
„Bruder… Hilf mir!“ rief Mufasa seinem Bruder Scar zu. Aber sein Vertrauen wurde nicht nur nicht belohnt. Scar strafte ihn sogar dafür, denn er warf seinen eigenen Bruder in den Tod. „Hilf mir!“ Es ist schlimm, hilflos zu sein. Man ist aufgeschmissen, kann sich nicht mehr auf die eigenen Kräfte verlassen. Für mich eine wahre Horrorvorstellung. Ich nehme gerne mein Leben an die Hand. Gott muss mir dann „leider“ immer wieder zeigen, dass ich das nicht kann – und auch nicht muss. Die Jahreslosung aus Markus 9,24 erzählt von einem Vater, der nichts mehr für sein Kind tun kann.
Er wusste aber, dass Gott kann und ich… Im Grunde genommen weiß ich es. Das hat Gott nicht nur in der Bibel versprochen, das beweist er auch immer wieder in meinem Leben und dem meiner Lieben. Aber trotzdem gerate ich immer wieder in Situationen, in denen ich auf diesem schmalen Grat des Lebens beinahe das Gleichgewicht verliere und mich (wie Petrus) nach Gottes Hand ausstrecke. In der mir einfach nichts anderes übrig bleibt, als nach Hilfe zu rufen.
Eigentlich weiß ich ja, dass Gott hilft, aber… Was, wenn nicht? Es ist keine Schande, sich das zu fragen. Aber: Gott ist kein Vater, der aufgeschmissen ist, wie im Markusevangelium; er ist auch kein Bruder wie Scar, der Vertrauen missbraucht. Gott ist der einzige, der wirklich, wirklich helfen kann. In jeder Situation.
Wenn du nur noch einen letzten Korn Glauben hast, dann hab keine Angst, mit Gott im Gebet zu reden und sich von ihm festhalten zu lassen. Allein, dass du den Wunsch dazu hast, dass du von Herzen glauben willst - Gott sieht das! Und wenn du nicht mehr beten kannst oder willst, lass andere für dich beten. Du darfst wissen, dass du nie alleine bist, warst und auch nie sein wirst.
Hab eine gute Woche und ein gutes Jahr
Katharina
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