„Alle Zeiten meines Lebens sind in deiner Hand.“ Psalm 31,16A
Zeit ist ein abgefahrenes Konzept. Wenn Einstein sagt, Zeit sei relativ, muss ich erstmal innehalten. Relativitätstheorie, Physik, Zeit, Raum, Materie, Sterne und ihre verglühten Zwillinge, Masse, Licht. Ich bin kein Wissenschaftler und manchmal ziemlich froh drüber – aber manchmal auch nicht. Vor allem dann, wenn die Neugier mich überkommt, ich gebannt Vorträgen bei YouTube lausche, die mir einen Bruchteil dieses Wissens mit einfachen Vergleichen versuchen nahezubringen: Schrödingers Katze ist bspw. eigentlich recht logisch. So wie eben vieles recht logisch wird, wenn man sich damit (manchmal jahrzehntelang) befasst, lernt, forscht, experimentiert, verwirft und noch einmal von vorne beginnt.
Gott hat uns einen Verstand gegeben, den wir durch die Forschung und deren Niederschrift in einen kulturellen und wissenschaftlichen Riesenverstand gemacht haben. Wir lernen von Generationen, die lange vor uns gestorben sind. Da Vinci, Newton, Curie… aber wir sind noch nicht am Ende. Und gerade das Konzept der Zeit ist eines dieser Wunder, das ich nie komplett fassen kann. Zeit geht voran, ich kann sie nicht aufhalten, nicht kontrollieren, bin quasi jedem Moment ausgeliefert, bin dieser Strömung, ja, diesem Mahlstrom ausgeliefert, der gefühlt immer schneller vorangeht, weil unsere Erde immer kleiner wird, wir immer schneller werden, immer mehr wissen, wollen, werden und dann reiße ich meine Hände vor mein Gesicht, weil ich Angst habe, zu schnell bin, die nächste Kurve in meinem Lebensweg kommt so abrupt, ich reiße die Hände hoch, weil ich den Hindernissen nicht mehr ausweichen kann und DANN – ist da Gott und fängt mich auf.
In einem zeitlosen, luftleeren und widerstandslosen Raum gefüllt mit Liebe ist da Gott, der all diese Wunder, die wir erforschen und noch nicht ganz verstehen, erschaffen hat. Der Gott, dem das alles keine Angst macht, weil er die Kontrolle darüber hat und die Naturgesetze auch außer Acht lassen kann. Der meine Zeit in seinen gütigen Händen hält und mich in der Achterbahn dieses Lebens sachte führt, den Blinker setzt, damit ich weiß, worauf ich mich einstellen kann, oder auch mal meine Augen schließt, damit ich lerne, ihm zu vertrauen. Was völlig okay ist, denn als Beifahrer kann man auch ruhig mal einschlafen, wenn man den besten Chauffeur des Lebens an seiner Seite hat. Gott hält dich in seinen Händen, darin darfst du dich getrost ausruhen.
Katharina
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