„Wenn ihr mich wirklich kennt, werdet ihr auch meinen Vater kennen.” Johannes 14,7A
Kenne ich Gott wirklich? Das habe ich mich lange gefragt. Vom Wissen her konnte ich schon immer sagen, dass ich ihn kenne. Ich wusste sogar sehr viel. Das liegt daran, dass ich sehr gerne lerne und Dinge studiere, die mein Interesse wecken. Gott und die Bibel sind tatsächlich meine größten Leidenschaften. Ich liebe es auch zu hören, wie Menschen Gott erleben, ihm begegnen, ihn kennen lernen. Ich wusste nie so wirklich, wie eine Bindung zu Gott funktioniert. Ich wollte keine leeren Gebete, auf die ich keine Antwort erhalte. Ich wollte keinen fernen Gott, der nicht mit mir redet. Doch wie nehme ich Kontakt auf? Zu welchen der drei Personen kann ich reden? Der Vater? Schien mir zu weit weg zu sein. Zu heilig, zu distanziert. Klar, er liebt mich und so, das wusste ich, aber anfangen konnte ich mit ihm nichts. Der Heilige Geist? Das fand ich ehrlich gesagt irgendwie gruselig… ich hatte zu viele Warn-Geschichten gehört. Die geistliche Welt wirkte also auch so realitätsfern und unheimlich. Jesus? Er war ein Mensch. Ja, das konnte ich mir gut vorstellen. Mit Jesus zu reden war meine Lösung. Ich fand ihn. Fasste vertrauen zu ihm. Lernte ihn kennen. Ich fühlte mich bald tief verbunden mit ihm und er machte mich mit seinem Heiligen Geist vertraut. Ich erlebte ihn; spürte, was Jesus damals meinte, dass es besser für seine Nachfolger sei, wenn er die Erde verlässt, weil er dann seinen Heiligen Geist schicken könne, der uns an seiner statt in Kraft begleitet und das Wort Gottes bestätigt. Ich hörte ihn. Erlebte seine Führung und Weisung in vielen Dingen. Die geistliche Welt wurde mir realer als das, was vor Augen ist – aber der Vater… Ich konnte einfach nicht. Ich vertraute ihm nicht. Das wahr wohl der wahre Grund, weshalb ich mich ihm nicht nahen konnte. Vielleicht auch aus Angst vor seiner Reaktion mir gegenüber. Mir war zu bewusst, dass ich seiner nicht würdig bin. Ich konnte es annehmen, sein Kind zu sein, aber ihn als meinen Vater anzunehmen wagte ich nicht. Heute frage ich mich tatsächlich, wieso. 😀 Er ist sooo ein guter Vater. Der perfekte Vater. Und das zeigte er mir. Sanft und langsam näherte er sich mir. Schritt für Schritt. Er zeigte mir, dass ich ihm voll und ganz vertrauen kann. Sein Herz ist das Herz von Jesus. In Jesus habe ich den Vater schon längst gesehen. Ich habe sein Vaterherz für mich entdeckt. Und er ist sooo ein guter Vater. Ganz anders als alles, was ich mir vorgestellt habe. Und es gibt nichts gutes, was sein Vaterherz nicht für mich wollen würde. Ich darf nach Hause kommen. Bei ihm zu Hause sein. Ich darf mich als Teil einer himmlischen Familie betrachten. Als Miterbe eines königlichen Reiches. Ich darf einfach sein. Seine Tochter sein. Und damit alles genießen und in allem leben, was der Stand als Tochter Gottes mit sich bringt. Ich will euch dazu ermutigen, den Weg nach Hause zu wagen. Sein Vaterherz wartet dort bereits mit weit offenen und großzügigen Armen.
Emma
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