„Steh auf und geh!“
Apostelgeschichte 3,6D
Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, wie oft dieser Satz in den verschiedensten Variationen in der Bibel steht? Mir fiel es erst auf, als ich mich fragte, welche Bibelstellen das Thema „Glauben heißt Handeln“ behandeln (haha – Wortspiel). Ich überlegte lang, bis mir der Satz „Steh auf und geh!“ in den Sinn kam. Stimmt! Denkt einmal an die Heilungsgeschichten aus der Bibel: Die Menschen kommen zu Jesus und wollen geheilt werden – Jesus sagt dann zu ihnen: „Dein Glaube hat dich geheilt!“ oder: „Ich will, sei geheilt!“ Meistens ist es das, was uns direkt auffällt. Was uns im Gedächtnis bleibt, weil es das erste ist, was Jesus gesagt hat und was aufgrund des Inhalts so abgeschlossen wirkt. Und… GOTT ist es ja, der heilt.
Wenn er also sagt „Es ist erledigt“, dann ist es halt so und wir brauchen uns keine Gedanken mehr drum machen und nichts mehr „hinzufügen“. Unser Glaube hat ja bereits ausgereicht für das Handeln Gottes. Ja, das stimmt schon so, aber… wir dürfen nicht vergessen, was folgen muss: UNSER HANDELN! Nachdem Jesus die Heilung über dem Menschen ausgerufen hat, forderte er denjenigen (meistens) angepasst an die Situation zum Handeln auf: 1. Die zehn Aussätzige (Geht und zeigt euch den Priestern.) 2. Der Mann mit der verkrüppelten Hand (Streck deine Hand aus.) 3. Der komplett gelähmte Mann (Steh auf, nimm dein Bett und geh.) 4. … Man könnte die Liste noch weiter führen – die Ergänzung wäre vielleicht eine spannende Idee für euer persönliches Bibelstudium. 😉
Das Spannende ist, dass vor und nach Jesus die Strategie Gottes genau so war. Wenn Gott im Alten Testament mit seinen Leuten sprach, ihnen Dinge offenbarte, Siege zusagte oder was auch immer, forderte er die Menschen im Anschluss dazu auf, entsprechend zu handeln. Los gehen, Schritte wagen, super unlogische Sachen tun. Alles war bereits von Gott geplant, zugesagt und vorbereitet. Das einzige, was er noch wollte, war DAS HANDELN IM GLAUBEN. Zum Thema Heilung gibt es da auch eine spannende Geschichte mit „Zusage →Handeln“. Wer mag, kann sich dazu 2. Könige 5 durchlesen. Nach dem Kommen und Vorbild Jesu, haben die Christen in der Apostelgeschichte dieses Prinzip weiter gelebt, wie der heutige Vers zeigt. Bevor das Zugesagte eintreffen konnte, war das Handeln gefragt. „Glaube ohne Werke ist tot!“ (Jakobus 2,20 ; 2,26) Wir ruhen uns immer so gerne aus, machen es uns bequem und sind froh darüber, keine Verantwortung mehr tragen zu müssen – weil ja der Glaube reicht.
Der Glaube ist sehr wichtig! Der Glaube ist die Basis, die ausführende Kraft, aber der Glaube braucht unser entsprechendes Handeln. Ist da nur der Glaube, wird nichts passieren. Ist da nur unser Handeln, weil wir meinen, es sei das Richtige, wird es nicht zwangsläufig gute Frucht bringen, weil wir getrennt von Gott und seiner Weisung agieren. Beides ist wichtig. Notwendig. Beides sollte unseren Alltag bestimmen: Der Glaube und ein entsprechendes Handeln. Habt ihr Lust dazu mit uns in dieser Woche den Glauben neu zu entdecken und entsprechend zu handeln?
Emma
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