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„Toxisch? Mein Partner / meine Partnerin ist vielleicht etwas schwierig, aber als toxisch würde ich ihn / sie nicht bezeichnen.“ Vielleicht hast du auch schon mal diese Antwort bekommen oder selbst gegeben. Ich persönlich hatte beim Begriff „toxische Beziehung“ lange Zeit vornehmlich Beziehungen vor Augen, die ich allenfalls aus Krimis oder Psychothrillern kannte.
Bei manipulativen Persönlichkeiten dachte ich an Psychopathen, notorische Lügner oder zumindest erkennbare Narzissten und Egomanen. Erst durch das Buch „Damit sich der Nebel lichtet: Toxische Beziehungsmuster hinter frommen Fassaden erkennen und heil werden“ von Saraj Stutz weitete sich mein Blick dafür, dass auch scheinbar nette Menschen manipulative Züge aufweisen können.
Manipulatoren in toxischen Beziehungssystemen sind nicht immer auf den ersten Blick als solche zu erkennen.
Es gibt nämlich auch Manipulatoren, die ihr egozentrisches Verhalten sehr geschickt hinter Hilfsbereitschaft oder gar Hilfsbedürftigkeit verstecken.
Ich selbst bin dieser Sorte von Manipulation schon das ein oder andere Mal auf den Leim gegangen und fragte mich irgendwann halb frustriert, halb schuldbewusst, warum mich die Treffen mit dieser ach so lieben und eigentlich rundum netten Person so extrem auslaugten. Eben weil ihr Verhalten toxisch und manipulativ war, wenngleich auch vielfach unbewusst.
Aufbauend auf dem Buch von Saraj Stutz, nehme ich dich in diesem Artikel mit hinein in sechs verschiedene manipulative Persönlichkeitstypen und zeige dir, wo bei ihnen jeweils Chancen zur Veränderung liegen.
1. Die Grandiosen
Ihre eigene Großartigkeit herauszustellen – das ist das Ziel der Grandiosen unter den Manipulatoren. Vielleicht hast du jetzt wie ich eine ganz bestimmte Person aus der Öffentlichkeit im Sinn, bei der alles immer „great“ ist – zumindest alles, was diese Person leistet.
Grandiose haben eine erkennbar narzisstische Sicht auf sich selbst und ihr Leben. Dabei überbewerten sie ihre eigenen Fähigkeiten und Leistungen und werten andere ab. Nicht immer tun sie dies offensichtlich. Gerade am Anfang können Grandiose als charismatische Leiter rüberkommen, die auch großzügig im Lob anderer sind. Ein Warnhinweis ist allerdings, wenn sie andere für eine vermeintlich gute Sache ausbeuten oder zur Selbstausbeutung auffordern.
Problematisch wird es spätestens dann, wenn jemand anderes entweder im Begriff ist, den Grandiosen zu übertreffen, oder Kritik übt.
Erst winkt der Grandiose hier vielleicht noch jovial ab, doch rüttelt man weiter an seinem Selbstbild, werden die Methoden skrupelloser. Denn die Existenzberechtigung Grandioser besteht darin, „überragend und unantastbar zu sein“, so Saraj Stutz. Mit Demütigungen, Einschüchterungen, Drohungen oder gar Mobbing verteidigen sie jetzt ihr Selbstbild. Ein normales Zusammenleben ist dann kaum noch möglich.
Grandiose auf den Boden der Realität zurückzuholen, ist oft ein schwieriges Unterfangen. Im beruflichen Kontext kann es helfen, eine andere höhergestellte Führungskraft ins Boot zu holen, denn Grandiose haben meist ein gutes Gespür für Hierarchien und wollen vor Höhergestellten gut dastehen. Zumindest zeitweilig lässt sich so manchmal eine Verbesserung der Situation und des zwischenmenschlichen Umgangs erringen.
Im privaten Kontext tritt oft erst dann eine Verhaltensänderung ein, wenn die Manipulierten mit Trennung drohen. Aber auch dann ändert sich nur etwas, wenn Grandiose bereits „selbst … die Nase voll davon haben, dass ihre Beziehungen … ständig konfliktbeladen sind“ und „sich der Auswirkungen ihres destruktiven Verhaltens bewusst werden“. Und der Weg zur Heilung ist lang.
