Das Ziel im Blick

11.05.2023 00:00:00


Kennen Sie das auch? Sie kommen von der Arbeit nach Hause, und kaum dass Sie Ihre Wohnung betreten, sehen Sie schon die nächsten Aufgaben vor sich: Da warten die Kinder auf das Essen oder der Wäscheberg quillt über.

Ich fühle mich in solchen Momenten überfordert – nicht von den Aufgaben an sich, sondern von der Vielzahl der Aufgaben, die ich selbst und andere von mir erwarten. Mein Glaube ist mir in solchen Situationen häufig keine Hilfe. Denn sollte ich nicht noch mehr machen? Sollte ich nicht alles für Gott geben – wie es in vielen Lobpreisliedern heißt?
 

Sich zerteilen für Gott?

Auch in der Bibel finde ich viele Stellen, die scheinbar bestätigen, dass ich nie genug tun kann. Da schreibt Paulus in Philipper 3,13-14 etwa: „Ich bilde mir nicht ein, Brüder und Schwestern, dass ich es schon geschafft habe. Aber die Entscheidung ist gefallen! Ich lasse al…

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Umkehren ist immer

09.05.2023 00:00:00


Das Wort Umkehr hatte für mich schon immer einen negativen Klang. Ich kehrte um, wenn ich etwas vergessen hatte. Wenn ich nicht sicher war, ob ich das Bügeleisen ausgeschaltet habe. Oder wenn eine Straße überraschend gesperrt war. Umkehren, nochmal zurück müssen - das war immer ärgerlich und kostete Zeit.

Als ich mit Anfang 20 Christin wurde, begegnete mir eine neue Definition von Umkehr: Umkehren zu Gott. Weg von meinem alten Leben ohne ihn, hin zu einem neuen Leben mit ihm. Weg von „da muss es doch noch mehr geben“, hin zu „wow, es gibt Gott und er hat mich ganz persönlich gewollt“.
 

Ein grandioser Irrtum

In dieser Zeit gewann die Umkehr etwas Positives, auch wenn der Moment meiner Entscheidung für die neue Richtung äußerst unspektakulär war. Eine Freundin hatte mir ein Buch geschenkt, das habe ich nachts allein im Bett gelesen. Darin wurde erklärt, dass Go…

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Wie man sich effizient vorstellt

08.05.2023 00:00:00


Wie würdest du dich einem anderen Menschen vorstellen?

In vielen Kulturen gibt es dafür festgelegte Rituale. So gehört es bei manchen dazu, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Sippe zu nennen oder den Herkunftsort. Andere legen Wert darauf, bei der Vorstellung den Beruf zu nennen. Oft ist es jedenfalls so, dass zum bloßen Namen noch eine Zusatzinformation gegeben wird.

Auch in unserem Kulturraum tun wir das oft. Je nach Zusammenhang stelle ich mich zum Beispiel so vor:
„Ich bin Katrin Faludi und komme aus Deutschland.“
„Ich bin Katrin Faludi und arbeite bei ERF – Der Sinnsender.“
„Ich bin Katrin Faludi und schreibe keine rosa Bücher!“

Der letzte Satz stammt aus meinem Autorenprofil auf Instagram. Dieses habe ich angelegt, um neue Leserinnen und Leser für meine Bücher zu gewinnen. Anfangs stagnierten die Follower-Zahlen und ich fragte mich, warum. …

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Zwischen Befreiung und Niederlage

08.05.2023 00:00:00


Es gibt wohl kaum ein anderes Ereignis in der Geschichte, das so unterschiedlich betrachtet wird, wie die Tage, in denen der Zweite Weltkrieg endete. Viele Gedenken dem Weltkriegsende am 08. Mai als „Tag der Befreiung“, andere am 09. Mai als „Tag des Sieges“ mit großen Militärparaden. Über die Einzelheiten sprach Saskia Klingelhöfer mit Katja Völkl.


ERF: Zunächst mal die Frage: Warum gibt es diese unterschiedlichen Daten?

Katja Völkl: Das liegt daran, dass es mehrere Orte und Zeitpunkte gab, an denen Deutschland die Kapitulationsurkunden unterschrieben hat. Am frühen Morgen des 7. Mai 1945 unterschrieb Generaloberst Alfred Jodl in Reims die Gesamtkapitulation gegenüber den Westmächten.

In der Nacht vom 08. auf den 09. Mai um 23.01 Uhr wiederholten hochrangige Vertreter aller drei Wehrmachtsteile de…

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Gesehen! Wahrgenommen! Beachtet! (2)

07.05.2023 00:00:00

 

Immer mehr Menschen fühlen sich einsam. Doch jeder einsame Mensch liegt Gott am Herzen. Wie sehr, darüber habe ich in Teil 1 dieses Artikels schon einiges geschrieben. Und hier folgt nun die Fortsetzung.
 

Gemeinsam gegen die Einsamkeit

Noch ein Beispiel aus der Bibel. Paulus war ein jüdischer Gelehrter. Und ehe er selbst eine dramatische Begegnung mit dem auferstandenen Jesus hatte, war er einer der erbittertsten Feinde der ersten Christen. Der ersten Jesus-Leute.

Paulus war unverheiratet. Er war also alleinstehend, oder Single wie wir heute sagen (1. Korinther 7,8). Aber auch Paulus hat nicht gezögert, gute Freunde zu bitten, dass sie zu ihm kommen und ihm in seiner Einsamkeit beistehen. „[Lieber Timotheus!] Nun bitte ich dich: Komm doch so schnell wie möglich zu mir!“ (2. Timotheus 4,9; vgl. auch 1. Korinther 16,11).

Und auch wenn Paulus se…

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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