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„Wer verstanden werden will, muss zuhören.“

erstellt am 17.11.2009 22:28:09

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Eigentlich komisch, oder? Wieso muss ich zuhören, wenn ich möchte, dass mich jemand versteht? Verstehen tut mich doch nur jemand, wenn ich ihm etwas sage, wenn ich mit ihm rede! Ist das wirklich so?
Kann mich mein Gegenüber nur verstehen, wenn ich mit ihm hörbar rede, ihm in einem Gespräch mitteile, was ich denke und vor allem, was meine Meinung ist?
Jak. 1,19: „Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“
Jakobus fordert hier auf, als Erstes zuzuhören, darum bemüht zu sein, zu verstehen, was der Gegenüber sagt und wirklich meint. Gott hat dem Menschen nicht umsonst zwei Ohren und nur einen Mund gegeben!
Angenommen, ich rede mit jemandem aus einem anderen Land. Da muss ich ihm erst einmal zuhören, um überhaupt herauszufinden, was für eine Sprache er spricht und dann, ob ich die Sprache auch beherrsche.
Genauso ist das auch im Alltag. Ich muss herausfinden, wer mein Gesprächspartner ist, wie er denkt, was seine Meinung ist und wie er zu dieser Meinung kommt.
Vor allem in Gesprächen mit Menschen, die Jesus nicht kennen, ist das enorm wichtig! Einfach die Argumente für den christlichen Glauben nach „Schema F“ an den Kopf zu werfen, egal, wer gerade vor mir steht, bringt nichts und zeugt auch nicht gerade von Liebe. Ich muss wissen, wer mein Gegenüber ist.
Jesus hat nichts anderes gemacht. Paulus schreibt in 1. Kor 9,19-23, dass er „den Juden ein Jude… den Heiden ein Heide, den Gesetzesleuten zu einem Mann des Gesetzes, den Schwachen ein Schwacher…“ geworden ist, damit zumindest „einige gerettet werden“.
Dabei ist das keine neue Methode, keine neue Missionsstrategie von Paulus. Er hat genau das an Jesus gesehen. Jesus ist den Menschen ein Mensch geworden. Ihm war die Herrlichkeit beim Vater nicht zu schade, er stellte sich dem Menschen gleich und kam in unsere Welt. Jesus wollte dem Menschen gleich sein um zuzuhören, zu verstehen und nachzufühlen.
Jesus kann den Menschen verstehen. Er wurde in Allem versucht, blieb aber ohne Sünde und kann daher denen helfen, die versucht werden (Hebr. 2,17+18; 4,15).
Daran erinnern wir uns vor allem an Weihnachten. Jesus wurde auf dem gleichen Weg Mensch wie wir, mit Allem, was dazu gehört.
Jesus wurde dem Menschen ein Mensch. Um zuzuhören. Mit der Hoffnung, verstanden zu werden.

von User3999

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