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Waschaktion der anderen Art

erstellt am 02.02.2024 00:00:00


In einer wichtigen Rede hat Jesus einmal gesagt: „Glücklich sind die, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen“ (Matthäus 5,8). Wie ist das zu verstehen?

Als kleiner Junge wurde mir dieses Kindergebet beigebracht: „Ich bin klein, mein Herz ist rein. Soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Ich habe dieses Gebet seinerzeit verinnerlicht. Vielleicht auch deshalb, weil ich in den Tropen aufgewachsen bin und von meinen Eltern noch etwas anderes beigebracht bekommen habe: immer und zu jeder Zeit auf saubere Hände achten.
 

Jesus geht’s um den Kern

Warum? Weil saubere Hände gegen allerhand tropische Krankheiten vorbeugen, die durch Körperkontakt weitergegeben werden. Also habe ich als kleiner Steppke das häufige Händewaschen gelernt und infolgedessen auch früh verstanden, was Reinheit bedeutet. Ich habe begriffen, dass Sauberkeit die Voraussetzung für Gesundheit ist.

Übrigens, das haben die Juden zu biblischer Zeit gewusst und dementsprechende Regeln erlassen. Jeder fromme Jude beachtete gewisse Waschrituale, die er oder sie unbedingt einzuhalten hatte.

Aber Jesus geht es nicht ums Händewaschen, sondern um ein reines Herz. Wenn er davon spricht, dann meint er mein Innerstes, den Kern vom Kern meiner selbst: meine Wünsche, meine Gefühle, mein Verstand. Viele dieser Dinge liegen unter der Oberfläche.
 

Überraschung im Kleiderschrank

Da muss ich an eine lustige Begebenheit denken, die meiner Frau passiert ist. Sie räumte im Zimmer unseres damals 12-jährigen Sohns auf, als aus dem Kleiderschrank lauter kleine blaue Kugeln rollten. Das machte meine Frau stutzig. Was waren das für Kugeln? Woher stammten sie?

Mit der ihr eigenen Gründlichkeit ging sie zu Werke und hielt schon bald einen Plastikbeutel voller kleiner blauer Kugeln in der Hand. Er war im hinteren Teil des Schranks versteckt gewesen. Die Kugeln waren Munition für eine Softair Pistole. Und weil Softair Pistolen erst ab 14 Jahren erlaubt sind, hatte unser Sohn die Munition sorgfältig versteckt.

Aus Kleiderschränken kann man allerhand Geheimnisse zutage fördern. Aus den Hosentaschen 12-jähriger Jungs und den Handtaschen älterer Damen auch. Das menschliche Herz ist ebenfalls reich an Dingen, die das Licht der Öffentlichkeit scheuen.

Darum geht es Jesus. Er sagt: Glücklich ist der, dessen Herz aufgeräumt und rein ist. Er meint damit: Mein Herz befindet sich in einem Zustand, der Gott gefällt, wenn Ordnung eingekehrt ist. Dann ist die Voraussetzung dafür geschaffen, dass ich einmal Gott sehen kann.
 

Wie stelle ich das an?

Wie räume ich mein Herz auf? Ganz einfach: Ich mache eine schonungslose Bestandsaufnahme dessen, was Gott nicht gefällt. Das sage ich Gott im Gebet und bitte ihn um Vergebung. Den Rest der Reinigungsarbeit überlasse ich ihm. Ein Mann aus der Bibel hat es einmal so in einem Gebet gesagt: „Wasche mich rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde. […] Gott, erschaffe in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen, aufrichtigen Geist“ (Psalm 51,4 und 12).

Wenn ich es ernst meine, wird Gott tun, worum ich ihn bitte. Dann bedeutet das für mich: Ich kann mich mit einem reinen Herz auf den Moment freuen, an dem ich Gott sehen darf. Genau das verspricht Jesus in seiner Aussage aus Matthäus 5. Darauf freue ich mich schon jetzt.
 


 

Wolf-Dieter Kretschmer


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Quelle: Waschaktion der anderen Art

von youthweb

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