Im Kern können Grandiose aber zu guten Führungspersonen werden, wenn sie bereit sind, ihr übersteigertes Bild von sich selbst gegen eine realistischer Selbstwahrnehmung auszutauschen.
2. Die Gerissenen
Gerissene Manipulatoren behandeln andere Menschen wie Schachfiguren. Sie sind meist hochintelligent und geübt darin, gesellschaftliche Regeln zu durchschauen. Im psychologischen Jargon bezeichnet man sie auch als Machiavellisten. Auf den ersten Blick wirken sie oft anziehend auf andere, weil sie sich klug, gewitzt und redegewandt präsentieren.
Während die Grandiosen manipulieren, um nach außen ein großartiges Bild ihrer Selbst zu transportieren, manipulieren Gerissene oft aus dem Wunsch „nach Überlegenheit und Einflussnahme“. „Gerissene manipulieren, weil sie es können und weil niemand sie daran hindert“, so beschreibt es Saraj Stutz.
Dabei gehen sie meist strategischer vor als Grandiose. Während Grandiose oft aus dem Affekt heraus reagieren, sobald ihr Selbstbild infrage gestellt wird, bleiben Gerissene nach außen meist gelassener.
Sie sind Experten darin, ihre Strategie der Situation anzupassen, und geübt, ihren Gesprächspartner aufs Glatteis zu führen. Wie die Grandiosen scheuen auch sie „sich nicht davor, andere finanziell auszunehmen oder zu betrügen.“
Gerissene zu einer Verhaltensänderung oder Therapie zu bewegen, ist schwierig. Auch nutzt gerade diese Gruppe der Manipulatoren Therapien oft für eigene Zwecke und damit für weitere Manipulation. Ein Gerissener könnte ein Coaching oder eine Therapie etwa dazu missbrauchen, den anderen in Sicherheit zu wiegen oder von seinem Willen zur Veränderung zu überzeugen.
Hier und da kann es sogar vorkommen, dass er oder sie versucht, den Therapeuten gezielt auf seine Seite zu ziehen. Gleichzeitig bringen Gerissene oft eine schnelle Auffassungsgabe mit. Wenn sie mutig und gewillt dazu sind, einen Blick hinter die eigene Fassade zu werfen, gelingt ihnen ein Kurswechsel dadurch eventuell schneller als anderen Manipulatoren.
3. Die Seelenschleicher
Während den meisten Menschen nach einer gewissen Zeit mit einem Grandiosen oder Gerissenen auffällt, dass sie manipuliert werden, sieht das bei den Seelenschleichern häufig anders aus. Denn diese Manipulatoren kommen ganz freundlich und harmlos daher.
Tatsächlich würde sich kaum jemand trauen, einen Seelenschleicher als manipulativ oder toxisch zu bezeichnen. Denn diese Sorte Mensch ist immer für andere da. Anders als die Grandiosen oder Gerissenen beziehen Seelenschleicher ihren Selbstwert nämlich daraus, „Bedeutsamkeit im Leben anderer zu erlangen.“ Es ist quasi eine extrem übersteigerte Form des Helfersyndroms.
Lies hier einen Artikel zum Helfersyndrom
Die Folgen sind aber nicht weniger problematisch als bei anderen Manipulatoren. Denn Seelenschleicher machen andere oft bewusst von ihrer Hilfe und Zuwendung abhängig. Ihre Hilfe zielt nie darauf, die andere Person zu befähigen, Probleme selbst zu lösen, sondern sie enger an sich zu binden. Damit erziehen sie andere zu Unselbständigkeit und Abhängigkeit. Formen des Seelenschleichens kommen daher verstärkt in engen Beziehungen vor.
Lösen sich Kinder oder Partner aus dem allzu starren goldenen Käfig der Fürsorge, sehen sie sich mit verdeckten Vorwürfen und Liebesentzug konfrontiert. Dadurch dass es selten bis nie zur offenen Konfrontation kommt, ist es schwer bis unmöglich, die Probleme in der Beziehung aufzuarbeiten.
