
Wie bei Game of Thrones, denke ich mir beim Lesen von 1. Könige bis 2. Chronik. Es fehlen nur ein paar Drachen: Kriege, wechselnde Könige und Königinnen, Revolutionen, Verschwörungen, Intrigen und Final – verschiedene Gottheiten. Eigentlich hatte das Volk Israel EINEN Gott. Den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, wie das Volk ihn selbst oft gern nannte. Doch mit der Zeit vergaß die ein oder andere Generation diesen Gott und ging mit den Göttern der umliegenden Völker fremd, verstieß und verachtete den einen Gott, der sie aus Ägypten, der Sklaverei herausführte. Nicht ganz unabhängig war das davon, welcher König gerade an der Macht war und welche Beziehung dieser zu Gott hatte. Was mich bei dem Ganzen erstaunt: Dass der Vater des Königs nicht zwangsläufig dazu beitrug, ob der König nun gottesfürchtig war oder nicht. Viele Könige, die nach Gottes Willen lebten, seine Gesetze befolgten, hatten Kinder, die dies nicht taten. Viel ausschlaggebender waren die Ratgeber des Königs. Schauen wir uns Salomos Sohn und Davids Enkel, Rehabeam an. Der sich den Rat von den Ratgebern seines Vaters einholte und anschließend den seiner Freunde. An sich eine weise Entscheidung, mehrere Meinungen und Perspektiven zu haben. Doch am Ende hörte er auf seine Freunde, es kam zu einem Aufstand und das ganze Reich Israel wurde in Israel und in Juda geteilt: ein Volk gezweiteilt. Es kam im Laufe der Geschichte sogar soweit, dass diese sich bekämpften, obwohl sie doch eigentlich ein Volk sein sollten. Und alles aufgrund einer falschen Entscheidung. Am Ende heißt es von Rehabeam: „Doch sein Handeln war schlecht, denn er suchte den Herrn nicht von ganzem Herzen.“ 2. Chronik 12,14. Deutlicher wird es beim König Usija. Dieser wurde mit 16 Jahren zum König gekrönt. Sein Mentor war Secharja. Und jetzt kommt das spannende: „Usija suchte Gott, solange Secharja lebte, der ihn im Glauben an Gott unterwies. Und solange der König den Herrn suchte, ließ Gott ihm alles gelingen, was er unternahm.“
2. Chronik 26,5
Nach Secharjas Tod veränderte sich Usijas Beziehung zu Gott und er wurde hochmütig, versündigte sich gegen Gott, war am Ende völlig isoliert. Er litt unter Aussatz bis er starb.
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