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Das darfst du nicht verpassen!

erstellt am 17.02.2025 00:00:00

Nimmst du dir ein paar Minuten Zeit, um diesen Artikel zu lesen? Das freut mich, denn es geht thematisch genau um diese Frage: Wofür nimmst du dir Zeit?

Mein Neffe feiert demnächst Hochzeit und wir sind eingeladen. Ich freue mich schon darauf, denn ich mag meinen Neffen. Auch meine Kinder freuen sich auf die Hochzeit, denn sie können sich nicht erinnern, wann sie mal Gäste auf einer Hochzeitsfeier waren.

Von Jesus stammt ein Gleichnis, bei dem es auch um eine Hochzeit geht. In Matthäus 22,3 schickt ein König seine Diener los, um die Gäste zu diesem Fest einzuladen. Aber keiner will kommen. Wie traurig! Ich hoffe und gehe fest davon aus, dass das bei meinem Neffen und seiner Frau nicht passiert.

Fleißiges Einladen und „faule“ Ausreden

Die Gäste im Gleichnis haben ganz unterschiedliche Gründe, warum sie zur Feier nicht kommen können. Der Erste hat ein Grundstück gekauft, das er besichtigen muss. Er ist wegen einer Immobilie nicht mobil genug, um zu kommen. Der Zweite will fünf Gespanne Ochsen begutachten, die er gerade gekauft hat. Er verzichtet also wegen Rindern auf den Rinderbraten. Der Dritte hat selbst gerade geheiratet und kann sich deshalb nicht um die Hochzeit anderer Leute kümmern.

Schließlich ist der Einladende selbst mächtig geladen, weil alle absagen. Für ihn ist allerdings klar: Ich sage die Feier nicht ab. Also entschließt er sich, mit all denen zu feiern, die mitfeiern wollen. Wer auch immer zum Fest kommt, isst mit beim großen Festessen. So wird es am Ende eine geniale Feier und jeder, der nicht dabei war, hat etwas verpasst, ist aber auch irgendwie selbst dran schuld.

Dieses Gleichnis kann man aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Zunächst erzählt es Jesus den Menschen in Israel. Für sie war es eine Zumutung. Es beinhaltete den Vorwurf, dass die Juden als Volk Gottes seine Einladung ausgeschlagen haben.

Als Folge lädt Gott nun alle Menschen zu seiner Feier ein: Heiden genauso wie Juden. Für die Schriftgelehrten und ganz Israel war das eine echte Provokation.

Dich und mich lässt das vermutlich eher kalt, weil es uns nicht betrifft und wir längst wissen, dass Gott alle Menschen zu sich einlädt.

Priorität oder verpasst und zu spät?

Der zweite Blickwinkel spricht schon eher in unsere Zeit. Wenn ich mir die drei Absagen anschaue, habe ich den Eindruck, dass Jesus sie keineswegs zufällig gewählt hat. Hier geht es um drei wichtige und bedeutende Lebensbereiche.

Das erworbene Grundstück steht für Besitz und Wohlstand, die in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert haben und oft zum wichtigsten im Leben werden, vielleicht auch wichtiger als Gott. Die gekauften Ochsengespanne stehen für Arbeit und Beruf. Oft ordnen wir in unserer Gesellschaft alles dem beruflichen Erfolg unter und überlegen erst, ob für Gott noch Zeit ist, wenn alle Arbeit erledigt ist. Gilt das auch für dich?

Die dritte Absage aufgrund der eigenen Hochzeit steht für Beziehungen und Partnerschaft. Bist du bereit, auch diesen Lebensbereich Gott unterzuordnen? Oder ist dir die Beziehung zu Menschen wichtiger als die Beziehung zu Gott?

Es geht hier also nicht um Dinge, die an sich schlecht sind, sondern um das Setzen der richtigen Prioritäten. Mein Neffe könnte seine Hochzeit auch ohne mich feiern, und es würde trotzdem eine schöne Hochzeit. Aber ich würde wirklich etwas verpassen.

Auch Gott kann im Himmel ohne mich feiern, aber ich würde die größte und schönste Feier aller Zeiten verpassen.

Viele Menschen werden diese Feier nicht deshalb verpassen, weil sie nicht dabei sein wollen, sondern weil ihnen anderes wichtiger ist.

Gott erwartet, dass wir ihm den ersten Platz im Leben einräumen und bereit sind, andere Dinge zurückzustellen, um bei seinem himmlischen Fest dabei zu sein.

Zeit mit Gott: Richtig wichtig oder nichtig?

Während es bei diesem Blickwinkel um eine grundsätzliche Lebensentscheidung geht und die Frage, wer oder was in meinem Leben den wichtigsten Platz hat, geht es beim dritten Blickwinkel eher um unser alltägliches Verhalten und die Frage: Wieviel Zeit gebe ich Jesus dort?

Wenn Gott dich einlädt, ...

  • ... ihm mit anderen Christen im Gottesdienst zu begegnen, nimmst du dir Zeit dazu oder sind dir andere Termine wichtiger?
     
  • ... in der Bibel zu lesen, weil er zu dir reden will, tust du das dann auch oder nutzt du deine Zeit lieber für andere Dinge?
     
  • ... mit ihm im Gebet zu reden, hast du dafür Zeit oder sind dir andere Gespräche wichtiger?

Es wäre schade, wenn Gott vergeblich auf dich wartet, weil dir anderes wichtiger ist. Nimm dir Zeit für ihn und damit für das, was wirklich wichtig ist. Es lohnt sich. Du wirst es nicht bereuen und einmal bei seinem großen Fest dabei sein.

Übrigens freue ich mich, dass du dir die Zeit genommen zu haben, um diesen Artikel zu lesen. Danke.
 

Jens Kilian


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Quelle: Das darfst du nicht verpassen!

von youthweb

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