Saraj Stutz schreibt über Seelenschleicher folgendes: „Sie sind Meister darin, ihr Umfeld unbemerkt dahin zu bringen, das für sie zu tun, worum sie offen nie bitten würden.“ Nicht selten gehen Seelenschleicher eine Beziehung mit anderen Manipulatoren ein.
Seelenschleicher zu einer Veränderung zu motivieren, ist schwierig. Das liegt zum einen daran, dass sie verdeckter als andere Manipulatoren agieren, zum anderen daran, dass sie sich oft „reflektiert und äußerst einfühlsam“ geben – und dies im Kern ihres Wesens auch sind. Ihnen fällt es besonders leicht, einem Therapeuten, Coach oder einer Begleitperson zu vermitteln, dass das eigentliche Problem bei der anderen Person in der Beziehung liegt.
Gleichzeitig sind Seelenschleicher aufgrund ihres Wesens zu echter Liebe und Fürsorge fähig, sobald sie ihre Sucht ablegen, emotionale Bedeutung im Leben anderer zu erpressen.
Klare Grenzen gepaart mit echter Wertschätzung können hier helfen. Sobald Seelenschleicher „erleben, dass sie von Mitmenschen um ihretwillen geliebt werden … und nicht mehr für das, was sie anderen bringen“, ist manchmal schon ein entscheidender Schritt der Veränderung getan.
4. Die Opfermanipulatoren
Ich glaube, jede und jeder ist schon einmal einem Menschen begegnet, der sich in seiner Opferrolle äußerst wohlfühlt. Viele Menschen leben dieses Selbstmitleid nur zeitweise aus, zum Beispiel nach einem herben Schicksalsschlag; Opfermanipulatoren dagegen leben die Opferrolle. Immer geht es ihnen schlecht und immer brauchen sie Hilfe. Wer wäre also so grausam, ihnen diese nicht anzubieten?
Tatsächlich haben Opfermanipulatoren oft Schlimmes durchlebt und leiden nach Ansicht von Saraj Stutz sogar vielfach an einer posttraumatischen Belastungsstörung. In diesem Zuge haben diese Menschen Mitgefühl verdient, nicht jedoch in dem Maße, wie sie es von anderen einfordern.
Denn bei Opfermanipulatoren handelt es sich nicht generell um traumatisierte Menschen, sondern um solche, die ihr Leiden bewusst nutzen, um „Aufmerksamkeit, Zuwendung und Trost“ einzufordern – oft gegen oder über den Willen ihrer Bezugspersonen hinaus. Diese werden unfreiwillig auf einen Sockel gehoben und „müssen“ helfen – komme, was wolle.
Gemein ist Opfermanipulatoren, dass sie auf praktische Tipps, die helfen sollen, ihr Leiden zu verringern, empfindlich bis garstig reagieren.
Sie wollen Zuwendung und Trost, jedoch keine praktische Hilfe, die sie zwingen würde, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Oft konzentriert sich ihre Zuneigung nicht auf ein Netzwerk von Freunden, sondern auf einzelne Helfer, die sie regelrecht vergöttern und die schnell überfordert sind von der Intensität, in der ihre Hilfe und ihr Trost eingefordert wird.
Opfermanipulatoren können sich aufgrund ihres eigenen Leidens ebenso wie Seelenschleicher ein Stück weit in andere hineinversetzen; im Vordergrund steht aber meist immer ihr eigenes Leid. Braucht der Helfende plötzlich selbst Unterstützung, reagieren sie mit Rückzug oder Vorwürfen oder suchen sich einen neuen Helfer.
Wer Opfermanipulatoren kennt, hilft ihnen am meisten, indem er ihnen eine professionelle psychologische Beratung empfiehlt. Als Laie kann man hier meist ebenso wenig helfen, wie man eine gesunde und ebenbürtige Beziehung zu einem Opfermanipulator aufbauen kann. Gleichzeitig birgt auch eine Therapie „Gefahren“, denn diese nutzen Opfermanipulatoren oft zum Ausbau ihrer Opferrolle.
