Ein Aschenputtel und ihr himmlischer Prinz

17.09.2023 00:00:00


Drifa* ist eine junge Algerierin aus der Volksgruppe der Berber-Kabyle. Diese ethnische Minderheit lebt in den rauen Bergregionen Nordafrikas. Die meisten Berber folgen dem sunnitischen Islam. Als Christin stand Drifa daher vor der Herausforderung, einen Ehepartner mit der gleichen religiösen Überzeugung zu finden. Unter dem Druck ihrer Eltern entschied sie sich schließlich, einen Muslim zu heiraten. Ihre Eltern glaubten, dass diese Verbindung Drifa und ihren zukünftigen Enkelkindern ein angenehmes Leben sichern würde, da der Bräutigam aus einer wohlhabenden Familie stammte.
 

Ein modernes Aschenputtel

Doch dieser Traum zerplatzte schnell. Gemäß den Traditionen der algerischen Kultur zog Drifa nach der Hochzeit zur Familie ihres Mannes. Ihre Schwiegereltern behandelten sie von Anfang an schlecht. Obwohl sie sich eine Haushaltshilfe leisten konnten, z…

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„Mama, welcher Gott ist der richtige?“

16.09.2023 00:00:00


Meine Tochter ist vor kurzem sechs geworden. Sie spielt gerne mit ihrer Puppe Annabell und dem Playmobil-Pferdestall. Sie streitet sich mit ihrer kleinen Schwester über eine Lego-Schildkröte und verkleidet sich als Prinzessin.  

Und dann überrascht sie mich plötzlich mit folgenden Fragen: „Mama, gibt es Gott denn überhaupt? Und wenn ja: Manche Menschen glauben doch an einen anderen Gott als wir. Aber es kann nur einen richtigen Gott geben. Woher weiß ich denn, dass ich an den richtigen Gott glaube – und wie kann ich das herausfinden?“  

Puh… bei diesen Fragen gerate ich gehörig ins Schwitzen. Ich bin keine ausgebildete Theologin, und diese Fragen rühren stark an meinem eigenen Glaubensfundament – und an meinen eigenen Zweifeln.
 

Kinderfragen ernst nehmen 

Als Mama darf ich zugeben, dass ich nicht alles weiß. Aber meine Tochter soll wissen, dass sie m…

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Wenn Radio Weltgeschichte schreibt

13.09.2023 00:00:00


Ich habe noch immer mein erstes Radio. Telefunken Jubilate, Röhrengerät, geschwungenes Holz. Es hat einen Ehrenplatz. Für uns im eingemauerten West-Berlin der 1960er-Jahre war es das Tor zur Welt. Hier spielten die großen Orchester, hier sendete der AFN (American Forces Network) die Sendung „Music in The Air“ und aus genau diesem Lautsprecher rief uns Präsident Kennedy den Satz „Ich bin ein Berliner“ zu, und die ganze Stadt hielt den Atem an – auf beiden Seiten der Mauer.

Fasziniert saßen wir davor. Nicht nur Grüße gingen per Radio über die Mauer nach „drüben in den Osten“ sondern auch Nachrichten. Für die Menschen in der DDR der einzige Zugang zu freien Informationen, und auch für die West-Berliner mitten im Kalten Krieg überlebensnotwendig. Das alles hat mich nicht mehr losgelassen. Und so wollte auch ich ins Radio.
 

Die Mauer überwunden

Später war …

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So wird der innere Kritiker leiser

12.09.2023 00:00:00


Viele Faktoren tragen zu einer Erschöpfung bei. Ein wichtiger Faktor kann der jahrelang, ja lebenslang gelernte innere Dialog sein. Dieser Dialog meint die Summe aller Gedanken, die Menschen intuitiv und oft unbewusst tagein und tagaus denken beziehungsweise sich selbst sagen. Diese Gedanken sind nie still – auch wenn andere Menschen davon gar nichts mitbekommen.

Die negativen Anteile dieses inneren Dialogs nennt die Psychologie auch den „inneren Kritiker“. Er äußert sich in Gedanken wie „Das war ja jetzt nichts!“, „Mist, das schaffe ich nicht!“ oder auch „Jetzt reiß‘ dich mal zusammen!“ Diese negativen Aussagen beeinflussen unsere weiteren Gedanken, unsere Stimmung und können sogar körperliche Reaktionen wie einen Kloß im Hals oder ein Zusammenziehen im Bauch verursachen/hervorrufen.

Diese negativen Gedanken rauben uns Kraft. Wie also können wir den i…

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Jesus – mein GPS-Tracker

11.09.2023 00:00:00


Hast du dich schon mal verlaufen? Mir ist das beim Wandern schon oft passiert und das, obwohl ich meist mit Handy oder Karte navigiere. Manchmal verlasse ich den richtigen Weg, weil ich nicht genau darauf achte, wo mich mein Smartphone hinschicken möchte. Manchmal glaube ich, selbst einen besseren Weg zu wissen, und manchmal verliere ich schlicht die Verbindung zum GPS-Signal.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie mein Mann und ich einmal bei einer Bergwanderung den Weg nahmen, der uns von der Richtung her passender erschien. Wir endeten auf einem Trampelpfad schräg am Berg. Unter uns ging es steil bergab, über uns steil bergauf und der Checkup mit meinem Smartphone ergab: Hier waren wir gänzlich falsch.
 

Es reicht nicht, die Richtung zu kennen

Obwohl wir wussten, in welcher Himmelsrichtung unser Ziel lag, und wir dem gefolgt waren, waren wir in …

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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