© Victor Freitas / unsplash
Wer in diesen Tagen das Fitnessstudio betritt, sollte Wartezeit an den Geräten einplanen. In den ersten Monaten des Jahres erfolgen in den Muckibuden dieses Landes etwa 50 Prozent mehr Neuanmeldungen als in den übrigen 11 Monaten. Und auch in den Einkaufswägen lässt sich ein Trend erkennen. Die Nachfrage nach Gemüse und eiweißhaltigen Lebensmitteln steigt, während die Nachfrage nach Alkohol deutlich abnimmt.
Doch dann schreitet das Jahr voran und die Zahlen gleichen sich dem Niveau der letzten Monate des Vorjahres an – und das schneller als gedacht. Bereits Mitte Januar erklären 80 Prozent der Deutschen ihre Neujahrsvorsätze als gescheitert. Das ist mehr als schade: Denn ein Neustart ist nicht nur oft wünschenswert, sondern manchmal unumgänglich.
(Zu) ambitionierte Ziele?
Aber wieso scheitern diese Neuanfänge so häufig? Ich denke, weil wir dazu neigen, uns zu überschätzen. Wer noch nie joggen war, wird bereits beim ersten Kilometer ordentlich außer Puste sein. Und wer sich im alten Jahr schwer damit getan hat, regelmäßig Bibel zu lesen, könnte nach 2 Wochen davon entmutigt werden, dass das Lesezeichen bisher kaum nach hinten gewandert ist.
Genau diese Bibel berichtet immer wieder von Neuanfängen. Allerdings mit dem Unterschied, dass Gott die Idee des Neustarts schenkt.
Relativ zu Beginn der Bibel spricht Gott zu Mose. Er schickt ihn zum Herrscher über die Weltmacht Ägypten, um diesem die Freilassung vieler tausender Sklaven zu befehlen. Mose ergreift die Angst und er versucht Gott weiszumachen, dass er der Falsche für diesen Auftrag ist, da er ein schlechter Redner ist.
Doch Gott hat eine passende Antwort parat: „Ich habe dich dazu bevollmächtigt, mit göttlicher Autorität vor den Pharao zu treten. Dein Bruder Aaron wird dein Prophet sein, der für dich spricht.“ (2. Mose 7,1)
Neuanfänge gelingen – mit Gottes Hilfe
Wer die Geschichte Moses kennt, der weiß: Gottes Plan geht auf und Mose führt das Volk Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft. Dieser Neustart gelingt auch deswegen, weil Gott die Lage einschätzt und nicht Mose selbst. So lässt sich aus dieser Geschichte einiges für meine Neustarts ableiten:
- Neuanfänge gehen nicht immer von uns aus. Als Christ glaube ich daran, dass Gottes Plan für mein Leben seinem großen Ziel dient. Das deckt sich nicht immer mit meinen Plänen. Ein Neuanfang kann also unverhofft, aber nicht ohne Grund ins Haus stehen.
- Gott wählt seine Leute weise aus. Moses Beispiel zeigt, dass Gott seine Diener nach Kriterien auswählt, die wir nicht verstehen. Mose selbst ist alles andere als fehlerlos und trotzdem wählt Gott genau ihn. Die Geschichte lehrt uns, dass es die richtige Entscheidung war.
- Gott unterstützt! Verständlicherweise hat Mose Bedenken und Sorgen – und Gott nimmt diese ernst. Genauso wie Gott Mose mit einem guten Redner, mächtigen Zeichen und Schutz rüstet, darf ich ebenfalls mit seiner Hilfe rechnen.
Gott wird auch in diesem Jahr Neustarts anstoßen – bei mir und vielleicht auch bei dir.
Die Geschichte von Mose zeigt mir: Das kann hart werden, aber Gott ist an meiner Seite und erwählt mich nur für diesen Neustart, weil er weiß, dass ich der Aufgabe gewachsen bin.
Steffen Schmidt
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
Quelle: Wenn Gott „Jetzt!“ sagt