„Suche Frieden und jage ihm nach.“ Psalm 34,14
Wenn Menschen mich beschreiben, höre ich oft von ihnen Aussagen wie „eine in sich ruhende Person” – „tiefe Zufriedenheit ausstrahlend”. Nun, meistens sind es Menschen, die mich nicht mein halbes Leben lang kennen. Menschen, denen ich nicht meine Lebensgeschichte erzählt und die ich nicht in meine momentanen Struggles eingeweiht habe. Ich bin jedes Mal fasziniert davon, dass Menschen mich so wahrnehmen, einfach, weil ich mich selbst nicht immer so sehe. Mein Blick ist zum Beispiel oft auf meine Zweifel und Fragen gerichtet, die mich wie eine wilde Meereswoge hin und her werfen. Manchmal fühle ich mich wie die Getriebene meiner selbst, mache mich für dies oder jenes fertig, male mir das aller schlimmste aus, was passieren kann oder was Menschen über mich denken und bla bla bla… all diesen Müll, durch den sich vermutlich so gut wie jeder durchschlägt. Und irgendwie glaube ich, dass genau das DEN Unterschied macht – sich durchschlagen, durchkämpfen. Dem Frieden nachzujagen, nicht in dem Gedankenchaos sitzen zu bleiben. In einer mega guten Predigt habe ich es neulich wie auf den Punkt gebracht gehört: Wenn du gerade durch das Tal der Finsternis gehst, was quasi ein Symbol für alles negative Erleben (ob in Gedanken oder Realität) ist, dann hör nicht auf zu gehen!! Am Ende dieses Weges ist das Licht. Da draußen sind die saftig grünen Wiesen und der wunderschöne See. Der Ort, wo du zur Ruhe kommen kannst. Und das ganze ist NUR EINE ENTSCHEIDUNG von dir entfernt. Ja, das finstere Tal ist schrecklich. Es ist hässlich. Die Dinge, die darin geschehen und verborgen sind, sind nahezu tödlich und scheinen dich zu fesseln und gefangen zu halten. Und wenn du dann niedergeschlagen auf dem Boden liegst, die dunkle Decke über dir und die bedrohlichen Mauern an deiner Seite wahrnimmst, dann will ich dich daran erinnern, dass es Hoffnung gibt. Dass das Licht da ist. Dass es einen Ausweg aus diesem Tunnel gibt. Auch wenn es das letzte ist, was du mit deiner Kraft noch tun kannst: wende deinen Blick. Steh auf und schau auf das Licht. Dann lauf los. Geh weiter und weiter. Gib niemals auf. Jesus gibt dich nicht auf. Jesus hört nicht auf damit dich als das Licht zu begleiten, dir den Weg nach draußen zu leuchten. Das Licht, das er dir entgegenstrahlt, ist wie eine ewig bleibende Flamme der Hoffnung, die dein ganzes Sein in Brand setzt. Ein Feuer der Liebe, des Glaubens und Friedens. Es wird irgendwie zu der Antriebskraft, die dich aufleben lässt, die alles andere in den Schatten stellt. Huch, schau doch mal! Das Licht ist nicht nur am Ende des Tunnels zu finden, ES IST DURCH JESUS IN DIR! Du bist durch ihn Licht geworden und die Finsternis um dich herum kann dein Licht nicht erlischen. Wenn das nicht ein Grund zur tiefen Freude und Zufriedenheit ist? Es lohnt sich dran zu bleiben und dem Frieden nachzujagen. Möge dieses neue Jahr ein Jahr für uns alle sein, in dem wir den alles übersteigenden Frieden Gottes ergreifen lernen.
Emma
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