Versöhnung leben: die große Herausforderung

21.07.2022 00:00:00


Vor einiger Zeit las ich in meiner Bibel eine bewegende Versöhnungsgeschichte. Es war die Familiengeschichte des hebräischen Patriarchen Jakob. Zu ihm zählten zehn raubeinige Söhne, der Schöngeist Joseph und das Nesthäkchen Benjamin. Joseph träumte Zuhause von Höherem, während seine Brüder Ziegen- und Schafherden weideten. Das konnte er sich leisten, weil er Vaters Lieblingssohn war. Schlecht war allerdings, dass er diesen Umstand auszunutzen wusste. Vor allem seine Brüder ärgerten sich sehr darüber.

Eines Tages, Vater Jakob war weit weg, machten die Brüder kurzen Prozess mit Joseph. Sie fesselten und verkauften ihn an vorbeiziehende Händler als Sklaven. Dem entsetzten Vater tischten sie die Lüge auf, ihr Bruder sei einem wilden Tier zum Opfer gefallen.
 

Der tiefe Sturz

Eben noch Lieblingssohn, jetzt unterwegs, um auf einem Sklavenmarkt in Ägypten vers…

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Befreite Dankbarkeit (2)

20.07.2022 00:00:00

 

Es gibt eine ganze Menge Gründe, warum Menschen Gott dankbar sind. Das ist im Grunde genommen auch die völlig logische Haltung, mit der ich als Mensch auf all das Gute reagiere, das Gott mir schenkt. Jeden Tag aufs Neue. Dabei fällt auf: In der Bibel bezieht sich der Dank an Gott tatsächlich auf das Gute, das er uns Menschen tut.

Davon war im ersten Teil dieses Artikels die Rede. Doch was ist mit Bösem, das ich erlebe? Oder mit erlittenem Unrecht? Manchmal heißt es ja, wir sollen Gott für alles danken. Also auch dafür? Ich meine nein. Und darum geht es jetzt hier im zweiten Teil.
 

Gott – der gute Vater

Die Aussage „Dankt Gott für alles!“ steht so nur in dem Brief, den der Gemeindegründer Paulus im ersten Jahrhundert an die Christen im Großraum Ephesus geschrieben hat. Aber der Satz ist so gar nicht vollständig. Tatsächlich heißt es:

Dankt Gott,…

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Wir haben eine Menge zu tun!

19.07.2022 00:00:00


Ein unabhängiges und freies Leben zu führen – dieses Recht jedes Menschen ist die erste und wichtigste Aussage in der Allgemeinen Charta der Menschenrechte. Doch die Realität sieht bis heute anders aus. Besonders deutlich wird dies am Beispiel der Religionsfreiheit. Viele Länder dieser Welt schränken ihre Bewohner darin ein, ihre Religion frei zu leben.

Ein solches Land ist auch der Iran. Dessen Herrschaftssystem könnte man als theokratische Diktatur bezeichnen. Die Gesetze richten sich nach dem islamischen Recht der Scharia; Christen sind dort im besten Fall Bürger 2. Klasse, im schlimmsten Fall politisch Verfolgte.
 

Religionsfreiheit und wirtschaftliche Sicherheit – Fehlanzeige!

Ob das eine oder andere, darüber entscheidet die Herkunft. Während Iraner mit armenischen und assyrischen Wurzeln in einem eng vorgegebenen Rahmen Gottesdienste feiern dürf…

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Wutmensch oder Glaubensheld?

18.07.2022 00:00:00


Der Prophet Jona ist für mich eine der schillerndsten Figuren aus der Bibel. Seine Geschichte ist schnell erzählt: Der gebürtige Israelit wird von Gott beauftragt, der assyrischen Hauptstadt Ninive wegen ihrer Grausamkeit den Untergang anzukündigen. Jona hat keine Lust, sich als Bote für diese heikle Mission herzugeben. Also flieht er in die entgegengesetzte Richtung nach Tarsis, das vermutlich im heutigen Spanien liegt. Ein Schiff soll ihn dorthin bringen.

Diese Flucht weiß Gott zu verhindern. Er lässt ein Unwetter aufkommen, das das Handelsschiff derart in Bedrängnis bringt, dass die Matrosen Jona schließlich über Bord werfen, um ihr eigenes Leben zu retten. Jona versinkt in den Wellen, wird durch ein Wunder gerettet, kommt dabei zur Besinnung und führt seinen Auftrag anschließend doch noch aus. Damit könnte die Geschichte enden und alles wäre gut.
 

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Befreite Dankbarkeit (1)

17.07.2022 00:00:00

 

Sie wird in der Bibel großgeschrieben: die Dankbarkeit. Besonders Gott gegenüber. Doch eine Aussage zum Danken sorgt immer wieder für Missverständnisse. Und dadurch auch für unnötigen Schmerz und Kummer: „Dankt Gott für alles!“ Bedeutet das, dass ich auch für Schweres danken soll? Oder gar für erlittenes Unrecht? Nein, meint der Theologe und Autor Steffen Brack. Er geht den biblischen Aussagen zum Danken nach. Und kommt zu einer gut begründeten Sicht, die eine befreite Dankbarkeit möglich macht.
 

Immer wieder gerne vergessen – Danke sagen

Eine kluge Bauersfrau stellt ihrem Mann und den drei Söhnen zum Mittagessen eine Ladung Heu auf den Tisch. Entgeistert starren die vier breitschultrigen Kerle auf das Heu. Und dann schauen sie die Frau des Hauses verständnislos an. Doch die weiß ganz genau, was sie tut:

„Ach. Ich dachte ihr würdet gar nicht merke…

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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