auch er wird von uns in Schubladen einsortiert. Und die Vorbehalte Gott gegenüber sind zahlreich.


Jeder hat sie: Vorurteile

Eigentlich sind sie total verpönt. Aber jeder hat welche: Vorurteile. Jene altvertrauten Vorbehalte, mit denen wir anderen begegnen. Vorurteile gibt es im Prinzip gegen alles und jeden. Gegen Männer, gegen Frauen, gegen Jugendliche, gegen Alte. Nichts und niemand ist wohl davor gefeit. Noch nicht einmal Gott.

Auch gegen ihn gibt es Vorurteile. Beispiele gefällig? „Gott ist ein verwirrter Tattergreis“, „Er ist bloß eine Wunschvorstellung religiöser Menschen“, „Gott kann kein liebender Gott sein, wenn er so viel Leid zulässt“, „alle Religionen meinen denselben Gott“, „Gott existiert überhaupt nicht.“

Ich glaube, Gott hält das aus. Imm…

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Wo Gott spricht

18.02.2023 00:00:00


Vollgepackt ist der Tag. Wie so oft. Aufstehen, mich selbst und die Kinder aus dem Haus bekommen. Ein Termin grenzt an den nächsten, dazu muss ich dringend diese eine große Aufgabe anschieben. Aber auch wieder nicht zu viel arbeiten, ich will noch was von den Kindern haben – und etwas Zeit mit meiner Frau. Rasch Kochen, die Kinder wieder ins Bett bekommen. Noch etwas entspannen, ein wenig runterkommen. Viel Zeit bleibt dafür nicht. Denn morgen gilt wieder: Vollgepackt ist der Tag. Dafür brauch ich den Schlaf.

Mit diesem Alltag im Gepäck – und das in einem geistlich geprägten Beruf – ringe ich immer wieder mit der Frage: Wie kann ich da Gott begegnen? Natürlich: Ich erlebe ihn auch mitten im Alltag, auch in kurzen Gebeten und einem kurzen Blick in die Bibel. Ich erlebe, was er tut und wie er handelt. Ich meine aber eine wirkliche Begegnung. Zeit, in der Go…

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Gut zuhören will gelernt sein

17.02.2023 00:00:00


„Jetzt textet er ihn zu“ – so kommentierte ein Kollege den verbalen Ansturm eines Mannes auf einen bekannten Seelsorger, der gerade einen Vortrag beendet hatte. Zu-texten. Das findet sich auch in der Bibel. Es wird nicht empfohlen, so vorzugehen. Im Gegenteil.

„Jeder Mensch soll in der Lage sein, gut zuzuhören. Aber er soll nicht sofort zu allem etwas sagen und erst recht nicht leicht zornig werden.“ (Jakobus 1,19). Hier ist nicht das Einmaleins des guten Tuns gemeint. Der Briefschreiber, der Apostel Jakobus, hat in seinem Brief die Beziehung von uns Menschen zu Gott im Blick. Das kann man ein paar Verse weiter gut erkennen.

Zu lesen gibt es da in Vers 26: „Wenn jemand meint, dass er so lebt, wie es Gott gefällt, dabei aber seine Zunge nicht im Zaum halten kann, der betrügt sein eigenes Herz und seine Gottesverehrung ist leeres Gerede.“ (Jakobus 1,26).…

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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