Die Psalmen sagen viel über unser Herz. Dieser Artikel
gibt dir einen kleinen Überblick.
1. Dein Herz ist dein Inneres
Wenn du „Herz“
liest, musst du „Inneres“ denken. Es geht um deinen Kern, dein Zentrum, im
Kontrast zu deinem Körper. Der Psalmdichter kann sein ganzes Sein als „Leib“
und „Herz“ zusammenfassen:
„Mag auch mein Leib und mein Herz vergehen –
meines Herzens Fels und mein Teil ist Gott auf ewig.“ (Psalm 73,26)
Dein Herz ist das
Unsichtbare an dir. Das, was in dir steckt, egal, was du rein äußerlich
vormachst. Über manche Leute klagt David:
„Sie reden friedlich mit ihrem Nächsten, aber
haben Böses gegen ihn in ihrem Herzen“ (28,3)
Die Bewegung ist
von innen nach außen. Von deinem Herzen geht alles aus. Es denkt, entscheidet,
begehrt, fühlt, und fürchtet.
2. Dein Herz denkt
Wenn die Bibel
„Herz“ sagt, musst du auch „Verstand“ hören. Dein Herz denkt nach, es forscht
und reflektiert. Es ist nicht nur der Ort unserer Gefühle:
„Ich sann nach des Nachts; in meinem Herzen überlegte ich“ (77,7)
Das Herz weiß
Dinge, es lernt und kann weise werden:
„So lehre
uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen“ (90,12)
Dein Herz kann
aber auch dumm werden:
„sie fahren daher in den Einbildungen ihres Herzens“ (73,7)
3. Dein Herz entscheidet
Dein
Wille und deine Moral haben ihren Ursprung in deinem Herzen. Es kann aufrichtig
sein und Dinge wirklich ehrlich und ernst meinen:
„Ich will dich preisen mit aufrichtigem Herzen“ (119,7)
Gott
erwartet von uns ein reines Herz:
„Wer darf hinaufsteigen auf den Berg
des HERRN und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte? Wer unschuldige Hände
und ein reines Herz hat“ (24,3-4)
Doch
unser Herz ist aber meist überhaupt nicht rein:
„Ein Volk irrenden Herzens sind sie, und sie haben meine Wege nicht erkannt“ (95,10)
Dein
Herz gerät leicht auf Abwege. Es steht im Widerspruch zu sich selbst. Davids
Herz sagt sich selbst:
„Ein verkehrtes Herz soll von mir weichen, Böses will ich nicht kennen“ (101,4)
Denn
er weiß, dass unsere Herzen arrogant sind:
„Wer stolze Augen und ein hochmütiges Herz hat, den will ich
nicht dulden“
(101,5)
Es
steht ernst um dein Herz. Der Heilige Geist warnt uns alle:
„Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verstockt eure Herzen nicht!“ (95,8)
4. Dein Herz begehrt
Wenn
du dir etwas wünschst, etwas vermisst oder Verlangen nach etwas hast, dann
erlebst du dein Herz. Manchmal sind deine Wünsche äußerst stark. Oft sind es
gute Wünsche. Der Psalmist besingt den „Wein,
der des Menschen Herz erfreut“ und
freut sich über Öl und Brot, die „des
Menschen Herz stärken“ (104,15). Die Bibel ist nicht gegen den Genuss. Dein
Herz wurde zum Genießen geschaffen. Es kann nicht anders, es wird immer Lust
haben. Deshalb
„Habe deine Lust am HERRN, er wird
dir geben, was dein Herz begehrt“ (37,4)
5. Dein Herz fühlt
Deine
Gefühle sind nicht der Heilige Geist. Sie kommen aus deinem Herzen:
„Mein Herz jauchzt über deine Rettung“ (13,6)
Das
ist eine starke, positive Emotion. Dein Herz ist fähig, eine erstaunliche
Bandbreite von Gefühlen zu erleben. Für mich sind die Gefühle meines Herzens
das Wundersamste an mir selbst. Auch unglaublich negative emotionale
Erfahrungen sind normal. Der Psalmdichter Asaf weiß das:
„Als mein Herz erbittert war und es mich in meinen Nieren stach“ (73,21)
6. Dein Herz kämpft gegen die Furcht
„Seid stark, und euer Herz fasse Mut, alle, die ihr auf den HERRN harrt!“ (31,24)
Durch
diesen Psalm will der Heilige Geist dein furchtsames und besorgtes Herz mutig
machen. Manchen hat sein mutiges Herz schon zu undenkbaren Heldentaten geführt.
Der Mensch ist eben Gottes Ebenbild, nicht das Ebenbild irgendeines Feiglings.
7. Dein Herz ist dein wahres Ich
Dein Herz denkt, entscheidet, begehrt und fühlt. Es ist ein bemerkenswertes Gebilde. Ohne Herz wärst du nichts – gedankenlos, willenlos, emotionslos. Wenn du also in der Bibel „Herz“ liest, dann meint das Wort dich, wie du wirklich bist: Dein Herz – das bist du, mit all deinen Stärken und Schwächen.
Du hast also ein erstaunliches, einzigartiges Herz. Die Frage ist, wofür es schlägt, denn schlagen tut es. Worauf richten sich deine Gedanken, Entscheidungen, Wünsche, Gefühle und Hoffnungen? Ist dein Herz auf Gott ausgerichtet? Willst du es jetzt gerade neu auf deinen Schöpfer und Erlöser fokussieren? Vielleicht hilft dir dabei dieses kurze Gebet:
„Lehre mich HERR, deinen Weg: Ich
will wandeln in deiner Wahrheit! Fasse mein Herz zusammen zur Furcht deines
Namens. Ich will dich preisen Herr, mein Gott, mit meinem ganzen Herzen und
deinen Namen ewig verherrlichen.“ (86,11-12)
Der Beitrag 7 Dinge, die du über dein Herz wissen solltest erschien zuerst auf Josia.