Impulse

Übersicht »

Weihnachten, du stehst im Weg!

erstellt am 22.12.2025 00:00:00

Wir hatten letztes Jahr zu Weihnachten Besuch vom Sohn meines Mannes, einem freundlichen Mittzwanziger. Sein erster Satz nach der Begrüßung lautete: „Der Weihnachtsbaum steht ja voll im Weg!“ Damit hatte er recht. Denn der kürzere der beiden möglichen Pfade zum Sofa war aus Gründen der dekorativen Wissenschaft vom Weihnachtsbaum belegt. Alle mussten den etwas umständlichen Weg durch die Küche nehmen. Eigentlich kein Problem. 

Doch dieser Umstand bewegte ihn so sehr, dass er kurze Zeit später wieder sagte: „Der Baum steht im Weg.“ Und als er am nächsten Tag im Wohnzimmer telefonierte, hörten wir den Satz: „… und der Weihnachtsbaum steht hier voll im Weg.“ Spätestens in diesem Moment dachte ich ein bisschen trotzig: Das soll er auch! 

Ein Weihnachtsbaum darf im Weg stehen. Weihnachten darf im Weg stehen. Jesus darf im Weg stehen.

Wie das Weihnachtsgeschehen Pläne durchkreuzte

Ich dachte darüber nach, dass die Weihnachtsgeschichte voller Menschen ist, denen in der Heiligen Nacht etwas in die Quere kam.

Maria hatte sich sicher einen anderen Ort für ihre erste und so besondere Geburt gewünscht. Aber dann kam ihr die Volkszählung dazwischen. Statt alles für eine ruhige Hausgeburt vorzubereiten, musste sie hochschwanger nach Bethlehem aufbrechen – eine beschwerliche 150 Kilometer lange Reise. 

Die Hirten hatten in dieser Nacht höchstens damit gerechnet, von Raubtieren überrascht zu werden, aber nicht von Engeln. Ihre To-do-Liste lautete ursprünglich: Lagerfeuer in Gang halten, abwechselnd die Herde bewachen und in Ruhe schlafen. Und dann dieser Tumult, das Licht, die Engel. Schließlich der Aufbruch, um das Kind zu suchen. 

Und die Weisen? Die hatten sicher anderes vor. Bis plötzlich im Kalender stand: Kamele satteln und dem Stern in die Fremde folgen. 

König Herodes, der zu dieser Zeit regierte, hörte die Nachricht, dass ein neuer jüdischer König geboren worden war. Diese Information brachte eine gehörige Portion Unruhe in sein luxuriöses, bequemes Leben. Das neugeborene Kind stand Herodes’ Herrschaft im Weg. Er setzte alle Hebel in Bewegung, um den neuen König zu beseitigen.

Das Kind, das den Weg frei macht

Das erste Weihnachten stand im Weg. Und das Kind in der Krippe, Jesus Christus, stellt sich bis heute der Menschheit in den Weg – im allerbesten Sinne. Aber nicht nur das, er selbst ist auch der Weg, wie er von sich sagt. „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich“ (Johannes 14,6).

Doch was bedeutet dieser Bibelvers? Ich glaube, dass er eine Antwort auf Lebensfragen ist, die Menschen schon immer mit sich herumgetragen haben: Wie finde ich den wahren Gott? Worauf kann ich mich im Tiefsten verlassen und was ist der Sinn meines Lebens? Geht mein Leben nach dem Tod weiter? Jesus ist die Antwort auf alle diese Fragen. Er kam in diese Welt, um den Weg zu Gott, dem Vater, freizumachen und all das aus dem Weg zu räumen, was uns von ihm trennt. Das war seine Mission. Sie begann an Weihnachten mit seiner Geburt und endete an Ostern mit seinem Tod am Kreuz und der Auferstehung aus dem Grab. 

Jesus ist der Weg, auf dem ich den lebendigen Gott und damit inneren Frieden, Heil und Sinn finde. Er zeigt mir die Wahrheit, die mich innerlich frei macht und auf die ich mich verlassen kann. Und er ist der Weg zum Leben auch über den eigenen Tod hinaus – was für eine Hoffnung! 

Jesus darf meine altbekannten Pfade durchkreuzen. Ich möchte mir von ihm den Weg zum Leben zeigen lassen. Immer wieder neu, nicht nur an Weihnachten. 

Sich unterbrechen lassen

Für dieses Weihnachtsfest nehme ich mir vor, auf Planänderungen entspannt zu reagieren. Ja, sie willkommen zu heißen, weil sie mich an das erste Weihnachten erinnern. Darum bitte ich: Liebes Weihnachten, stell dich mir in den Weg!

Hast du schon einmal ein Weihnachtsfest erlebt, das so ganz anders wurde, als du es geplant hattest? Wie war das für dich? Wie wäre es, wenn du Jesus dieses Jahr um eine Weihnachtsüberraschung bitten würdest?

Susanne Pommerien-Weidner


Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

Quelle: Weihnachten, du stehst im Weg!

von youthweb

 0 Kommentare

Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Vergebung

Jeremia3134

Kennst du das auch? Zwar bin ich ein lebendiges Kind Gottes, aber wie oft scheitere ich an meinen festgefahrenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wie oft bin ich wieder einmal niedergeschlagen, weil ich mich an Gott versündigt habe. Wie oft habe ich M…

4 Kommentare