Ostern feiern trotz Krieg?

18.04.2022 00:00:00


Der Frühling tut gut! Er lässt er mich hoffnungsvoll aufatmen, einfach weil er ist, wie er ist. Nach den dunklen und oft trüben Wintertagen spendet das Frühjahr Wärme, Licht und vor allem eine wahre Farbenpracht. Gelbe Forsythien leuchten um die Wette mit den weißen und rosafarbigen Blüten der ersten blühenden Bäume. Wer sein Gesicht der Sonne entgegenstreckt, die Augen schließt und sich auf seinen Geruchssinn konzentriert, nimmt außerdem einen leichten Duft von Hyazinthen und Primeln in der noch frischen Luft wahr.

Wie schön ist die Welt! Ich stehe auf unserer Terrasse und sauge all diese frühlingshaften Eindrücke an einem sonnigen Tag dankbar in mich auf – wohl wissend, dass ein früher Frost oder zu wenig Regen die blütenprächtige Verheißung schnell zunichtemachen kann.

Dann – wie ein Filmriss – auf einmal der noch viel erschreckendere Gedanke, dass …

von youthweb

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Ostern ist erst der Anfang

17.04.2022 00:00:00


Wenn ich die Ostergeschichte lese, durchlebe ich alle möglichen Gefühlslagen: Wenn Jesus ankündigt, dass er aus seinem engsten Kreis verraten wird, steigt Spannung in mir auf. Wird Judas Jesus tatsächlich seinen Feinden ausliefern? Als alle Freunde Jesus bei der Gefangennahme wenig später verlassen, bin ich enttäuscht. Während Jesus einen heftigen inneren Kampf durchlebt, ist er ganz allein.

Dann wird Jesus gekreuzigt. Was mich traurig macht, denn Jesus hat die Schmerzen, die Verachtung und den Spott nicht verdient. Und ich verstehe, warum die Jünger nach Jesu Tod hoffnungslos sind. Sie waren davon überzeugt, dass Jesus der versprochene Messias ist. Sie haben ihr Leben für ihn aufgegeben! Und dann ist er tot. Gekreuzigt und im Grab.

Die Geschichte ist an dieser Stelle aber noch nicht zu Ende. Es kommt der Wendepunkt: Als Maria Magdalena und Maria, die M…

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Aus Liebe. Und andere Gedanken zum Kreuz

16.04.2022 00:00:00


Dass Jesus am Kreuz starb, ist die am besten belegte Tatsache der Jesus-Biografie. Sie wird von zwei glaubwürdigen nichtchristlichen Autoren, dem Juden Josephus und dem Römer Tacitus, bestätigt. Sie erwähnen das Ereignis, wissen allerdings freilich nichts von dessen Bedeutung.

Während Jesus in Jerusalem sein Leben aushaucht, schreibt irgendwo in der heutigen Türkei ein Römer namens Valerius Maximus an einem Buch, das er später dem Kaiser Tiberius widmet. Er gibt ihm den Titel «Denkwürdige Taten und Worte». Darin erzählt Valerius Episoden aus dem Leben bedeutender Vorfahren. Ihr Vorbild soll die Römer seiner Zeit zu tugendhaftem Leben anstacheln. Dabei beschäftigt Valerius sich auch mit der Frage, wie ein mustergültiger Tod aussieht.

Der Autor ist überzeugt davon, dass sich das Wesen eines Menschen darin offenbart, wie er stirbt: „Die Qualität des Lebens eines Mensche…

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Vom Angst- zum Osterhasen

15.04.2022 00:00:00


„Angsthase, Pfeffernase, morgen kommt der Osterhase.“ – vielleicht kennen Sie diesen Kinderspruch. Was hier in einem Atemzug genannt wird, damit der Vers sich reimt, hat viel miteinander zu tun. Wir denken bei Ostern zuerst an schöne Begriffe wie Auferstehung, Freude oder Sieg über den Tod.

Schaut man sich die Ostergeschichte in der Bibel aber genauer an, sieht man, dass es darin viel um Menschen geht, die Angst haben: Petrus und die anderen Nachfolger von Jesus haben panische Angst vor einer Festnahme, der römische Statthalter Pilatus hat Angst vor einem Aufstand des jüdischen Volkes, die fromme jüdische Elite hat Angst um ihren Einfluss.

Am stärksten hat aber Jesus selbst Angst. Er weiß, was ihm bevorsteht und fürchtet sich davor. Der Evangelist und Arzt Lukas beschreibt die innere Anspannung, in der sich Jesus befindet, so:

Aber er [Jesus] war von …

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Jesus ohne Umweg

14.04.2022 00:00:00


Solus Christus – so haben die Reformatoren im 16. Jahrhundert eine ihrer Kernaussagen auf den Punkt gebracht. Übersetzt heißen diese beiden lateinischen Worte „allein Christus“. Damit erinnert die Reformation wieder die an die zentrale Bedeutung von Jesus Christus. Aus gutem Grund. Denn in ihrer Zeit gehörten die Heiligenverehrung und die Marienfrömmigkeit zum Alltag der Menschen in Europa. Jesus war in den Hintergrund gerückt und an seiner Stelle beteten die Menschen zu den Heiligen und zu Maria. Sie sollten vermitteln zwischen dem betenden Menschen und Gott. Nur dann würde Gott seine Gnade gewähren, so die damalige Überzeugung. Den Reformatoren ging es wieder um die Fragen: Wer ist Jesus? Welche Bedeutung hat er?

Martin Luther bekannte neu: „Jesus Christus ist allein das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt.“ Und Johannes Calvin hielt fest: „Unser g…

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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