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Hoffnung gesucht

erstellt am 28.04.2025 00:00:00

Wo finde ich Hoffnung, wenn ich mich gerade hoffnungslos fühle? Vielleicht hast du dich das auch schon einmal gefragt. Ich habe bei Petrus, einer Person aus der Bibel, eine Antwort auf diese Frage gefunden.

Petrus lebte vor ungefähr 2 000 Jahren und war einer der engsten Freunde und Nachfolger von Jesus. Er war selbstbewusst, manchmal sogar regelrecht vorlaut. Aber er hat sich auch was getraut, selbst wenn das bedeutete, dass er mit seinem Mut und seinen Aktionen krachend gescheitert ist.

Später hatte Petrus in Jerusalem eine führende Rolle unter den ersten Menschen, die daran glaubten, dass Jesus Gottes Sohn ist. Diese Leitungsposition hat ihm viel Respekt, aber auch viel Widerstand bis hin zur Misshandlung und zum Gefängnisaufenthalt eingebracht.

Hoffnung als Geschenk von Gott

Gegen Ende seines Lebens hat Petrus vermutlich in Rom gelebt. Auch dort blieb er aufgrund seines christlichen Glaubens und seiner jüdischen Identität ein Außenseiter. Das alles entmutigte ihn aber nicht. Stattdessen schrieb er mutmachende Briefe an andere Christen, die sich in einer ähnlich herausfordernden Lage befunden haben.

In einem dieser Briefe machte der Apostel im Alter von ungefähr 60 Jahren folgende Aussage: „In seinem großen Erbarmen hat Gott uns neu geboren und mit einer lebendigen Hoffnung erfüllt. Diese Hoffnung gründet sich darauf, dass Jesus Christus vom Tod auferstanden ist“ (1. Petrus 1,3a).

Ich finde diese Aussage faszinierend! Da ist ein Mann, der viel durchgemacht hat. Wie leicht hätte er bei all dem verbittert, zynisch, engstirnig oder auch kraft- und hoffnungslos werden können.

Vielleicht kannte Petrus solche Gefühle auch und hatte mit ihnen zu kämpfen. Aber in seinem Brief spricht er von einer lebendigen Hoffnung, die Gott ihm geschenkt hat.

Hoffnung lebt von der Auferstehung

Diese Hoffnung war für Petrus nicht nur ein positiv besetztes, aber vages Gefühl. Sie war auch keine Durchhalteparole oder der Versuch, aus eigener Kraft das Ruder herumzureißen und alles zum Guten zu wenden.

Petrus war von einer Hoffnung erfüllt, die ihre Kraft aus der Tatsache zog, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. Er war überzeugt: Wenn Gott das kann, dann ist ihm nichts unmöglich.

Weil Petrus Gottes Kraft und seine Möglichkeiten kannte, hat er ihm vertraut. Deswegen traute er sich auch, sich auf Gottes Perspektive für diese Welt einzulassen. Er ging fest davon aus, dass Gott am Ende alles gut machen wird. Dabei hat der alt gewordene Apostel selbst nicht viel von diesem guten Ende gesehen. Das Gegenteil war der Fall: Immer wieder kam es im römischen Reich zu neuen Wellen der Unterdrückung bis hin zur Tötung von Christen. Petrus selbst wurde vermutlich in Rom gekreuzigt.

Menschlich gesehen also eine hoffnungslose Situation – ganz ähnlich wie Petrus es an Karfreitag erlebt hatte. Aber Petrus hat im Lauf seines Lebens eben auch immer wieder erfahren, dass Gott im Verborgenen wirkt, und dass nichts seiner Kontrolle entgleitet. Die Auferstehung von Jesus war dafür das eindrücklichste Beispiel, aber längst nicht das einzige. Petrus konnte aus dem reichen Schatz seiner Erfahrungen mit Gott immer wieder selbst Hoffnung schöpfen und sie auch an andere weitergeben.

Hoffnung tanken in Gottes Nähe

Ich stelle mir vor, dass Petrus diese Hoffnung ganz praktisch getankt hat, indem er in Krisenzeiten mit Gott ganz vertraut geredet und ihm sein Herz ausgeschüttet hat. Sicherlich hat Petrus auch in den Psalmen gelesen, dem jüdischen Gebetsbuch, in dem schon viele seiner Vorfahren Trost und Hoffnung gefunden haben.

Gemeinsam mit anderen Christen hat er sich daran erinnert, was Jesus gesagt und getan hat, und Jesus für seine Liebe, Größe und Macht gelobt. All diese Dinge haben mit dazu beigetragen, dass Gottes Hoffnung das Herz und den Geist des alt gewordenen Jesusnachfolgers Petrus ausfüllen konnte und nicht Bitterkeit oder Resignation den Sieg davontrugen.

Hoffnung erbitten, wenn ich mich mutlos fühle

Was nehme ich für mich aus dieser Geschichte mit, wenn ich mich selbst hoffnungslos fühle? Zum einen habe ich gerade erst Ostern gefeiert und mich dabei daran erinnert, wie groß Gottes Kraft ist und wie er selbst aus den größten Niederlagen etwas unvorstellbar Gutes machen kann.

Ich kenne sie also auch, die Kraft der Auferstehung, von der Petrus spricht. Ich muss dieses Wissen nur vom Kopf in mein Herz rutschen lassen.

Zum anderen möchte ich Gott konkret darum bitten, dass er mich wie Petrus mit seiner Hoffnung erfüllt. Ich möchte ihm die Gelegenheit dazu geben, indem ich mir im Trubel des Alltags Zeit für ihn nehme. Und ich möchte ihn bitten, dass er mir hilft, ihm immer mehr zu vertrauen.

Wie geht es jetzt für dich weiter? Was willst du tun, um neue Hoffnung zu finden? Ich möchte dich ermutigen, diese Schritte auch für dich auszuprobieren – egal, ob du schon lange mit Gott unterwegs bist oder ihn vielleicht gerade erst als eine Möglichkeit für dein Leben in Erwägung ziehst. Denn Hoffnung können wir alle gebrauchen und bei Gott können wir sie finden.
 

Hanna Willhelm


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Quelle: Hoffnung gesucht

von youthweb

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