Gefangen statt befreit

24.03.2022 00:00:00


Der Ukraine-Krieg sorgt in vielen Ländern für Solidarität. Nicht nur Massenunterkünfte werden vorbereitet; auch Tausende Privatpersonen öffnen derzeit ihre Haustüren und bieten Flüchtlingen eine Unterkunft. Deutschlandweit sind schon rund 300.000 Privatbetten über verschiedene Plattformen angeboten worden. Diese unglaublich große Hilfsbereitschaft ist zunächst einmal ein Lichtblick mitten in einer düsteren Krise. Doch inzwischen werden neue Gefahren sichtbar, die auf Kriegsflüchtlinge lauern.
 

Nicht nur Helfer mit guten Absichten

Nicht jeder, der sich als Helfer ausgibt, hat auch gute Absichten. Die deutschen Behörden warnen vor Menschenhandel. Besonders gefährdet sind allein reisende Frauen. Ihre Bedürftigkeit und die Sprachbarrieren können leicht ausgenutzt werden. Am harmlosesten ist die Situation noch, wenn Frauen in ihrer neuen Unterkunft als H…

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Die P(l)andemie scheidet die Geister

23.03.2022 00:00:00


Ist Corona von irgendwem geplant? Oder einfach eine Pandemie? Was tun, wenn das Quer- und Geradeausdenken eine Familie spaltet? 

Als ich von meiner zweiten Covid-Impfung nach Hause komme, erzähle ich meinem Vierjährigen, wo ich war. Er erwidert irritiert: „Aber dann bekommt man doch eine Impfkrankheit. Und wenn man sich zweimal impfen lässt, stirbt man.“ Ich frage ihn etwas schockiert: „Wer sagt denn sowas?“ Er: „Na, Oma!“

Puh, ich glaube nicht, dass Oma ihm das unter vier Augen gesagt hat. Aber neulich hat sie mir gegenüber tatsächlich Befürchtungen ähnlichen Inhaltes geäußert. Entweder hat er es da aufgeschnappt, oder als ich jemandem von dem Gespräch erzählt habe. Er will sich jedenfalls nicht impfen lassen. Ich erkläre ihm, dass ich das ganz anders sehe als Oma und zähle ihm all die Leute auf, die schon lange geimpft sind und noch leben.
 

Das eige…

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Gefunden!

22.03.2022 00:00:00


Das Schönste an einem Versteckspiel ist das Gefundenwerden. Als Kind spielte ich häufig mit meinem Bruder, Cousins und Freunden Verstecken auf dem Gehöft meiner Oma. Es gab viele gute Verstecke: Verschlag hinterm Hasenstall, auf der Hühnerleiter, neben dem Heuhaufen. Einmal versteckte ich mich im Rübenkeller. Es war eine Mutprobe, die steile Leiter in das dunkle muffige Loch zu steigen. Würde mich der Sucher finden, hätte ich keine Möglichkeit, mich abzuschlagen.

Ich spitze die Ohren und hoffte, dass der Sucher aufgab. Nö, tat er nicht. Irgendwann spielten sie einfach etwas anderes – ohne mich. Ich krabbelte aus dem Keller und motze, dass sie gegen die Spielregel verstoßen haben, denn es geht um das Entdeckt- und Gesehenwerden.
 

Um Gottes Willen

Gott versteckt sich nicht in einem muffigen Keller, er zeigte sich in einem brennenden Dornenbusch, in mäc…

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Heilige Chuzpe

21.03.2022 00:00:00


Die Chuzpe hat keinen guten Ruf. Das ist verständlich, denn oft beschreibt sie ein schlechtes Verhalten. Chuzpe hat, wer unverfroren und mit einer gewissen Dreistigkeit sein Anliegen vorbringt und es vorantreibt. Besonders sympathisch ist das nicht.

Doch zur Chuzpe gehört auch die Frechheit für das Gute. Manchmal braucht es gar eine besondere Chuzpe, worauf interessanterweise ein ukrainischer Rabbi vor rund 200 Jahren hingewiesen hat. Rabbi Nachmann von Breslow (1772 – 1810) hat unterstrichen: Ich kann in einer guten Beziehung mit Gott auch mit einer gewissen Chuzpe für das Gute vor ihn treten und dafür einstehen. Heilige Chuzpe nannte das Rabbi Nachmann.

Ein gutes Beispiel hierfür ist Abraham. Als Gott ihn in seine Pläne einweiht, die Städte Sodom und Gomorra zu vernichten, beginnt Abraham mit Gott zu handeln. Ein Mensch erinnert den Allmächtigen an seine…

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Kriege, Katastrophen und die Haare auf meinem Kopf

20.03.2022 00:00:00


Eine sonderbare Überschrift – um es einmal nett auszudrücken. Was bitte schön haben Kriege und Katastrophen mit den Haaren auf meinem Kopf zu tun? Offensichtlich mehr, als wir vielleicht auf den ersten Blick meinen. Denn Jesus selbst hat diesen Zusammenhang genauso hergestellt.
 

Kriege und Katastrophen – sie werden geschehen bis zum Ende der Welt

Jesus sagte seinen Leuten die Zerstörung des Tempels in Jerusalem voraus (Lukas 21,6). Und in diesem Zusammenhang spricht er von einer nahezu endlosen Reihe verschiedenster Katastrophen: zerstörte Gotteshäuser (Vers 6), selbsternannte „Heilsbringer“, die lügen und verführen (Vers 8), Kriege und Unruhen (Verse 9-10), Erdbeben, Hungersnöte und Seuchen (Verse 11).

Und damit nicht genug. Schließlich fügt Jesus auch noch an: seine eigenen Leute werden verfolgt werden, inhaftiert und verraten – sogar von den …

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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