Götzendienst muss bekämpft
werden
Gott sendet uns wie Schafe unter die Wölfe. Gott sendet uns als
Gottesdiener in eine Welt voller Götzendienst. Ja wir sollen, soviel an uns
liegt, mit allen Menschen Frieden halten. Wenn wir Leid erfahren, sollen wir es
geduldig ertragen, die andere Wange hinhalten und selbst unsere Feinde (also
auch den Götzendiener) lieben. Die Gebote gegen den Götzendienst aus 5. Mose
(vgl. Kapitel 13,7-19 und 17,1-7) haben für uns nicht mehr die Bedeutung wie
damals für Israel. Aber sie sind deshalb nicht bedeutungslos geworden. Wir
können den Götzendienst nicht um uns herum ausrotten, wie es das Volk Israel im
verheißenen Land tun sollte, aber wir sollen davor fliehen!
Flieh vor dem Götzendienst, denn
er führt dich ins Verderben
Sind wir uns der Gefahr bewusst? Normale, schöne – ja, gute – Dinge können zu den fiesesten und
zerstörungswütigsten Götzen werden. Der Teufel, der Widersacher ist schlau und
listig. Er findet überall einen Weg, um uns von Gott wegzuziehen und unser
Vertrauen auf andere Dinge zu setzen. Lies mal, was David Foster Wallace, ein
bekennender Atheist schreibt:
„Es mag vielleicht eigenartig klingen, aber
es ist wahr: in unserer Welt gibt es sowas wie Atheismus gar nicht. Es gibt
keinen Menschen, der nicht anbetet. Jeder betet etwas an. Wir haben nur die
Wahl, was wir anbeten. Und der Grund, sich vielleicht dafür zu entscheiden,
Gott anzubeten, ist, dass uns so ziemlich alles andere bei lebendigem Leib
verschlingen wird. Wenn du Geld und Dinge anbetest, wenn es das ist, womit du
wahren Sinn im Leben verknüpfst, dann wirst du niemals genug haben, nie fühlen,
dass du genug hast. Es ist die Wahrheit. Bete deinen Körper und Schönheit und
sexuelle Reize an und du wirst dich immer hässlich fühlen. Und wenn Zeit und
Alter sich beginnen bemerkbar zu machen, wirst du eine Million Tode sterben,
bevor sie dich betrauern. Einerseits wissen wir das alles bereits. Es ist
verschlüsselt in Mythen, Sprichwörtern, Klischees, Gedichten, Parabeln und es
bildet das Skelett für jede große Geschichte. Der ganze Trick dabei ist, diese
Wahrheit vom alltäglichen Bewusstsein fern zu halten.“[1]
Wenn Du Götzen in deinem Leben erkennst oder wenn dich andere zum
Götzendienst verleiten wollen, und seien es deine nächsten Verwandten und
engsten Freunde, dann halte dir diese Worte vor Augen: „Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst!“ (1. Kor
10,14) „Kinder, hütet euch vor den
Götzen.“ (1. Joh 5,21) Mach nicht
mit. Verharmlose es nicht. Toleriere Götzen nicht in deinem Leben. Spiele nicht
mit dem Feuer, auch wenn es sich noch so schön anfühlt!
Flüchte zu Christus, denn er allein
führt dich ins Leben
Der Götzendienst um dich herum lädt dich mit der Verheißung ein, das Leben
wahrhaft zu genießen, verbessern, verlängern und vertiefen zu können. Die
Kernaussagen lauten: Es geht nur um dich und es ist gut für dich! Doch
Götzendienst führt dich in den Tod und ins Gericht! Und darum fordert Jesus dich
auf:
„Verleugne dich selbst, nimm dein Kreuz auf
dich und folge mir nach. Denn was hilft es dir, wenn du die ganze Welt gewinnst
und Schaden an deiner Seele nimmst? Denn wenn du dein Leben retten willst,
wirst du es verlieren; wenn du aber dein Leben verlierst um meinetwillen, dann
wirst du es retten.“ (vgl. Lk 9,23-25)
Jesus über alles zu stellen, ihn als Herrn und Gott anzunehmen und ihm nachzufolgen, auch durch Leid und Entbehrung, bedeutet, das wahre Leben zu finden. Ein Leben, welches über den Tod hinaus geht. Oh welches Geschenk: Jesus hat die Strafe für unseren Götzendienst auf sich genommen. Er wurde an unserer Stelle hingerichtet und trug Gottes Zorn über unsere Abgötterei. Er vergibt uns und schenkt uns Leben und Segen in Ewigkeit! Er schenkt uns Frieden und Erfüllung für unsere dürstenden Seelen. Nie werden wir Erfüllung in der Befriedigung all unserer Bedürfnisse und Begierden finden, sondern nur in Gott: Dafür sind wir geschaffen.
Führe den Kampf gegen Götzen mit Gottes Mitteln
Doch auch wenn
wir Christen sind und der Heilige Geist in uns wohnt, bleibt das sündige Wesen,
solange wir in dieser Welt leben, in uns. Unser Herz ist deshalb ein
Schlachtfeld zwischen Gottesdienst und Götzendienst. Unter den Geboten gegen
Götzendienst im 5. Buch Mose findet sich öfters dieser abschließende Vers: „So sollst Du das Böse in deiner Mitte
ausrotten.“
Das Böse in
unserem Herzen kann nur Jesus ausrotten. Er ist dafür am Kreuz gestorben, gibt
uns seinen Heiligen Geist und wirkt in unserem Herzen. Und darum bedeutet der
Kampf gegen die Götzen immer zuerst, mehr von Jesus zu erstreben, sich mehr mit
ihm und seinem Wort zu füllen, mehr von seiner Liebe und Herrlichkeit zu
erkennen. Gegen Götzendienst zu kämpfen, davor zu fliehen, bedeutet, sich jeden
Tag neu zu Jesus zu flüchten.
Wenn wir irgendetwas gegen den Götzendienst um uns herum ausrichten wollen, bedeutet das, das, was Jesus für uns tat, in Wort und Tat verkünden. Das ist die einzige Waffe, die wir im Kampf gegen die teuflischen Mächte, die hinter den Götzen stehen, haben: „Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut (gegen Gesundheitsexperten, Werbemacher, Pornoproduzenten, Politiker usw.), sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]. Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen.“ (Eph 6,12-18)
[1] David Foster Wallace, This Is Water: Some Thoughts, Delivered on a Significant Occasion, about Living a Compassionate Life (http://faculty.winthrop.edu/martinme/thisiswater.htm).
Der Beitrag Die Top 10 unserer Götzen: Teil IX – eine Schlussfolgerung erschien zuerst auf Josia.