Jesus und ich, wir führen eine seltsame Beziehung. Er liebt mich. Ich ihn auch (aber er mich immer mehr als ich ihn, auch wenn ich mich wirklich, wirklich bemühe)! Und dennoch ist es seit einiger Zeit ziemlich still um uns beide geworden.
Irgendwie leben Jesus und ich fast nebeneinander her. Und nicht, weil er nicht mit mir redet, sondern genau umgekehrt. Ich schweige ihn an und das wirkt sich sehr auf meine Seele aus. Wie kann eine Beziehung überleben, in der nicht miteinander geredet wird? Gar nicht. Gebet ist Kampf. Mit Sorgen der Seele, mit Angriffen des Teufels, mit Überwindung von Sünde… In meinem Fall ist es der Kampf mit mir selbst und das weiß ich schon lange.
Darum habe ich mir Anfang des Jahres ein Ziel gesetzt: 2018 sollte mein Gebetsleben revolutionieren. Ich habe mir ein Gebetstagebuch zugelegt, eine Liste für jeden Tag der Woche gemacht, damit ich für bestimmte Themen beten kann und ein Notizbuch für die Gebetsanliegen meiner Freunde. Sehr diszipliniert und trotzdem bin ich sehr gescheitert: Meine Gedanken schweifen ab. Gott weiß doch eh schon alles. Ich schlafe ein. Ich habe keine Zeit. Eine Nachricht auf meinem Handy poppt auf und zack bin ich in den Tiefen des Internets verloren. Kommt dir etwas davon bekannt vor?
„Jesus zog sich jedoch immer wieder zum Gebet in die Wüste zurück.“ Lukas 5,16
Er redete regelmäßig mit Gott – sicher auch in Stoßgebeten während hitziger Tage, aber dabei bleibt es nicht. Jesus zieht sich bewusst in die Wüste, in die unendliche Stille zurück, um mit Gott zu reden. Und ich glaube, das ist tatsächlich die Lösung für die ganzen Probleme, die ich da oben aufgezählt habe.
Wenn Gott und ich alleine sind, dann kann mich nichts ablenken. Und wenn ich laut mit ihm rede und nicht in Gedanken, dann können meine Gedanken auch nicht einfach abschweifen. Ich glaube, dass wir heutzutage so viele Dinge nebenher erledigen und ständig abgelenkt werden, tut unserem Gebetsleben nicht gut. Also lasst uns doch täglich in die Wüste gehen, in der die Zeit still steht und wir endlich mal in Ruhe an unserer geistlichen Beziehung arbeiten können: Gott liebt dich und ist gespannt, was du ihm von deiner Seele redest.
Katharina
PS. Hast du noch einen Tipp, wie man sein Gebetsleben verbessern kann? Schreib’s in die Kommentare, behalt’s nicht für dich!
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