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Bedingungslos geliebt

erstellt am 04.12.2023 00:00:00


Wie war der November für dich? Entspannt und schön oder vielleicht ereignisreich, ermüdend und trüb? – Für mich war es ein sehr arbeitsreicher Monat. Ich konnte schon vorher absehen, dass der November voll werden würde – beruflich wie privat. Im Laufe des Monats spürte ich immer deutlicher die Anstrengungen der hinter mir liegenden Wochen. Obwohl ich mein Bestes gegeben habe, liefen einige Dinge nicht so, wie ich sie geplant hatte oder wurden nicht ganz so gut, wie ich es mir gewünscht hätte.
 

Erwartungen und Leistungsdenken

Als ich eines Abends bei meiner besten Freundin auf dem Sofa saß und ihr erzählte, was ich alles hätte besser machen können, war ich unzufrieden mit meiner Leistung. Und dann wurde ich unzufrieden, dass ich so unbarmherzig mit mir war. Mir wurde wieder einmal bewusst, was für einen hohen Anspruch ich oft an mich selbst habe. Und manchmal kommen da noch die Erwartungen meiner Mitmenschen an mich hinzu.

Wann ist etwas gut? Wann bin ich gut genug? Ich merkte, wie müde ich davon war, ständig darüber nachzudenken, was ich alles hätte besser machen können. Versteh mich nicht falsch: Ich finde es sehr wichtig, sein Bestes zu geben und sich weiterzuentwickeln. Aber man kann auch sprichwörtlich von der anderen Seite vom Pferd fallen, wenn es um Optimierung und Perfektion geht und man den Menschen dahinter gar nicht mehr sieht – mit seinen Stärken und dem, was er schon alles toll gemeistert hat.

 

Gott liebt bedingungslos

Gott sieht die Dinge anders. Gott liebt dich – bedingungslos! Mach dir das mal bewusst. Er, der dich geschaffen hat, liebt dich b-e-d-i-n-g-u-n-g-s-l-o-s. Du musst keine bestimmten Erwartungen erfüllen, um von Gott geliebt zu werden. Bei Gott darfst du sein. Einfach so, wie du gerade bist, müde, abgekämpft und unzufrieden mit dir selbst. Gleichzeitig sieht Gott deine Anstrengungen und würdigt dich als von ihm perfekt erdachten Menschen.

An jenem Abend nahm meine beste Freundin mich in den Arm und betete für mich. Ich spürte, wie ein Frieden in mir einzog, den nur Gott schenken kann – und wie ich loslassen konnte. Meine eigenen Erwartungen und die der anderen an mich.

Mir fiel Psalm 139 aus der Bibel ein: „Du bist es ja auch, der meinen Körper und meine Seele erschaffen hat, kunstvoll hast du mich gebildet im Leib meiner Mutter. Ich danke dir dafür, dass ich so wunderbar erschaffen bin, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. Ja, das habe ich erkannt: Deine Werke sind wunderbar!“ (Psalm 139,13-14)

Ich möchte mein Leben verantwortungsvoll leben und mein Bestes geben. Aber mein Wert hängt nicht von meiner Leistung ab. Jesus Christus gibt mir meinen Wert. Und wenn mein Alltag voll und stressig ist und mich die Anforderungen und Erwartungen zu überrollen drohen – gerade dann lohnt es sich, mich von Gott daran erinnern zu lassen. Und Gott ist es auch, der mir für jeden neuen Tag die Portion Kraft gibt, die ich brauche. Er ist da. Ich muss den Alltag mit seinen Herausforderungen nicht alleine bewältigen.

 

Bei Gott zur Ruhe kommen

Gestern haben wir den ersten Advent gefeiert. Ich liebe die Weihnachtszeit! Aber oft sind die Tage vor Weihnachten hektisch: Es gibt so vieles zu erledigen, manches davon ist mit Erwartungen verbunden. Ich lade dich heute ein: Koch dir eine Tasse mit deinem Lieblingstee oder leckerem Kaffee, schnapp dir ein paar Plätzchen, setz dich in einen Sessel und komm bei Gott zur Ruhe. Sag ihm, was dich gerade beschäftigt, herausfordert und anstrengt. Und dann hör mal hin, was Gott dir antwortet. Du darfst dir sicher sein: Du bist wertvoll und geliebt! Auch in diesem Moment, in dem du nichts leistest, außer deinen Tee und die Zeit mit Gott zu genießen.
 

Mareike Barnusch


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Quelle: Bedingungslos geliebt

von youthweb

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