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Steht das Alte Testament im Gegensatz zur Liebe?

erstellt am 29.04.2019 07:00:31

„Mir macht es keine Freude, wenn ein Gottloser sterben muss. Nein, ich freue mich, wenn er von seinen falschen Wegen umkehrt und am Leben bleibt.“ Hesekiel 33,11

Wir glauben an einen Gott, der Liebe ist und nur Gutes für den Menschen will. „Ääääähmmm…“, werden wir schnell von Glaubenskritikern hören, „Ihr vergesst, wie grausam dieser ‚Gott‘ ist. Schaut mal ins AT. Oder ins NT, das oft nicht beachtet wird… Gott tötet da sogar seinen eigenen Sohn. Das soll Liebe sein?“ Nun ja, auf den ersten Blick kann das alles sehr grausam aussehen. Doch um das Ganze richtig zu verstehen, müssen wir mit einem offenen/unvoreingenommenen Blick auf die Situationen schauen, in denen Gott scheinbar so grausam vorgeht. Nehmen wir z.B. das Buch Jona. In Niniveh wohnte ein Volk, das bekannt für seinen unnormal schlechten Lebensstil war. Und weil Gott heilig, rein und gerecht ist, konnte er sich das alles nicht länger ansehen. Weil Gott gut ist, konnte er ihre Bosheit nicht länger ertragen. Wenn Gott ein böser Gott wäre, der nach Lust und Laune tötet, hätte er augenblicklich Feuer vom Himmel fallen lassen können – doch das tat er nicht. Ja, er wollte das Volk bestrafen, aber er tat es nicht einfach so. Er schickte seinen Diener Jona los, damit dieser dem Volk von Gottes Vorhaben erzählt. Sie selbst nahmen ihn ja nicht wahr, sonst wüssten sie bereits alles. Als Jona letztendlich tat, wozu Gott ihn beauftragt hat, geschah DAAAAAS Wunder: Alle Menschen der Stadt erkannten, dass sie wirklich ein schlechtes Leben führten und bereuten es! Sie flehten bei Gott um Gnade. Wirklich inbrünstig – nicht so lasch, wie wir das Bitten um Vergebung kennen… Und was tut Gott? Er zieht die Strafe trotzdem durch und vernichtet das Volk.
Nein! Natürlich nicht. Gott schenkte dem Volk Gnade, weil es die Fehler erkannt und sich mit aufrichtigem Herzen vorgenommen hatte, das Leben in Zukunft zu ändern. Ist das der grausame Gott? Gnade statt gerechter Strafe – und das bereits im AT? Gottes Herz ist anders, als wir oft denken. Unser Tagesvers macht deutlich, dass er wirklich nicht möchte, dass Menschen sterben. (Der Tod ist eine direkte Folge vom Leben in Sünde, sprich außerhalb von Gott und seinem Willen.) Er will, dass wir alle LEBEN. Und deshalb schickt er Warnungen. Er gibt einem 1.000 Möglichkeiten zu erkennen, dass man gerade auf dem direkten Weg in den Tod ist und zeigt, dass man nur die Weiche stellen muss, damit man wieder auf der richtigen Gleise ist. Gott warnt uns, damit wir uns für das Leben entscheiden. Gott warnte die Menschen und Völker im AT auch davor, dass ihr Verhalten früher oder später Konsequenzen mit sich bringen würde, dass er aber auch bereit dazu wäre, Gnade walten zu lassen, wenn sie umkehren. Gott ist Liebe – auch im AT. Lasst euch mal darauf ein zu denken, wie Gott denkt. Zu sehen, was Gott sieht. Dann werdet ihr einen ausgewogeneren Blick auf einzelne Situationen erhalten und die Liebe Gottes erkennen – was auch immer geschieht.

Emma

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von System

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