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Weihnachtliche Lichter

erstellt am 09.12.2023 00:00:00


Weihnachten ist ein Fest der Lichter. In der dunklen Jahreszeit lassen Lichterketten die Fenster erstrahlen und Kerzen erhellen die Wohnungen. Vor allem das Erzgebirge ist berühmt für traditionelle, kunstvolle Weihnachtsbeleuchtung wie zum Beispiel der Schwibbogen und die Weihnachtspyramide.

Außerdem sind Lichter in Form von Sternen besonders beliebt. Nicht mehr wegzudenken ist vor allem der Herrnhuter Stern, der in Deutschland schon lange zur traditionellen Weihnachtsbeleuchtung gehört.

Esther Dürrstein hat sich über die Entstehungsgeschichte des Herrnhuter Sterns informiert und erläutert die Bedeutung des Weihnachtssterns.

 

Eine Geometrieübung aus Herrnhut

Wie so oft bei Traditionen ist auch der Herrnhuter Stern Anfang des 19. Jahrhunderts eher zufällig entstanden. Die Herrnhuter Brüdergemeinde entsandte damals Missionare in viele Länder der Welt, um die christliche Botschaft zu verbreiten.

Weil die Lebensverhältnisse in den Missionsgebieten oft widrig waren, wurden die Missionarskinder mit Beginn des Schulalters zurück nach Deutschland ins Herrnhuter Internat gebracht. Dort bekamen sie Erziehung und eine gute Schulbildung. Esther Dürrstein erzählt:

An einem Schultag in der Vorweihnachtszeit vor dem ersten Advent wollte einer der Lehrer seinen Schülern den Geometrieunterricht anschaulich vermitteln und ließ sie Prismen aus Papier basteln. Den Kindern kam die Bastelstunde zur Ablenkung ganz recht, denn besonders in dieser Zeit war die Trennung von den Eltern sehr schmerzhaft. Der Lehrer setzte aus 25 dieser Prismen einen Stern zusammen. So entstand der erste Herrnhuter Weihnachtsstern.

Die Kinder waren begeistert. Sie bastelten fleißig weiter und hängten die Sterne in ihrem Aufenthaltsraum auf. Die geschmückten Internatsstuben gefielen Lehrern und Schülern so gut, sodass es in Herrnhut zur Tradition wurde, immer am ersten Sonntag im Advent diese Sterne zu basteln.

 

Gemütliches Licht mit tiefer Bedeutung

Ende des 19. Jahrhunderts gründete dann der Buch- und Musikalienhändler Pieter Hendrik Verbeek die Herrnhuter Sternemanufaktur. Verbeek verkaufte in seiner Buchhandlung die ersten beleuchteten Sterne und meldete 1925 den ersten körperlosen Stern zum Patent an. Dieses Modell entspricht der heute gebräuchlichen Bauweise aus 17 viereckigen und 8 dreieckigen Zacken.

Schon damals leuchteten die Sterne in sämtlichen Farben. Aber die ersten Weihnachtssterne in den Internatsstuben waren aus rotem und weißem Papier. Esther Dürrstein erläutert, welche symbolische Bedeutung hinter diesen Farben steckt:

Der Lehrer erklärte seinen Schülern: Weiß steht für die Reinheit Jesu Christi, denn er war ohne Schuld. Und Rot steht für sein Blut, das er durch seinen Tod am Kreuz für die Verfehlungen der Welt vergossen hat.

Damit erinnerte der Herrnhuter Weihnachtsstern in seinen ursprünglichen Farben nicht nur an die Geburt von Jesus Christus, sondern auch an seinen Opfertod für die Menschen.

 

Der Stern in der Weihnachtsgeschichte

Der Stern ist das Weihnachtssymbol schlechthin. Doch welche Bedeutung hat der Stern? Esther Dürrstein erzählt:

In der Bibel gibt es mehrere Bezüge. Schon am Anfang in den Büchern Mose (vgl. 4. Mose 24,17) wird auf einen Stern hingewiesen, der aus dem Geschlecht Jakobs hervorgehen wird. Im Neuen Testament wird klar, dass Jesus Christus dieser Stern ist. Und die Offenbarung, das letzte Buch der Bibel, endet mit dem Verweis auf Christus, den Morgenstern (Offenbarung 22,6). Der Stern hat in der Bibel also eine ganz tiefe und wichtige Bedeutung.

Der Morgenstern ist im Vergleich zu gewöhnlichen Sternen insofern besonders, als dass er der hellste Stern vor Sonnenaufgang ist. Wenn der Morgenstern am Himmel strahlt, ist die Nacht vorbei. In dieser Symbolik kündigt der Morgenstern Jesus als strahlenden Retter an, der die Welt aus ihrer Dunkelheit befreit.

Deswegen ist es auch kein unwichtiges Detail, dass in der Weihnachtsgeschichte ein neuer, besonderer Stern über dem Stall von Bethlehem aufgeht. Damit erfüllen sich einerseits die biblischen Prophezeiungen und andererseits leitet dieser Stern die Suchenden aus dem Morgenland und führt sie zum König, dem Kind in der Krippe.

Ein Stern ist immer auch dazu da, in der Finsternis den Weg zu weisen. So ermutigt Esther Dürrstein:

Genauso wie die Sterndeuter dem Stern nach Bethlehem gefolgt sind, können wir uns an Jesus orientieren, uns von ihm leiten lassen und ihm folgen (vgl. 2. Petrus 1,19). Er ist letztendlich das Licht der Welt, das alle Finsternis auslöscht.

Mit jedem Weihnachtsstern, der in Fenstern und Türen leuchtet, leuchtet uns auch die Weihnachtsbotschaft entgegen. 
 

Sarah-Melissa Loewen


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Quelle: Weihnachtliche Lichter

von youthweb

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