Drei Schrauben und eine gute Nachbarschaft

09.11.2023 00:00:00


Auf der Gartenmauer liegen drei Edelstahlschrauben, 8er Gewinde, 12 Zentimeter lang.

Dass etwas auf der Mauer liegt, ist bei uns nicht ungewöhnlich. Mein Nachbar Erhard (85) und ich nutzen die Gartenmauer zwischen den Häusern als Tauschplatz. Mal stellen Erhard und seine Frau Salatreste für unsere Hühner bereit, mal geben wir Erhard, der auch Imker ist, ein leeres Honigglas zurück. Aber Schrauben?

Da lugt Erhard aus seiner Gartenhütte, wahrscheinlich hat er schon auf ein Lebenszeichen in unsrem Garten gewartet, und ruft rüber: „Joachim, ich habe ein paar Schrauben übrig. Damit kannst du einen Sägebock bauen.“ Habe ich da ein Zwinkern in seinen Augen gesehen?

Ich zähle eins und eins zusammen: Vor wenigen Wochen hat Erhard einige Thujas in seinem Garten gekürzt und mir die Stämme für unseren Kaminofen angeboten. Ich habe natürlich zugesagt und immer wieder ein, zwei kl…

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Wenn das Miteinander vergiftet ist

08.11.2023 00:00:00


Erst schien noch alles in Butter. Er trug sie auf Händen, war hilfsbereit und machte ihr ständig Komplimente. Jedes ihrer Hobbys schien er toll zu finden oder ebenfalls auszuüben. Dazu strahlte er absolute Selbstsicherheit aus, was vielleicht auch an seinem reiferen Alter lag. Kein Wunder, dass sie ihm sofort verfiel.

Doch mit den Jahren veränderte sich der vermeintliche Traummann. Er wurde misstrauisch, missgünstig und krittelte unaufhörlich an ihr herum. Er führte ihr täglich ihre Unfähigkeit vor Augen und hatte unkontrollierte Wutausbrüche, wenn sie die Wäsche nicht nach seinem Prinzip aufhängte. Er erlaubte ihr nicht mehr, abends Freundinnen zu treffen, und machte ihr ein schlechtes Gewissen: „Jetzt bin ich endlich von der Arbeit da und du gehst weg“. Wenn sie ihn dringend brauchte, waren seine Hobbys hingegen wichtiger.

So ging es einer Person aus m…

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Vorsicht, Zersplitterung!

07.11.2023 00:00:00


Kindergottesdienst, Frauenkreis, Männerarbeit, Singletreff, Seniorenkreis, … In vielen Kirchen und Gemeinden gibt es Angebote für alle erdenklichen Zielgruppen. Ich finde das eine nachvollziehbare Idee. Schließlich haben Kinder und Senioren auch sehr verschiedene Zugänge zum Glauben.

Ich glaube aber auch: Wir nehmen uns in unseren Kirchen und Gemeinden etwas, was zu unserer gemeinsamen Glaubenswirklichkeit auch dazu gehört: In Christus ist die Diversität von Christinnen und Christen zusammengebunden. Da, wo sich Menschen in ihrer Verschiedenheit begegnen, um gemeinsam Jesus nachzufolgen, können sie sich ergänzen, unterstützen und voneinander lernen. Das ist die neutestamentliche Perspektive auf den Leib Christi: Die Gemeinde Jesu lebt in der Wirklichkeit des „einander“: Dient einander, helft einander, ermahnt einander, liebt einander, vergebt einander.
 

In Christus gehören wi…

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Glaube, Geschenke und Zahnarztbesuche

06.11.2023 00:00:00


Mit vier Jahren hatte ich einen der ersten großen Kämpfe meines Lebens. Ich musste zum Zahnarzt, hatte Schmerzen, aber auch unglaubliche Angst. Und Mama sagte: „Wenn du lieb bist und den Mund aufmachst, bekommst du nachher was Schönes.“

Was auch immer das sein mochte, Mama hatte es versprochen. Aber ich musste erst etwas tun, um dafür dann etwas zu bekommen.
 

Einladung in ein echtes Leben

Wie anders geht Gott mit mir um. Er beschenkt mich zuerst, ohne Leistung. In Römer 1,16-17 steht: „Denn ich schäme mich nicht für die gute Botschaft von Christus. Diese Botschaft ist die Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt – die Juden zuerst, aber auch alle anderen Menschen. Sie zeigt uns, wie Gott uns in seinen Augen gerecht spricht. Dies geschieht einzig und allein durch Glauben. Denn es heißt schon in der Schrift: ‚Durch den Glauben hat ein Gerechter Leben…

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Zu schön, um wahr zu sein

05.11.2023 00:00:00


„Das ist doch zu schön, um wahr zu sein.“ Vielleicht hast du das auch schon mal gedacht, wenn dir jemand einen genialen und scheinbar simplen Tipp gegeben hat.

Manchmal sind diese Tipps wahre Lebensretter. Kleine Änderungen in unserem Alltag wie ein täglicher Spaziergang um den Block oder das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs können unsere Lebensqualität deutlich verbessern.

Leider ist nicht jeder gut gemeinte Ratschlag zielführend. Manche psychologisch angehauchte und stetig wiederholte Lebenstipps führen eher in die Erschöpfung als in ein erfülltes Leben. Doch die Inbrunst, mit der sogenannte Motivationscoachs sie wiederholen, lassen uns glauben, dass wir nur bei der Umsetzung etwas falsch machen, der Tipp aber eigentlich funktioniert.
 

Ausgebremst statt vorangebracht

Ich selbst tappe immer wieder in die Falle solcher Versprechungen, denn ein …

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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