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Wo du aufblühst, bist du richtig

erstellt am 23.06.2025 00:00:00

„Fünf Dinge, die du im Garten falsch machen kannst.“ Diese Überschrift sprang mir neulich ins Auge, als ich auf dem Handy durch ein paar Beiträge scrollte. Ich gärtnere schon seit Jahren – und auch wenn ich nicht mit einem grünen Daumen geboren wurde, habe ich mittlerweile eine Menge gelernt. Also dachte ich: Da wird für mich wenig Neues drinstehen.

Doch an einem Tipp blieb ich hängen. Er lautete: „Arbeite nicht gegen die Natur.“

Klingt logisch: Wenn eine Pflanze Schatten liebt, gehört sie nicht in die pralle Sonne. Und wenn ein Gewächs sauren Boden braucht, wird es in gut gedüngter Blumenerde kaum gedeihen. Anfängerwissen – dachte ich.

Wie oft arbeiten wir gegen unsere Natur?

Aber dann kam mir der Gedanke: Wie oft arbeiten wir eigentlich gegen unsere eigene Natur? Wie oft versuchen wir, jemand zu sein, der wir gar nicht sind? Uns in Rollen zu pressen, die uns nicht liegen – nur weil wir denken, dass es von uns erwartet wird oder wir so besser ankommen?

Vielleicht kennst du das auch. Ich habe das besonders gespürt, als ich in einem Team mit sehr extrovertierten und schlagfertigen Menschen gearbeitet habe. Ich bin zwar nicht schüchtern, aber eben keine Rampensau. Oft fühlte ich mich fehl am Platz und fragte mich, warum ich nicht so spontan und witzig war wie die anderen.

Dann kam ich in ein anderes Team – mit Menschen, die ähnlich ticken wie ich. Plötzlich war ich genau richtig. Nicht, weil ich mich verändert hatte, sondern weil das Umfeld zu mir passte.

Gott hat uns mit Absicht unterschiedlich gemacht

Auch die Bibel erinnert uns daran, dass wir von Natur aus verschieden sind. Im 1. Korintherbrief steht:

„Gott hat jedem seine ganz eigene Gestalt gegeben, so wie es ihm gefiel, und also auch jedem einzelnen Samenkorn seine jeweilige Gestalt. So ist es auch beim Fleisch: Nicht alle sind gleich beschaffen, sondern es unterscheidet sich“ (1. Korinther 15,38, DBU).

Das ist eine große Entlastung. Wenn Gott dich so gemacht hat, wie du bist, dann hat er sich etwas dabei gedacht. Du musst nicht laut und lustig sein, wenn du eher leise und nachdenklich bist. Und du musst dich nicht verstecken, wenn du gern auf der Bühne stehst.

Bist du am richtigen Platz?

Ein Gärtner stellt jede Pflanze an den Ort, wo sie gut wachsen kann. Auch für dich und mich gibt es so einen Platz zum Aufblühen. Natürlich heißt das nicht, dass wir uns nie verändern oder weiterentwickeln können. Auch eine Halbschattenpflanze kann lernen, mit mehr Sonne oder Schatten umzugehen – wenn man ihr Zeit lässt.

Doch wenn du dauerhaft gegen deine Natur ankämpfen musst, lohnt sich ein ehrlicher Blick: Bin ich wirklich am richtigen Platz?

Sei mutig und prüfe, ob du an einem anderen Ort oder in einer anderen Aufgabe besser deine natürlichen Gaben ausleben kannst.

Du weißt nicht, wo dein Platz sein könnte? Dann stell dir Fragen wie: Wo fühle ich mich wohl? Wo blühe ich auf? Was fällt mir leicht und gibt mir Energie?

Vielleicht ist das der wichtigste Gärtner-Tipp fürs Leben: Arbeite nicht gegen deine von Gott geschaffene Natur. Denn Wachstum beginnt da, wo du du selbst sein darfst.

 

Theresa Folger


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Quelle: Wo du aufblühst, bist du richtig

von youthweb

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