Was selbstfixierte Könige anrichten
Zar Nikolaus II. war Kaiser Russlands von 1894
bis 1917. Nikolaus II. hatte seinen Königstitel ernst genommen. Er sah sich als
einen, der von Gott als Kaiser eingesetzt worden war und liebte es, in Pracht
zu leben und seine Autorität zu zeigen. Er hatte keinen Gebrauch für Minister –
sie waren eher eine Last, und sogar eine Bedrohung für seine uneingeschränkte
Herrschaft! Auch die Armee meinte er leiten zu können und führte sie deshalb ab
1915 während des Ersten Weltkriegs: Das führte jedoch alles in eine große Katastrophe.
Grenzenlos war Russland nur auf der Karte; das Land war ansonsten unzweifelhaft
rückständig. Nikolaus war unfähig, wichtige Entscheidungen zielführend zu
treffen. Trotzdem wollte er uneingeschränkt herrschen, ohne Rücksicht auf andere.
Niemandem legte er Rechenschaft ab. Und während er in Überfluss schwelgte,
bettelte sein Volk um Brot. Über die Jahre hatte er seine Gegner verdrängt und jegliche
Unterstützung verächtlich zurückgewiesen. Schlussendlich war der Erste Weltkrieg
für Russland ein absolutes Desaster und führte kurz darauf dazu, dass es über Jahrzehnte
unter kommunistische Herrschaft und in Unterdrückung fiel! Nikolaus II. hatte
seinem Volk aufgrund seines Egoismus größtmöglichen Schaden zugefügt, statt es zu
schützen und verantwortungsbewusst zu leiten.
Gibt es überhaupt fürsorgliche Könige?
Ein König, der sein Volk nicht schützt, auf
seine Grundbedürfnisse nicht eingeht, sich für sein Wohl nicht interessiert und
es ins Verderben führt, ist kein König, dem wir untertan sein wollen. Nun war
Zar Nikolaus II. ein besonders schlechter König. Bessere Könige gab es in der
Geschichte auf jeden Fall. Aber können wir in der Geschichte einen König
finden, der sein Volk vor allen Feinden schützt, auf alle seine
Grundbedürfnisse eingeht? Ein König, der sich für sein Wohl nicht nur
interessiert, sondern sich dafür auch mit seinem eigenen Leben einsetzt und es
zu einem bleibenden Frieden und ewigen Wohl führt? An einem oder mehreren dieser
Punkte ist jeder König gescheitert und konnte sie nicht vollkommen erfüllen. Kann
es also überhaupt so einen König geben?
Was macht einen fürsorglichen König aus?
Kann es einen König geben, der sich um seine
Untertanen kümmert, wie sich ein Hirte um seine Schafe kümmert? Ein König, der sich
mit Geduld und Treue um sie kümmert, weil sie nicht in der Lage sind, auf sich
selbst aufzupassen und von Gefahren fernzubleiben? Ein König, der danach sieht,
dass es seinen Untertanen an nichts mangelt? Ein König, der ihr Wohl sucht und
ihnen Ruhe und Erfrischung schenkt? Ein König, der sie auf Wegen behält, die
sicher und gut sind, damit sein Name nicht geschmäht wird? Ein König, der sie in
schwierigen und dunklen Zeiten nicht der Verderbnis preisgibt, sondern ihnen
beisteht und sie schützt? Ein König, der darauf bedacht ist, seine Untertanen
zurechtzuweisen und zu korrigieren, damit sie einsehen, wie gut seine Wege
sind? Ein König, dessen Untertanen so viel Zuversicht in ihn haben, dass sie
ihre Feinde nicht fürchten, sondern in ihrer Gegenwart sogar feiern können? Ein
König, der sie für sich allein aussondert, sodass sie ihn ohne Grenzen kennen
können? Ein König, dessen Güte und Erbarmen seine Untertanen so genießen, dass sie
seine Gegenwart nie wieder verlassen wollen? Was für ein König wird hier beschrieben!
Gibt es ihn? Ist das nicht zu gut, um wahr zu sein?
Der EINE fürsorgliche König
Ja, es gibt Ihn wirklich! Psalm 23 sagt, dieser König ist der Herr, der sich in Jesus offenbarte, der auf die Welt gekommen ist, um sein Volk von der Tyrannei des Bösen und von all ihren Feinden zu retten, und ihnen Frieden, Freude und Fülle in seiner Gegenwart für alle Ewigkeit zu sichern. Jesus, der nicht für sich selbst, sondern für sein Volk kommt, lebt, stirbt und aufersteht. Was für ein König!
Das ist der König, um den es in dieser Adventszeit geht. Gib Ihm Raum. Ordne dich Ihm unter. Denn Er allein ist es wert.
Der Beitrag Psalm 23 – Der fürsorgliche König erschien zuerst auf Josia.