Vollgas bis zum Anschlag?

28.09.2023 00:00:00


Die Gemeinde scheint ein Fass ohne Boden zu sein. Egal wie viele Mitarbeiter sich in die Gemeinde investieren, die Arbeit wird nicht weniger. Stattdessen eröffnen sich immer wieder neue Möglichkeiten und Arbeitsbereiche. Thomas Härry war selber Pastor und weiß, wie es ist, sich bis zum Limit für die Gemeinde aufzuopfern und sich am Ende selbst dabei zu verlieren. Wir haben ihn in einem Interview gefragt, wie Mitarbeit in der Gemeinde funktionieren kann, ohne dass die Mitarbeiter burn-out-gefährdet sind.
 

ERF: Herr Härry, Ihr Ski-Lehrer sagte damals in der sechsten Klasse: „Der Härry fährt über seine Verhältnisse hinaus“. Förderte Ihre Gemeinde diesen Charakterzug oder half sie Ihnen dabei, ein gesundes Maß zu entwickeln?

Thomas Härry: Als Jugendlicher habe ich in meiner Kirche natürlich – wie auch sonst überall – Vollgas gegeben und über meine Verh…

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„Du machst was ganz Verrücktes!“

27.09.2023 00:00:00


Von Geburt an hat Stefan Wagener eine Gehörschädigung. Erst im zweiten Schuljahr bekam er Hörgeräte, die ihm seinen Alltag erleichterten. Dennoch war Stefan Wagener durch die Behinderung ausgegrenzt. Er hat sich selbst aber immer wieder neue Ziele gesteckt und erreicht, die ihm viele gar nicht zugetraut hätten. Im Interview berichtet der heutige Pfarrer und Familienvater, wie er immer wieder über seine Grenzen hinaus gegangen ist. Dabei geholfen haben ihm sein Glaube und andere Menschen.


ERF: Können Sie kurz beschreiben, wie genau Ihr Gehör beeinträchtigt ist?

Stefan Wagener: Man denkt immer, wenn man schwerhörig ist, dann hört man einfach schlechter. Aber es gibt unterschiedliche Hörschädigungen. Bei mir ist es so, dass ich die Hochtöne nicht so gut höre. Dadurch kann ich zum Beispiel feine Unterschiede wie bei „dem“ und „den“ nicht hören. Oder ob …

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Ja, aber…

26.09.2023 00:00:00


Entscheidungen ohne Wenn und Aber schaffen Klarheit! Wenn Zwei sich das Ja-Wort geben, ist dem nichts hinzuzufügen. Auch beim mutigen „Nein“ des Alkoholikers zum Alkohol verbietet sich jegliche Einschränkung. In der Computertechnik reichen zwei Zahlen, Null oder Eins – man könnte auch sagen: Ja oder nein – um komplexe Zusammenhänge darzustellen und zu berechnen.

Ich bin aber kein Computer. In meinem Alltag gestaltet es sich oft ungleich schwerer, die richtige Entscheidung klar und unmissverständlich zu fällen und zu kommunizieren. Ein Ja fällt mir oft leichter. Es schafft meist Zustimmung und Akzeptanz. Gerne will ich es den Anderen recht machen, auch wenn mein Innerstes mir eigentlich etwas anderes signalisiert. Nein zu sagen ist sperrig und kostet Überwindung.

Das konnte ich neulich im Supermarkt beobachten: Die Kindergitarre hat bei dem kleinen Jungen…

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Die unverdiente zweite Chance

25.09.2023 00:00:00


Wer schon einmal vor einem unangenehmen Auftrag stand, kennt die Situation. Der erste Gedanke ist ungefähr: Nein, nicht mit mir! Das kann gern jemand anderes machen, aber nicht ich.

So ging es auch dem Propheten Jona im Alten Testament. Er ist der Prophet, der einer Stadt den Untergang ankündigen soll, weil sie den Zorn Gottes auf sich gezogen hat. In der Bibel, im Buch Jona, heißt es gleich am Anfang: „Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen“ (Jona 1,2).

Was genau in Ninive alles vor sich geht, wird nicht näher ausgeführt. Das ist auch nicht nötig. Jona scheint zu wissen, was dort los ist – und das ist offenbar grässlich. Die Großstadt Ninive war für ihre Grausamkeiten berüchtigt. So ist Jonas erster Gedanke: „Oh nein, nicht mit mir!“ Jona weigert sich, den Auftrag Gottes umzusetzen…

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Bevor das Seil reißt

22.09.2023 00:00:00


Jeder kennt das: Ein Mensch im Umfeld, der entsetzlich stresst. Der mich mit seinen Aussagen in die falsche Ecke stellt, überall nur hochgezogene Augenbrauen erntet und keine Freunde zu haben scheint. Und da kommt er schon wieder um die Ecke. Nix wie weg!

Das kann eine Methode sein, um einer schwierigen Beziehung aus dem Weg zu gehen: Flucht. Ausweichen. Die Kurve kratzen. Es mag möglich sein, doch ist es auch ratsam? Den Kontakt bewusst von jetzt auf gleich beenden: die Nummer auf dem Smartphone löschen, den Chat blockieren, die Anrufe wegdrücken? Vielleicht nehme ich sogar einen anderen Weg zur Bushaltestelle, aber wer klopft mir denn jetzt auf die Schulter? Mist, erwischt!

Der Umgang mit „schwierigen“ Menschen kostet auf die Dauer Kraft. Zwischenmenschliche Beziehungen können zur erschöpfenden Belastung werden. Wie ich damit umgehen kann, ist zu hören…

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Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

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