Wichtig ist, dass Opfermanipulatoren lernen, ihre Identität nicht mehr an ihrer Opferrolle festzumachen. Saraj Stutz schreibt hierzu: „Sie müssen lernen, sich Menschen anzuvertrauen, ohne Rettung und / oder bedingungslose Akzeptanz ihrer Selbstverteidigungsmechanismen zu erwarten.“ Wenn dies gelingt, können Opfermanipulatoren zu „echt barmherzigen und tief liebenden Menschen“ werden, da sie selbst oft großes Leid durchlebt haben.
5. Dramaqueens
Dramaqueens leben für die Aufmerksamkeit und ihre eigenen stets überbordenden Gefühle. Es handelt sich hierbei übrigens nicht per se um Frauen, auch Männer können einen Hang zu diesem manipulativen Verhalten haben. Dabei meinen Dramaqueens es selten böse mit anderen. Ihre Theatralik liegt ihnen quasi im Blut. Oft macht sie das zunächst zu „lustigen, lebhaften und spannenden Zeitgenossen“.
Leider sind Dramaqueens aber nur auf den ersten Blick harmlos. Sie treibt die Sucht nach Aufmerksamkeit und Liebe. Dabei fehlt ihnen jedoch das Gespür für echte Liebe, denn „sie verwechseln Aufmerksamkeit mit Geliebtwerden.“ Ihr Leben ist eine Bühne und Partner, Freunde und Familie das Publikum. Erfolgt nicht auf jede Inszenierung die erhoffte Reaktion, sind sie beleidigt.
Dramaqueens geben ihrem Leben durch das ständige Auf und Ab ihrer Gefühle Bedeutung, oft zum Leidwesen ihrer Umgebung. Da sie ständig um Aufmerksamkeit buhlen, ist eine Beziehung auf Augenhöhe meist unmöglich.
Denn bis zu echten leiseren Gefühlen dringen sie nicht vor – weder bei sich selbst noch bei anderen. Sollten Partner oder Freunde ein reales Herz-zu-Herz-Gespräch einfordern, gerät auch das zur emotionalen Show oder wird abgelehnt.
So unterhaltsam das Leben an der Seite einer Dramaqueen manchmal auch sein mag, am Ende bleiben andere Menschen in der Beziehung ob der ständig wechselnden Stimmungen des anderen erschöpft und leer zurück.
Dramaqueens haben kein Problem damit, sich einer Therapie oder einer Beratung zu stellen, sie werden aber tendenziell schnell abspringen oder den Berater wechseln, wenn es ihnen zu sehr ans Eingemachte geht. Für eine echte Heilung müssen Dramaqueens sich ihrer Angst vor Zurückweisung stellen und erleben, dass sie als normale Menschen – ohne ihre theatralischen Allüren – gemocht und geliebt werden.
Da bei Dramaqueens aber oft die Emotionen bereits ihr ganzes Leben lang „im autonomen Nervensystem Achterbahn gefahren sind“, ist dies selten leicht. Denn sie sind regelrecht abhängig von ihren starken Empfindungen. Es kann helfen, wenn sie Zeit mit sich selbst und damit ohne Publikum und Ablenkung verbringen. So können sie nach und nach ihre „eigene wirkliche Identität kennenlernen“.
Auch kann es ratsam sein, ihre künstlerische und ästhetische Seite zu fördern und sie zu ermutigen, ihre hochschießenden Gefühle besser dort statt im realen Leben auszuleben. Von ihrem manipulativen Verhalten geheilt sind sie Menschen, die „tief und innig lieben und … das ganze Spektrum an Gefühlen“ kennen.
6. Maligne Narzissten
Hier kommen wir jetzt zu der Sorte Mensch, die mir beim Begriff „toxische Beziehung“ als Erstes vorschwebte. Maligne oder bösartige Narzissten könnte man am ehesten in die Schublade des klassischen Psychopathen einsortieren. Sie teilen Menschen in zwei Klassen: solche, die ihnen und ihrem Ego dienlich sind, und solche, die es nicht sind. Mitgefühl kennen sie nicht, können aber meist „die Beweggründe anderer Menschen mit erschreckender Genauigkeit“ lesen.
