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„Diesmal schaffe ich es wirklich!“. Vielleicht hast du das auch zum Jahresbeginn gedacht und dir Vorsätze für dieses Jahr gesetzt. Doch wie steht es heute – fast 3 Monate später – mit diesen Vorsätzen?
Besonders bei Vorsätzen, die unsere Ernährung betreffen, wird uns schnell bewusst: Was wir konsumieren, beeinflusst unseren Körper und unsere Lebensenergie. Sicher kennst du das weitverbreitete Sprichwort: „Du bist, was du isst“. Es drückt die einfache, aber tiefgehende Wahrheit aus: Unsere Nahrung ist mehr als eine bloße Energiequelle, sie formt uns von innen heraus. Deshalb lädt uns eine Vielzahl an Kochbüchern, Apps und Artikeln dazu ein, uns bewusst und ausgewogen zu ernähren.
Die Sehnsüchte des Herzens
Doch nicht nur unsere körperliche Gesundheit, auch unsere geistige und seelische Verfassung wird davon beeinflusst, was wir in uns aufnehmen. Unsere „Ernährung“ geht weit über das hinaus, was auf unseren Tellern liegt. Welche Ratgeber und Tipps sind dir für deine geistige Nahrung wichtig?
In Johannes 4, 13-14 begegnet Jesus einer Frau am Brunnen, die sich nach etwas sehnt, das über ihre physischen Bedürfnisse hinausgeht. Sie kommen ins Gespräch, nachdem Jesus eine lange Reise hinter sich hat und sie um Wasser bittet.
Dabei erkennt er ihre Sehnsüchte und wendet sich ihr zu: „Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.“
Diese Worte treffen tief. Wir erfahren über die Frau, dass fünf ihrer Beziehungen in die Brüche gegangen sind. Wahrscheinlich wurde sie sogar von ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen, da es üblich war, dass Frauen morgens gemeinsam zum Brunnen kamen. In ihrem Leben hat sie viele „Wasserquellen“ aufgesucht: wechselnde Beziehungen und Anerkennung – doch nichts konnte ihr die Erfüllung bringen, die sie sich erhoffte.
Jesus bietet ihr eine Antwort. Er spricht von einem lebendigen Wasser, das ihren inneren Durst stillen kann. Die Frau reagiert auf seine Worte in Johannes 4,15: „Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich nicht dürste und nicht hierherkommen muss, um zu schöpfen!“ Sie erkennt, dass das Wasser, von dem Jesus spricht, ihr weit mehr als die Erfüllung ihrer alltäglichen Bedürfnisse bietet.
Nahrung für die Seele
„Du bist, was du isst“ gilt nicht nur für das, was wir essen, sondern auch für das, was wir in unser Innerstes lassen. Was nährt und erfrischt deine Seele wirklich? Wie wichtig diese Frage ist, wird in Sprüche 4,23 deutlich: „Mehr als alles andere behüte dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben“. Denn wie bei unserem Körper gilt auch für unsere Seele: Es ist eine bewusste Entscheidung, uns mit dem zu nähren, was uns langfristig stärkt und erfüllt.
Jesus möchte dich wie die Frau am Brunnen mit einem „Wasser“ versorgen, das weit über dein irdisches Bedürfnis hinausgeht. Er bietet dir in sich selbst eine direkte Beziehung zu Gott an, die dir Freude schenkt und dich innerlich erneuert. Da lohnt sich eine Bestandsaufnahme: Wie füllst du dein Herz? Welche Beziehungen, Gespräche, Bücher oder Videos nähren aktuell deine Seele?
Frühstück mit Jesus
Sobald ich Jesus aktiv in meinen Alltag integriere, bin ich fasziniert von dem, was ich erlebe. Als leidenschaftlicher Frühstücks-Fan habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, jeden Morgen mit Jesus zu frühstücken – eine Praxis, die sich überraschend einfach umsetzen lässt. Während ich mein Porridge mit frischen Beeren genieße, liegt statt meinem Handy ein Psalm aus der Bibel neben mir.
Selbst wenn ich nur wenige Minuten Zeit habe, stärken und ermutigen mich Gottes Worte auf nachhaltige Weise. Sie trösten, inspirieren und ermutigen mich für den restlichen Tag. Dieser Moment mit Jesus ist für mich mittlerweile unverzichtbar geworden.
Vielleicht ist heute der Moment, in dem du – wie die Frau am Brunnen – Jesu Einladung annimmst und deiner Sehnsucht auf eine neue Weise begegnest. Es lohnt sich, dieses Wasser zu kosten und zu entdecken, dass Gott derjenige ist, der den Durst deines Herzens stillen kann. Wie könnte hier dein erster Schritt aussehen?
Nicole Zweininger
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Quelle: Du bist, was du isst