Das Ziel von malignen Narzissten ist die Beherrschung des anderen, ob es sich um persönliche oder Arbeitsbeziehungen handelt. Als Chefs führen sie ein hartes Regiment. Wer ihren Zielen nicht dienlich ist, hat in der Firma nichts zu lachen. In Familie und Partnerschaft bestimmen sie oft autokratisch, was wie zu laufen hat. Ihre Mittel zum Machtausbau und -erhalt sind „systematische Kontrolle, Drohungen oder Gewalt“.
Da diese Menschen aus der Kontrolle und der Machtausübung über andere nicht nur ihren Wert, sondern auch Befriedigung ziehen, sind Beziehungen dieser Art laut Saraj Stutz nicht zu kitten. Maligne Narzissten sind nämlich beziehungsunfähig.
Wenn du also einem solchen Narzissten begegnest, gehe am besten auf Abstand – und zwar so weit, so schnell und so früh wie möglich!
Das mag krass klingen, aber Hoffnungen auf Veränderung sind bei diesem Manipulator fehl am Platz. Besser ist es, für ein klares und schnelles Ende der Beziehung zu sorgen oder besser noch vor dem Beginn einer engeren Bekanntschaft die Flucht zu ergreifen.
Vorsicht mit voreiligen Schlüssen!
Nun hast du vielleicht beim Lesen dieser Kurzbeschreibungen schon die ein oder andere Person aus deinem Leben wiedererkannt, doch Vorsicht!
Nur weil jemand Eigenschaften eines Manipulator-Typs aufweist, macht das diesen Menschen noch nicht zu einer toxischen Person.
Tatsächlich finden sich einzelne manipulative Verhaltensweisen auch bei Menschen, die durchaus fähig und willens sind, gute und gesunde Beziehungen zu führen. So kann es vorkommen, dass jemand in einem neuen Job Verhaltensmuster des Grandiosen übernimmt, um sich vor anderen zu profilieren. Oder aber eine einsame Person bedient sich der Muster eines Seelenschleichers, um endlich von anderen in einer Gruppe akzeptiert zu werden.
Es reicht also selten, allein nach diesen Typbeschreibungen zu gehen, um jemanden als toxisch oder manipulativ einzuordnen. Wenn du jemanden vor Augen hast, der scheinbar das ein oder andere toxische Verhaltensmuster anwendet, frage dich:
- Tut diese Person dies grundsätzlich oder nur in bestimmten Situationen?
- Wie stark beeinflusst dieses Verhaltensmuster eure Beziehung?
- Ist mit dieser Person eine gute und ebenbürtige Beziehung generell möglich oder besteht schon immer ein Ungleichgewicht?
Erst wenn eine andere Person generell dem toxischen Verhalten eines der sechs Typen folgt und dies eure Beziehung – gleich welcher Art sie ist – nachhaltig und dauerhaft negativ beeinflusst, ist von einer wirklichen manipulativen Persönlichkeitsstruktur auszugehen.
Mögliche nächste Schritte
Dennoch kannst du auch so mutig auf den oder die andere zugehen und sie je nach Enge eurer Beziehung auf ihr Verhaltensmuster ansprechen. Vielleicht ist der anderen Person gar nicht bewusst, dass sie in einer bestimmten Stresssituation immer die Dramaqueen gibt oder sich in der Opferrolle verbeißt. Formuliere deine Beobachtungen aber bitte ehrlich und ohne Vorwürfe. Du könntest zum Beispiel starten mit: „Mir ist aufgefallen, dass …“
Wenn du überzeugt bist, dass es sich bei der anderen Person wirklich um einen handfesten Manipulator handelt, dann lege ich dir unsere anderen Artikel zum Thema ans Herz, die ich untenstehend verlinkt habe.
Auch kann es hilfreich sein, dich an einen Seelsorger oder eine Therapeutin zu wenden, um für dich zu klären, wie sehr die Beziehung dich belastet. Ein weiterer erster Schritt kann sein, das Buch von Saraj Stutz durchzulesen. Darin gibt sie viele praktische Tipps und Impulse für Menschen, die sich in einer toxischen Beziehung befinden.
Rebecca Schneebeli
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Quelle: Wer manipuliert mich hier?